Fall Bryan Singer

30. Juli 2014 21:03; Akt: 30.07.2014 21:03 Print

Kläger gibt nicht auf – und verliert seinen Anwalt

Michael Egan hält an seinen Missbrauchsvorwürfen gegen «X-Men»-Regisseur Bryan Singer fest – und kippt die aussergerichtliche Einigung. Sein Anwalt dagegen gibt auf.

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Eigentlich konnte Bryan Singer schon aufatmen: Der Anwalt des «X-Men»-Regisseurs hatte eine aussergerichtliche Einigung akzeptiert, den Missbrauchsvorwurf gegen Singer fallen zu lassen – gegen eine einmalige Zahlung von 100'000 Dollar.

Damit sollte der Fall zu den Akten gelegt werden. Zur Erinnerung: Es ging um die Anschuldigung des mutmasslichen Opfers Michael Egan, Singer habe ihn als Teenager sexuell missbraucht. Auch andere Topverdiener Hollywoods sollen den damals 15-Jährigen belästigt haben. Entsprechende Klagen gegen die Produzenten Garth Ancier und Gary Goddard sowie gegen den früheren Disney-Boss David Neuman wurden allerdings bereits wieder fallen gelassen.

Michael Egans Anwalt soll dann laut TMZ.com Singers Anwalt aufgesucht und eine aussergerichtliche Einigung erwirkt haben.

Anwalt gibt auf

Nachdem die Papiere von beiden Parteien unterschrieben waren, soll das angebliche Opfer aber seine Meinung geändert haben: «Das ist genau diese Art eines ‹Nimm das Geld und halt den Mund›-Deals, weswegen ich mich dazu entschlossen habe, überhaupt erst etwas zu sagen», soll Egan laut TMZ.com gesagt haben.

TMZ.com vermutet, dass Egan vor Gericht gar keine Chance hätte und dies der Grund ist, warum sein Anwalt den einfacheren Weg aus der Situation gesucht hatte. Hätte Bryan Singer den damals Minderjährigen tatsächlich mehrfach missbraucht, wäre der Fall mehrere Million Dollar wert, schreibt das Onlineportal.

Weil Michael Egan aber nicht aufgeben will, hat sein Anwalt Jeff Herman nun sein Mandat niedergelegt. Ob Egan jemand anderen findet, der diesen Kampf für ihn übernimmt, ist bei der bisherigen Medienberichterstattung eher fraglich.

(ink)

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