Stewart stellt sich Fanfragen

03. Oktober 2019 21:24; Akt: 03.10.2019 21:24 Print

Hey Kristen, habt ihr eine «Twilight»-Chatgruppe?

Das ZFF lud zum Podiumsgespräch mit Schauspielerin Kristen Stewart. Dem Superstar war der Rummel nicht ganz geheuer.

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Sie sonnt sich nicht gerne im Blitzlicht. Das war schon am Mittwoch auf dem grünen Teppich auf dem Zürcher Sechseläuten-Platz deutlich. Kristen Stewart (29) kam, um den Golden Eye Award abzuholen und stellte sich im rot-schwarzen Chanel-Dress vor Fans und Medienleute. Richtig wohl schien sie sich dabei aber nicht zu fühlen. Nur selten rutschten die Mundwinkel leicht nach oben.

Zum «A Conversation with»-Podium am Donnerstagmittag kam sie dann wieder so, wie sies selbst am liebsten hat: in Jeans und Hoodie. Und sie stellte gleich zu Beginn klar: Sie sei schon immer sehr schüchtern gewesen und habe sich nie danach gesehnt, auf einer Bühne Geschichten zu erzählen – wie hier.

Grosse Filme verpflichten aber. Und so stand Stewart im Filmpodium eine Dreiviertelstunde lang Red und Antwort. Wir fassen das Spannendste zusammen.

Sie lachte über sich selbst

Stewart gab selten unbesonnene Antworten. Meist überlegte sie lange, bevor sie auf eine Frage einging. Dazwischen nahm sie sich immer wieder auf die Schippe – und sorgte damit für die meisten Lacher. Wie sie denn so auf einem Filmset sei, wollte die Moderatorin zum Beispiel wissen. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: «Ich bin ein verdammtes Arschloch.»

Sie schwärmte von Kollegen

Stewart sieht sich stets als kleiner Teil eines Filmteams, als eine von vielen Beteiligten. Über ihre Kollegen schwärmte sie in den höchsten Tönen. Jodie Foster (56), mit der sie als Elfjährige «Panic Room» drehte, sei zum Beispiel «fucking wunderbar». Sie schätze sich glücklich, dass gerade sie ihr erstes Beispiel eines Filmstars gewesen sei.

Sie brachte Wohnzimmer-Atmosphäre ins Kino

Schwarzer Hoodie, zerrissene Jeans, schwere Halsketten, Adidas-Socken und die Sonnenbrille auf dem Kopf: Das Gespräch im Kino Filmpodium hätte ebenso gut auf dem Sofa im heimischen Wohnzimmer stattfinden können. Von der durch und durch gestylten Schauspielerin vom Vorabend war nicht mehr viel übrig. Und diese Verwandlung machte Stewart ungemein sympathisch.

Sie offenbarte kleine Macken

Während des Gesprächs wippte Stewart ständig mit ihrem Bein. Dazwischen brachte sie das Publikum zum Erschaudern, indem sie laut mit ihren Fingern knackte.

Sie wurde von einem Anwesenden überrascht

Eine Person im Publikum brachte die Schauspielerin besonders aus dem Konzept. Ein älterer Herr outete sich als Filmemacher, der einst mit Jean Seberg zusammenarbeitete – jener Ikone, die Stewart in ihrem neuen Film verkörpert. Stewart machte grosse Augen, lachte verlegen. «Ich mag, dass du nicht versucht hast, Seberg zu kopieren», lobte der Insider.

Sie beantwortete erfrischende Fanfragen
Während sie im offiziellen Teil über ihr filmisches Schaffen philosophierte, beantwortete Stewart im zweiten Teil Fragen aus dem Publikum. Darunter Fans, die versuchten, mit ihrem Idol in Kontakt zu treten. Ob eine Whatsapp-Gruppe mit ihren «Twilight»-Kollegen exisitere, wollte jemand wissen. Sie laufe ihren alten Kollegen ständig irgendwo über den Weg, so Stewart. Wann sie denn nach Moskau komme, fragte eine Frau, die extra angereist war, nervös. Was es mit ihren Tattoos auf sich habe, wollte eine andere wissen. Die seien alle sehr unterschiedlich und «ein bisschen beschissen».

Vielleicht finde man in Zürich ja ein Tätowierstudio für sie, fügte die Moderatorin noch an. Dafür dürfte der Superstar aber ohnehin keine Zeit gehabt haben: Kristen Stewart musste direkt wieder zum Flughafen.

(kfi)