Deutschrapper

23. September 2019 18:27; Akt: 23.09.2019 18:27 Print

Kollegah zieht sich zurück

Der Skandalrapper Kollegah will sich eine Auszeit nehmen. Er wolle sich um familiäre Angelegenheiten kümmern.

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Der Deutschrapper Kollegah ist immer wieder für einen Skandal gut. So ist den meisten wohl noch die Echo-Verleihung des vergangenen Jahres in Erinnerung. Dabei bekam der Rapper mit seinem Kollegen Farid Bang den Hip-Hop-Preis für das Album «Jung, Brutal, Gutaussehend 3» verliehen. Aufgrund antisemitischer Vorwürfe wurde die Verleihung kurz danach abgeschafft. Denn auf dem Album der beiden finden sich Passagen wie «mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» oder «mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow».

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Und im Juni, als Kollegah mit Farid Bang am Bieler Festival Vibez einen Auftritt hatte, wurde in der Düsseldorfer Bar des Deutschrappers eine Razzia durchgeführt. Dabei wurden mehrere Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt. Das Vibez gefiel Kollegah übrigens offenbar gar nicht. In einem Video des Youtubers Leon Lovelock wetterte er damals insbesondere über den Backstage-Bereich.

Kollegah beleidigt Kollegen

In den vergangenen Wochen geriet Kollegah schliesslich immer wieder in Bedrängnis. So erschien ein Enthüllungsbericht von Vice und Buzzfeed über sein «Mentoring-Programm», bei dem er seine Fans abzocken soll. Kurz darauf verliessen einige Schützlinge sein Label und eine Firma verklagte den Rapper auf 250'000 Euro Schadensersatz, da er online für ihr Produkt hätte werben sollen, stattdessen aber für eine andere Firma warb.

Nun tauchten auch Whatsapp-Sprachnachrichten auf, die Kollegah in keinem guten Licht dastehen lassen. Dabei beleidigt er Kollegen, wie beispielsweise KC Rebell, und ruft dazu auf, Capital Bra zu dissen, da er es nicht ausstehen könne, dass der Berliner immer wieder ganz oben in den Charts stehe.

«Es wird aufgeräumt»

Die ganzen Eklats prasselten nun gleichzeitig auf den Musiker ein, weshalb er nun offenbar die Reissleine zieht. Auf Instagram verkündete er, dass er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen wolle.

Im Post berichtet Kollegah von «Verrat aus dem engsten Kreis». Er wolle sich nun um familiäre Angelegenheiten kümmern «und die anderen Baustellen». «Es wird aufgeräumt.» Wie lange seine Auszeit dauert, schreibt er nicht.

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Als ich klein war, hätte ich mir niemals erträumt, dass mein Weg einmal so gross werden würde, wie er wurde. Mit mehr Erfolg kamen aber auch mehr Probleme, Feinde und am Ende Verrat aus dem engsten Kreis. Ich wollte immer allen Leuten um mich herum helfen und etwas für die Zukunft aufbauen. Das tat ich nach bestem Gewissen und mit reiner Absicht. Was im Internet über mich seit den letzten 15 Jahren verbreitet wurde und wird, auch all die Lügen, nehme ich mit erhobenem Haupt hin, denn ich weiss wer ich bin und die Wahrheit hat kein Verfallsdatum. Ich wünsche allen EX-Alpha-Künstlern das beste auf ihrem weiteren Weg. Ich werde mich nun um familiäre Angelegenheiten kümmern und die anderen Baustellen. Es wird aufgeräumt. Bis dahin wünsche ich meinen loyalen Supportern das allerbeste und danke euch für eure Treue, in guten wie in schlechten Zeiten. Ein Mann kann 100 Jahre leben, und darf 100 Jahre lang Fehler machen, aber niemals den selben Fehler 2 mal, und das werde ich nicht tun.

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(slo/vro)