14. April 2005 12:49; Akt: 14.04.2005 23:02 Print

Misstöne nach Misswahlen in der Romandie

Das Westschweizer Fernsehen TSR und die Tageszeitung «Le Matin» wollen nicht mehr mit den Organisatoren der Wahl zur Miss Suisse romande zusammenarbeiten.

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Grund für den Bruch zwischen Organisatoren und Medienpartnern sind Betrugsvorwürfe rund um die Wahl vom letzten Samstag.

«Wir wollen die nächsten Miss-Wahlen nicht ausstrahlen, falls sie wieder durch die Firma Stream Model Management organisiert werden», erklärte TSR-Sprecherin Manon Romerio am Donnerstag. Die Organisatoren hätten auf die Betrugsvorwürfe keine überzeugenden Antworten geben können.

Der Fernsehsender und die Boulevardzeitung hatten am Montag über verschiedene Unregelmässigkeiten beim Wahlprozedere berichtet. So hatte etwa das Fernseh-Publikum eine andere Kandidatin gewählt als die Jury, was in den Vorjahren nie der Fall gewesen sei.

Zudem hätten sich die Jury-Mitglieder im Gegensatz zu den Vorjahren bei beiden Wahlgängen jeweils schnell und einstimmig für die Siegerin Antonella Lama entschieden.

Zu diesen Vorwürfen hatten TSR und «Le Matin» von den Organisatoren Erklärungen verlangt und am Dienstag erhalten. Tommaso Longo von Stream Model Management versicherte, dass die Jury in völliger Unabhängigkeit entschieden habe.

Gleichzeitig räumte er aber auch ein, dass es besser gewesen wäre, wenn er seine Präferenz für die spätere Siegerin nicht hätte durchscheinen lassen.

(sda)