Messfehler

18. März 2011 18:07; Akt: 18.03.2011 18:19 Print

Olli Kahn offenbar doch kein Raser

Wegen eines noch nie vorgekommenen «Sonderfalls» wird Ex-Bayern-Goalie Oliver Kahn nicht gebüsst - obwohl er mit 163 km/h statt der erlaubten 80 km/h geblitzt wurde.

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Oliver Kahn ist einem Medienbericht zufolge vom Amtsgericht Traunstein vom Vorwurf der Raserei freigesprochen worden. Das Gericht begründete sein Urteil mit Zweifeln an der Richtigkeit der Geschwindigkeitsmessung, wie die «Passauer Neue Presse» am Freitag berichtete. Kahn stand vor Gericht, weil er mit seinem Wagen auf der Autobahn 163 statt der erlaubten 80 Kilometer pro Stunde gefahren sein soll.

Dabei war er im Oktober 2009 auf der A8 in Richtung München von der Verkehrspolizei geblitzt worden. Die «PNP» zitierte Richter Rainer Vietze mit den Worten, dass Kahns Wagen noch nicht über der Messlinie gewesen sei, als ein «vorauseilender Lichtreflex» bereits die Messung gestartet habe. Der messtechnische Sachverständige Jochen Buck soll von einem ihm noch nie vorgekommenen «Sonderfall» gesprochen haben. Die Messung habe begonnen, als das Fahrzeug noch 1,5 Meter von der entsprechenden Linie entfernt war. Laut «PNP» sagte Buck, die Messung könne richtig gewesen sein «oder auch nicht».

Die Staatsanwaltschaft hatte 600 Euro Bussgeld und ein dreimonatiges Fahrverbot für Kahn gefordert.

(ap)