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11. Februar 2011 18:40; Akt: 12.02.2011 12:16 Print

Ober-Tucke trifft ziemlich krassen Honigdachs

Ein klarer Fall von «Casual Friday»: Wir dürfen Ihnen den bizarren Tierfilm-Kommentator Randall vorstellen, der Bewunderung wie Ekel ob des tierischen Treibens schrill ausdrückt.

Randall's Animals!!! Der Honigdachs. Quelle: YouTube
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Willkommen bei «Randall’s Animals!!!». Randall ist ein Tierfilm-Kommentator und augen- oder vielmehr ohrenscheinlich schwul. Eine ganze Reihe Wesen aus dem «Königreich aller Tiere» hat er schon besprochen – zuletzt war es der Honigdachs.

«Das ist der Honigdachs. Sieh, wie er in Slow Motion läuft. Er ist ein ziemlich krasser Typ. Schau, er läuft überall herum. 'Wow, pass auf', sagt dieser Vogel. Oh, es hat eine Schlange! Oh, er jagt einen Schakal! Oh meine Güte», faselt er über die Aufnahmen aus Dokumentationsfilmen. Und das recht tuntig: «Ewww, was ist das in seinem Mund? Ewww, das ist eklig!» Sie werden es lieben, oder sie werden es hassen.

Hinter «czg123» steckt ein amerikanischer Komödiant und Blogger namens Christopher Gordon, der neben besagtem Dachs auch kommentiert, wenn Vampir-Fledermäuse eine «arme Sau» ansaugen: «Wach auf, Schwein! Wach auf! Ewww, es beisst seine Nippel!»


Randall's Animals!!! Die Vampir-Fledermaus. Quelle: YouTube

Andere seiner Filme drehen sich um Basilisken («Wenn der Basilisk Gefahr spürt, läuft er schnell über das Wasser. Jesus Christus ist zurück. Als Eidechse!»), Ochsenfrösche («Sie essen verrückten Scheiss»), Zebras («Schau diese Zebras an. Sie sind so durstig! Wer ist ein glückliches Zebra?»), Löwen («Die vielleicht süsseste Katze im Königreich aller Tiere») Flamingo und Paviane («Die Paviane sind scheisse verwirrt. Was passiert hier, sagen sie. Die verfluchten Flamingos sind überall!»).


Randall's Animals!!! Der Basilisk. Quelle: YouTube


Randall's Animals!!! Der Ochsenfrosch. Quelle: YouTube


Randall's Animals!!! Das Zebra. Quelle: YouTube


Randall's Animals!!! Der Löwe. Quelle: YouTube


Randall's Animals!!! Flamingos und Paviane. Quelle: YouTube

Eine tuckigere Tier-Dokumentation gab es bisher wohl noch nicht. Bleibt die Frage, woher das Wort «Tucke» eigentlich kommt. Eine schlampige Freitagnachmittag-Recherche konnte diesbezüglich nur halbwegs befriedigende Antworten liefern. Das Lexikon der deutschen Website «Ruhrgebietssprache» vermutet dahinter eine abfällige Umschreibung für eine Frau und bietet folgenden Beispielsatz an: «De olle Tucke mit ihre Pömms wollt sich nimma auf unser Sofa setzen, weil da ihr Kleid en Stich kriegen könnt.»

Weil der Onkel Wikipedia aber immer meinte, «Tucke» sei ein synonym für «Tunte» und somit vielmehr ein abfälliges Wort für Schwule, wird das Wortschatz-Portal der Universität Leipzig angesteuert, wo der geneigte Leser Folgendes erfährt: «Da zucke die Tucke» ist der offizielle Karnevalsschlachtruf der schwul-lesbischen Regenbogensitzung in Frankfurt. Das Wörterbuch der Website «Sprachnudel» bietet als Synonyme für «Tucke» die Worte «Hecke», «Inge», «Schlitzhenne» und «Thekenschlampe» an. Damit reicht es an oberflächlicher etymologischer Arbeit. Ihnen ein schönes Wochenende!

(phi)