Gehackt

21. März 2011 11:10; Akt: 21.03.2011 11:49 Print

Nackte Hollywood-Stars im Multipack

Hollywood verschliesst die Augen: Ein Hackerring soll intime Fotos von über 100 Stars in seinen Besitz gebracht haben. Grosse Hacker-Künste waren dafür kaum erforderlich.

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Das waren noch Zeiten. Eine unschuldige mit ihrem damaligen Freund Zac Efron beim Dreh zu «High School Musical 3» im Jahr 2008. Von dieser süssen Disney-Maus ist inzwischen nicht mehr viel übrig: Vanessa ist erwachsen und unanständig geworden - wie sie im März 2011 mal wieder unter Beweis stellt. Nackt, aber mit Katzen-Blick und Schmollmund hat sich die Schauspielerin offenbar mit ihrer Handy-Kamera abgelichtet. Was wohl ursprünglich als spassige Fotosession begann, darf nun jeder Mensch dieser Welt bewundern, denn ... ... irgendwie scheinen diese Bilder von ihrem Handy ins World Wide Web durchgesickert zu sein. Und hier noch ein Küsschen mit einer ebenso offenherzigen Freundin. Schon 2010 war Hudgnes in verführerischen Posen im Internet zu bewundern: Obwohl die Schauspielerin ... ... nach ihrem letzten Nacktbildskandal hätte wissen müssen, ... ... dass wenn sie jemandem Abzüge ihrer blanken Haut schickt, ... ... diese nicht im kleinen Kreise bleiben. Prompt landeten die Bilder im Netz - und Hudgens ist darauf nicht immer angezogen. Des Rätsels Lösung: Die Bilder entstanden noch vor dem ersten Skandal, sind also quasi alt. So sahen die ersten Nacktbilder aus: Das Fotogeschenk für ihren Freund hätte sündiger nicht sein können. Vanessa Hudgens liess kein kleinstes Textil an sich. Ihr Chef bei Walt Disney hatte wenig Freude am Image-Wandel seines Starlets. Er hätte Vanessa Hudgens wohl lieber noch im Häschen-Kostüm gesehen. Und nun weiss die Welt auch: Vanessa Hudgens hat mehr als nur einen BH. Und noch eine Nahaufnahme: Fertig ist das Familienalbum! Ich weck den Tiger in dir, Honey! Wer hatte wohl am meisten Freude an diesen Pics?

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Sie sind jung, attraktiv und haben keine Ahnung von Computer-Sicherheit. So kann man die prominenten Opfer einer soeben bekannt gewordenen Hacker-Attacke beschreiben. Die auf Hollywood-Promiklatsch spezialisierte Website Thirty Mile Zone präsentiert eine ganze Liste mit Schauspielerinnen, die angeblich gehackt wurden. Demnach drangen Unbekannte in die Computer und Smartphones vieler Promi-Frauen ein und entwendeten «kompromittierendes» Material, sprich Nacktbilder und anzügliche Videos.

Unsichere Sicherheitsfrage

Erst kürzlich waren aufreizende Fotos des Disney-Stars Vanessa Hudgens im Internet aufgetaucht.
Das FBI habe sich über eine Stunde mit der Schauspielerin unterhalten, heisst es. Der Anlass des Gesprächs: Die Bundespolizisten wollten herausfinden, wie die Hacker in den Gmail-Account der Schauspielerin eindringen konnten. Allerdings muss man kein Prophet sein, um die Vorgehensweise zu erahnen. Entweder verwendete die Frau ein einfaches Passwort, das von den Unbekannten erraten wurde. Oder dann wussten die Hacker die Antwort auf eine allzu leichte Sicherheitsfrage.

Neben Vanessa Hudgens sollen Natalie Portman, Ali Larter, Scarlett Johansson, Miley Cyrus, Scarlett Johansson, Jessica Alba, Christina Aguilera, Ali Larter und Demi Lovato unter den Bestohlenen sein. Männliche Stars seien dagegen nicht betroffen.

Einfaches Vorgehen

Das Vorgehen der Hacker ist immer das Gleiche: Zunächst machen sie die E-Mail-Adresse des Opfers ausfindig. Dann geben sie auf der Webmail-Seite des Anbieters vor, das Passwort vergessen zu haben. Um sich Zugang zum fremden Konto zu verschaffen, müssen sie nur noch eine Sicherheitsfrage beantworten.

Das funktioniert natürlich nur, wenn diese Funktion aktiviert ist. Oft kann die Antwort auf die Sicherheitsfrage bereits durch eine einfache Internet-Suche in Erfahrung gebracht werden. Denkbar ist auch Social Engineering - also das Aushorchen von Freunden oder Verwandten oder das Vortäuschen einer falschen Identität am Telefon, um an die gewünschten Informationen zu gelangen.

Recherchen von 20 Minuten Online zeigen, dass nicht nur Hollywood-Promis einen gefährlich leichtsinnigen Umgang mit der Mail-Sicherheit pflegen. Auch in der Schweiz gibt es zahlreiche Prominente und Politiker, die ein Gmail-Konto oder ein vergleichbares Webmail-Konto haben und es nicht ausreichend schützen.

Illegales Eindringen

Auch wenn mit Nacktbildern von Prominenten wie Scarlett Johansson im Internet sehr viel Geld zu verdienen wäre: Die Motivation der Hacker sei nicht in erster Linie das Geld gewesen, heisst es. Sie hätten vielmehr eine besondere Herausforderung gesucht. Weiter heisst es aus den angeblich gut unterrichteten Kreisen, dass alle Attacken bis zu einem Mann zurückverfolgt werden konnten. Er soll als Anführer des Hacker-Rings alle Angriffe koordiniert haben.

Es ist dies bei weitem nicht das erste Mal, dass Hacker in die Mailkonten von Berühmtheiten eindringen konnten. Zu den prominenten Opfern gehört beispielsweise die konservative US-Politikerin Sarah Palin. Auch ihr war eine allzu leichte Sicherheitsfrage, die den Zugriff aufs Konto ermöglichte, zum Verhängnis geworden.

(dsc)