Missbrauchsfall

05. September 2018 04:54; Akt: 05.09.2018 05:21 Print

Kevin Spacey wird nicht angeklagt

Ein mutmasslicher Missbrauch durch Oscar-Preisträger Kevin Spacey aus dem Jahr 1992 ist verjährt. In einem anderen Fall laufen die Ermittlungen noch.

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Ein mutmasslicher Übergriff aus dem Jahr 1992 hat sich verjährt: Kevin Spacey. (Archivbild) Das «Time Magazine» hat die Person des Jahres gekürt. Ausgezeichnet wurden die «Silence Breakers», die sexuelle Übergriffe publik machten. (6. Dezember 2017) Bild: Time Regisseur Luc Besson soll eine Schauspielerin vergewaltigt haben. Besson bestreitet die Vorwürfe (19. März 2017). Mehrere Frauen beschuldigen George Bush senior der sexuellen Belästigung. 2003 soll er eine damals 16-Jährige bei einem Fototermin am Po angefasst haben. (Archivbild) Schauspieler Christopher Plummer ersetzt den gefallenen Star: Kevin Spacey (im Bild) spielte in «All the Money in the World» J. Paul Getty. Bereits mehr als zehn Männer werfen Kevin Spacey sexuelle Übergriffe vor. Netflix hat sich von ihm getrennt, ebenso seine Agentur und seine Sprecherin. «House of Cards» wird es mit ihm nicht mehr geben. Und der Film «Gore» wird nicht veröffentlicht. Fordert eine Kultur des Respekts: Theresa May hat weitere Massnahmen präsentiert, nachdem Fälle von sexuellen Übergriffen britischer Parlamentarier bekannt geworden sind. Der ehemalige Kongressabgeordnete Anthony Weiner tritt seine Haftstrafe an. (6. November 2017) Soll einen Mann sexuell belästigt haben, als dieser 15-jährig war: Kevin Spacey reagierte auf den Vorwurf mit einem Bekenntnis, dass er schwul sei. Am Set der TV-Serie «House of Cards» soll er männliche Angestellte angefasst haben. (Archivbild) Er hat den weltweiten öffentlichen Diskurs ausgelöst: Harvey Weinstein soll über Jahrzehnte unzählige Frauen sexuell belästigt, mindestens eine vergewaltigt haben. (Archivbild) Auch er soll eine Frau sexuell belästigt haben – als sie 17 Jahre alt war: Dustin Hoffman hat wegen des Vorfalls um Entschuldigung gebeten. (Archivbild) Zu Oralsex gezwungen oder mastrubiert: Sechs Frauen werfen Brett Ratner vor, sie sexuell belästigt oder missbraucht zu haben. (Archivbild) Sex im Auto als Geheimnis: Gleich zwei Frauen sagen, es sei dazu gekommen, die eine sagt, es war «sehr brutal». Auch weitere Frauen werfen Tariq Ramadan sexuelle Brutalität vor. (Archivbild) Zwei Frauen warfen ihm sexuelle Belästigung vor: Der Chefredaktor des renommierten Radiosenders NPR, Michael Oreskes, trat daraufhin zurück. (Archivbild) Der britische Labour-Politiker Clive Lewis soll eine Frau unsittlich berührt haben. Er bestreitet den Vorwurf. (Archivbild) Der konservative britische Verteidigungspolitiker Michael Fallon musste Anfang November wegen ähnlicher Vorwürfe zurücktreten. (Archivbild) Der Druck auf den britischen Kabinettschef Damian Green nimmt zu: Auf seinem Computer im Parlament soll sich pornografisches Material befunden haben. (Archivbild)

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In einem Fall des mutmasslichen sexuellen Missbrauchs durch Oscar-Preisträger Kevin Spacey wird keine Anklage erhoben. Der vermeintliche Übergriff im Jahr 1992 sei verjährt, teilte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit.

Auch in zwei Fällen des mutmasslichen Missbrauchs durch den US-Actiondarsteller Steven Seagal und den Schauspieler Anthony Anderson kommt es demnach nicht zur Anklage. Der mutmassliche sexuelle Übergriff auf eine 18-Jährige durch Seagal im Jahr 1993 sei ebenfalls verjährt, hiess es.

Im Fall Anderson, der eines sexuellen Übergriffs auf eine Frau in diesem Jahr beschuldigt wird, habe sich das mutmassliche Opfer geweigert, den Ermittlern gegenüber auszusagen. Der Fall werde deshalb fallengelassen.

Gegen Spacey und Seagal laufen derzeit noch Ermittlungen in anderen Fällen, in denen es zur Anklage kommen könnte.

(sda)