Social-Media-Revolution

24. September 2018 07:03; Akt: 24.09.2018 07:03 Print

Kanye West will die Likes abschaffen

Kanye West beweist sich wieder mal als Visionär: Der Rapper findet, dass der Druck, auf Social Media möglichst viele Likes zu holen, Menschen gefährde. Darum will er sie abschaffen.

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Kanye West (41) ist auf einer Mission – und er könnte damit Social Media revolutionieren. In seinen jüngsten Tweets und Instagram-Posts thematisiert der Rapper, Designer und Zeitgeist-Philosoph, wie ungesund und gar gefährlich die Jagd nach Likes und Followern seiner Meinung nach ist.

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Nutzer würden auf der Suche nach Bestätigung Likes mit Liebe verwechseln, schreibt er auf Insta. Und Kanye geht noch weiter: «Menschen begehen Suizid, weil sie nicht genug Likes erhalten.»

Wie die Penisgrösse auf dem T-Shirt

Deshalb will Kanye Likes- und Followerzahlen hinterfragen – und aus der Sichtbarkeit verbannen. «Ich möchte auf Social Media mitmachen können, ohne meine Likes und Follower zeigen zu müssen», schreibt er. Zur Veranschaulichung zieht Kanye einen Vergleich: «Deine Likes zu zeigen ist wie öffentlich zu machen, wie viel Geld du auf der Bank hast, oder auf dein T-Shirt zu schreiben, wie gross dein Penis ist.»

Sein konkreter Vorschlag: So wie man die Kommentarfunktion deaktivieren könne, sollte man auch die Anzeige der Anzahl Follower und Likes ausschalten können. Die Zahlen hätten «einen immensen, schlechten Einfluss auf das Selbstwertgefühl».

Konferenz mit allen wichtigen Social-Media-Managern

West will handeln: Er fordert die Chefs von Twitter, Instagram, Facebook und Snapchat direkt auf, eine gemeinsame Sitzung zum Thema abzuhalten und diese per Livestream in die Welt hinaus zu übertragen.

Snapchat-Vize Ben Schwerin antwortete bereits auf Kanyes Aufforderung: «Wir hören dir zu und sind da für dich. Was du schreibst, ist sehr zeitgemäss und wichtig.» Snapchat habe «einige coole Ideen», gern sei man bereit, mit Kanye nach Lösungen zu suchen, um dem Social-Media-Druck entgegenzusteuern. Schliesslich soll man auf Social Media kreativ sein und sich ausdrücken können, so Schwerin. Das ständige Vergleichen könne «sehr negativ» sein.

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Social Pressure am 24.09.2018 05:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbestimmung

    Ich mag die Idee. Es kann daraufhin jeder selber entscheiden.

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  • Patricia am 24.09.2018 05:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Find dich eine gute Idee. Dieses Ringen um Likes und die Identifikation darüber nimmt mittlerweile abnormale Ausmasse an. Evtl wird dann auch weniger Sinnloses eingestellt nur um Likes zu bekommen.

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  • Lucy F am 24.09.2018 06:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bist Du jemand oder definierst Du dich anhand Like

    Recht hat er. Die persönliche Ausblendung der Likes könnte ein guter Anfang sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anna am 25.09.2018 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hää

    Wann kommt die Menschheit endlich in die Eigenverantwortung?

  • Peter Miller am 25.09.2018 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht süchtig - mag aber Fotos zu teilen

    Ich habe (noch) FB und Insta. Dennoch interessieren mich die Likes nicht. Wem ein Bild gefällt und dies mit einem Like oder einem Comment ausdrückt, danke. Aber es erfreut mich mehr - wenn meine Bilder online sind - ohne Likes oder Comments zu zählen. Wobei nicht heissen soll, das mich die Likes/Comments nicht erfreut. Auf der anderen Seite zeigt es mir doch - meine Fotos werden geschätzt oder für schön empfunden. :)) Schwierig zu erklären, aber ich denke, einige verstehen, was ich sagen will. Wer nicht, dann halt nicht.

    • Neumann am 26.09.2018 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Miller

      Wir verstehen was du meinst, Peter. Geht mir ja auch so. Ich teile auch gerne die Fotos meines Willies. Und freue mich dann auf den positiven Feedback all der Menschen da draussen.

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  • Dave74 am 25.09.2018 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Geltungssucht

    Genau. Die Likesüchtigen werden dann die Funktion deaktivieren und etwa noch auf gefühlte 20 Selfies pro Tag verzichten? Das ändert doch gar nichts, wenn man nicht wieder beginnt der Jugend flächendeckend und nachhaltig beizubringen, was echte, reale Werte sind. Da ist oft soviel Heuchelei und/oder Bosheit mit im Spiel, dass man eigentlich erkennen sollte, dass es nicht der Realität entspricht. Aber wenn man nie gelernt hat dies zu erkennen... Und übrigens: gerade einem, der dauernd in der Klatschpresse rumturnt, nehme ich die Ernshaftigkeit des Anliegens nicht ab.

  • Peter Hässig am 25.09.2018 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Alles ist Druck.

    Unsere ganzen Leben basieren auf (Leistungs)Druck - eine Veränderung bei Social Media hilft da wenig. Wir müssen lernen, wie wir ticken (Intro/Extrovertiert, und wie wir auftanken und ausgeglichen sein können & Vorteile, Risiken und Gefahren unserer Persönlichkeit) - das würde nicht nur Social Media verändern, sondern unser ganzes Leben verbessern

  • Marcus Severus am 25.09.2018 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Prognose

    Dann wird Instagram halt sterben und eine andere Plattform die ein ähnliches Feature bietet wird an ihre Stelle treten. Wieso sollten die Leute den ganzen Mist Online stellen wenn nicht um damit Likes abzusahnen ;-) Ich komme übrigens ganz gut ohne Instragram und Likes aus und habe noch nicht mal das Gefühl dass mir was fehlt.