Verschwundener Ex-DSDS-Star

13. September 2018 14:57; Akt: 13.09.2018 20:56 Print

Küblböck an Karaoke-Abend an Bord ausgebuht

Neue Details um das rätselhafte Verschwinden des ehemaligen DSDS-Stars: Sein Schulleiter hatte ihm mehrfach zu einer Therapie geraten.

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Sänger Daniel Küblböck ist am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna verschwunden. Daniel Küblböck mit seinem Vater Günther im Jahr 2003. Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit. Das Schiff, das von Hamburg nach New York unterwegs gewesen ist, wurde vorzeitig gestoppt. Helikopter suchen seither nach ihm. (Archivbild) Diese Route hätte das Schiff fahren sollen. Am Sonntag wäre das Schiff in St. John's eingetroffen. Bekannt wurde der mittlerweile 33-Jährige 2003 durch seine Teilnahme bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar». Er schied in der vorletzten Sendung aus und belegte hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann den dritten Platz. Es folgten mehrere ... ... TV-Auftritte, Chart-Hits, Werbespots und eine Autobiographie «Ich lebe meine Töne». Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestesellerliste. 2004 ging Daniel dann ins RTL-Dschungelcamp und musste sich unter anderem mit 30'000 Kakerlaken in einer Glaskiste ... ... auseinandersetzen. Im selben Jahr hatte Küblböck auch einen Autounfall. Er prallte gegen einen Lastwagen, der voll mit Gurken war, und überlebte schwer verletzt. Direkt danach machte er seinen Führerausweis. Anschliessend wurde es ruhig um den Paradiesvogel. Grund: Küblböck ... ... wurde zum Geschäftsmann, gründete ein eigenes Unternehmen und investierte in Öko-Strom. 2012 machte er Schlagzeilen, als er sich von einer 70-jährigen Milliardärin adoptieren liess. 2015 zog es Daniel wieder kurzzeitig ins Rampenlicht. Der Sänger nahm bei der achten Staffel von «Let's Dance» teil. Anschliessend wurde es erneut ruhig um ihn. Gegenüber VIP.de sagte er 2017: «Ich habe mich seit drei Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil ich in Berlin Schauspiel studiere. Ich bin ... ... Student, man lernt nie aus. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich bin dort bis September 2018, danach will ich mich am Theater bewerben. Und dann mal schauen, was kommt.» Sein Studium macht Daniel ... In den letzten Jahren machte Daniel nicht nur beruflich, sondern auch optisch eine Verwandlung durch. Während er 2002 bei DSDS noch mit seinem schrillen Aussehen auffiel, präsentierte sich der 33-Jährige 2014 mit einer modernen Kurzhaarfrisur, Bart und jeder Menge Tattoos. Vor seiner Karriere im Rampenlicht machte er übrigens eine Ausbildung zum Kinderpfleger und absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten. Sein letzter Instagram-Post stammt vom 28. Juli. Damals klagte Daniel über die Hitze. «Zu heiss. Wann kommt der Regen?», kommentierte er dieses Bild.

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Von Daniel Küblböck fehlt nach wie vor jede Spur. Hinter seinem Verschwinden reihen sich immer mehr Fragezeichen. Warum ist der einstige DSDS-Star vom Schiff gesprungen? Laut einem Bericht der «Bild» war Küblböck den anderen Passagieren mehrfach unangenehm aufgefallen. Er habe sich aggressiv und seltsam verhalten.

Ist ein missratener Karaoke-Abend auf der Aida Luna womöglich schuld am Drama um den TV-Star? Wie RTL berichtet, wurde Küblböck angeblich ausgebuht, nachdem er einen seiner alten Songs gesungen hatte.

Schulleitung riet zu einer Therapie

Dass Küblböck öfter durch negatives Verhalten aufgefallen war, bestätigt auch der Vorsitzende des Europäischen Theaterinstituts (ETI), Robert Mau, der «Bild»: «Er war aggressiv und unzuverlässig. Mehrere Male habe ich ihm zu einer Therapie geraten. Aber er blockte ab.»

Küblböck hatte Anfang August schwere Mobbing-Vorwürfe gegen das ETI erhoben. Die Schauspielschule musste ihren Facebook-Auftritt mittlerweile offline stellen.

«Ein durch unbelegte, im Netz kursierende Mobbing-Behauptungen ausgelöster Shitstorm ist über uns hereingebrochen, der sowohl Daniel gegenüber unwürdig ist als auch dem Ansehen unserer SchülerInnen, AbsolventInnen und DozentInnen schadet», teilt die Schule auf ihrer Website mit.

(kat)