01. April 2005 00:42; Akt: 01.04.2005 09:31 Print

Mister-Schweiz-Finalist legte sich unters Messer

Beauty-Skandal um einen Mister-Schweiz-Kandidaten: Reto Widmer (23) wurde operiert. Der Zürcher Bankangestellte hat sich die Nase und den Kiefer richten lassen.

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Sie enthaaren ihre Bodys, färben sich Haare und Wimpern – kaum ein Mister- Schweiz-Kandidat, der sich nicht bereits verschönert hat. Reto Widmer ging noch einen Schritt weiter: Der Zürcher hat sich vor rund drei Jahren unters Messer gelegt.

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«Der Höcker auf meiner Nase hat mich stets gestört», erklärt der Handball-Profi. Nach einem Sportunfall im August 2001 stand eine Nasenoperation an – dabei liess er den Schönheitsfehler gleich beseitigen. «Im Vordergrund stand zwar meine Gesundheit, aber ich dachte natürlich auch an mein Aussehen.» Ein folgender Kiefereingriff verlieh dem Beau zudem zarte Gesichtszüge.

Darf ein Mister Schweiz überhaupt an sich rumschnipseln lassen? «Für uns ist das nicht relevant», so Urs Brülisauer, Organisator der Mister-Schweiz-Wahl, «wir fragen bei den Bewerbungsgesprächen nicht einmal danach.» Bis anhin waren Schönheits-OPs bei Männern schlicht auch kein Thema. Brülisauer: «Die Entscheidung, ob ein operierter Mann Mister Schweiz werden darf, liegt sowieso bei der Jury.» Und diese ist nicht sehr nachsichtig: Miss-Schweiz-Finalistin 2003 Maria Dolores Diéguez (23) musste gerüchtehalber wegen ihrem Silikon-Busen auf das Krönchen verzichten. Und eine neue Nase dürfte weitaus frappanter sein.

Martina Rissi