Monica Lierhaus

14. Februar 2011 13:26; Akt: 14.02.2011 14:08 Print

Lottofee als Hauptgewinn

Monica Lierhaus wird in ihrem neuen Job als Botschafterin der «ARD-Fernsehlotterie» über 450 000 Euro verdienen. Dabei kamen ihr die Kontakte ihres Verlobten zugute.

Ein Bericht der NDR-Medienmagazins «Zapp» zum Lierhaus-Auftritt. Quelle: YouTube
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Monica Lierhaus wird als Botschafterin der «ARD-Fernsehlotterie» 450 000 Euro im ersten Jahr verdienen, berichtet «Der Spiegel». Im Folgejahr wird das Salär der Moderatorin sogar ansteigen, will das Nachrichtenmagazin herausgefunden haben. Eingefädelt hat den Deal demnach Lierhaus’ Verlobter, der TV-Produzent Rolf Hellgardt.

Liebe am Set

Der 42-Jährige kennt das TV-Geschäft: Er ging bei Sendungen wie «Brisant», «Sabine Christiansen» (ARD) und «blitz» (Sat.1) in die Lehre und war (Vize-)Programmchef für ARD/MDR sowie beim Privatsender «Kabel 1». Als er 1997 beim Boulevardmagazin «blitz» stellvertretender Chefredaktor war, verliebte er sich in die Moderatorin des Magazins. Das war damals Monica Lierhaus.

Anno 2004 gründete Hellgardt seine eigene Firma namens «Passepartout Media GmbH» und wurde 2010 Chef der Produktionsfirma «White Balance», die zuvor Jörg Pilawa gehört hatte, der zum ZDF wechselte. Weil das Unternehmen etwa «Das Starquiz mit Kai Pflaume» oder andere ARD-Sendungen wie «Frag doch mal die Maus» produziert, musste der Wechsel in der Chefetage scheinbar sein.

Karriereplanung auf der Intensivstation

Laut «Spiegel» hat Hellgardt seine mannigfaltigen Medienkontakte genutzt, um seine Freundin, die er auch managt, wieder ins Gespräch zu bringen. Noch als seine Freundin auf der Intensivstation gelegen habe, habe Hellgardt einerseits berichtende Medien mit Unterlassungsklagen überzogen (20 Minuten Online berichtete), andererseits aber neuen Aufgaben für Lierhaus gesucht. Ende 2010 habe er dann den lukrativen Lotterie-Job an Land gezogen, doch der sei für ein grosses Bildschirm-Comeback nicht gross genug gewesen, so der «Spiegel».

So half dann letztendlich auch die räumliche Nähe, Kontakte zu knüpfen. Die TV-Produktionsfirma der «Goldenen Kamera» ist auf demselben Gelände in Hamburg zu finden wie die Hellgardt-Firma «White Balance». Und nicht der Lierhaus-Haussender ARD konnte die genesene Moderatorin präsentieren, sondern das ZDF und der «Axel-Springer»Verlag.

(phi)