35'000-Franken-Tasche

08. August 2013 19:51; Akt: 09.08.2013 10:41 Print

Oprah in Zürcher Luxus-Laden nicht bedient

US-Talk-Show-Legende Oprah Winfrey erhebt schwere Vorwürfe. Eine Verkäuferin einer Zürcher Luxus-Boutique wollte ihr eine Tasche nicht verkaufen, weil diese für Winfrey «zu teuer» sei.

Oprah Winfrey erklärt gegenüber Larry King ihren «Racist Moment» in Zürich (ab 2:00).
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Vor knapp drei Wochen heiratete in Küsnacht am Zürichsee die Rock-Sängerin Tina Turner mit prominentem Gästeaufgebot. Darunter war auch die bekannte US-Talkshow-Masterin Oprah Winfrey - eine der reichsten Frauen der Welt. Diese kam in Zürich im noblen Dolder-Hotel unter und beschloss, an einem unbestimmten Tag shoppen zu gehen. So liest man auf Tages-Anzeiger.ch.

In einem «bekannten Markenladen» erblickte sie das Objekt der Begierde: Eine schwarze Tasche, «wahrscheinlich aus Eidechsen- oder Alligatorenleder», so Winfrey in einem Interview bei Larry King. Sie zeigte auf die Tasche und sagte zur Verkäuferin, dass sie diese gerne hätte. Die Verkäuferin antwortete daraufhin anscheinend: «Nein, die ist zu teuer. Die können Sie sich nicht leisten.»

Pretty Woman

Daraufhin zeigte die Verkäuferin ihr eine andere und erklärte deren Vorzüge, doch sie sagte Winfrey nicht zu; sie beharrte darauf, dass sie gerne jene auf dem Regal sehen wolle. Doch nichts half und sie musste unverrichteter Dinge das Geschäft wieder verlassen.

Die Idee, eine «Pretty-Woman-Aktion» durchzuziehen, sprich zurückzukehren und einfach alles zu kaufen, verwarf Winfrey allerdings: «Die Verkäuferin hätte wohl eine Provision eingestrichen.»

Wie «Blick» schreibt, soll die begehrte Tasche 35'000 Franken kosten. Trudie Götz, Inhaberin der Edelboutique, hat sich inzwischen für ihre Verkäuferin entschuldigt. «Es war ein Missverständnis zwischen ihr und Oprah», wird Götz im «Blick» zitiert. Götz war ebenfalls Gast an der Tina-Turner-Hochzeit.

Internationale Kritik

Der Fall schlägt derweil auch international hohe Wellen. Zeitungen aus aller Welt berichten über die Geschichte. Die englischen Seiten BBC News und The Telegraph titeln: «Oprah Winfrey wurde Opfer von Rassismus in der Schweiz.» Kritischer schreibt die indische Zeitung dna: «Oprah Winfrey erlebt hässlichen Rassismus-Vorfall in der Schweiz.»

Ist Ihnen auch schon Ähnliches wie Oprah Winfrey in der Schweiz passiert? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen auf feedback@20minuten.ch


Der Pretty-Woman-Moment wie er entstand und ...


... wie er ausging.

(pwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. Bob am 10.08.2013 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    oPRah

    Die meisten sind nun auf die PR-Aktion der Madame Winfrey hereingefallen, und gut ist's. Echt bedenklich diese nieveaulosen Kommentare punkto Schweiz oder Zürich ist rassistisch. Und heute dürfen natürlich auch nur Zürcher mit CH-Pass an der Street Parade teilnehmen.

  • Wally Facer am 11.08.2013 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Megalomanie mit schwarzer Karte

    Die Oprah muss ja eine schöne Megalomanie (auch GW beziehungsweise Grössenwahn) haben, wenn sie meint, hier in der Schweiz müsste sie auch jeder kennen! Tatsache ist, dass andere grosse und kleine Stars gerade deswegen unser Land schätzen, weil sie hier noch unerkannt ein anonymes Privatleben geniessen können (wenn sie das wollen). Auch ihre schwarze Karte hätte ihr wahrscheinlich nicht viel genützt, man kennt das bei uns ja sozusagen nicht! PS : Auch ich habe eine schwarze Karte, es steht sogar noch SUPER-Card darauf! Ha,Ha!...

  • Aufmerksamer Leser am 10.08.2013 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht übertreiben......

    Die USA steht in der Kritik schon länger, nun hat man ein super fressen gefunden.... Jedoch gibt es auch andere Leute bei denen solche Sachen passieren, auch bei ganz normalen Menschen, doch die bekommen keine Entschuldigung. Ich finde Oprah übertreibt mit dieser Geschichte, denn wäre Sie eine Frau von Welt würde Sie mit der Situation ganz relaxt und besser umgehen. Es gibt genug andere Themen mit denen man sich auseinander setzten sollte.....z.B. Verbrechen, Krieg, Sekten und so weiter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wally Facer am 11.08.2013 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Megalomanie mit schwarzer Karte

    Die Oprah muss ja eine schöne Megalomanie (auch GW beziehungsweise Grössenwahn) haben, wenn sie meint, hier in der Schweiz müsste sie auch jeder kennen! Tatsache ist, dass andere grosse und kleine Stars gerade deswegen unser Land schätzen, weil sie hier noch unerkannt ein anonymes Privatleben geniessen können (wenn sie das wollen). Auch ihre schwarze Karte hätte ihr wahrscheinlich nicht viel genützt, man kennt das bei uns ja sozusagen nicht! PS : Auch ich habe eine schwarze Karte, es steht sogar noch SUPER-Card darauf! Ha,Ha!...

  • Morgan Schwab am 10.08.2013 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    @Donz

    @Donz : Im Speisewagen sitzt auch mal jemand mit geistiger Behinderung. Nur : Auch diese haben Geld. Und auch diese kaufen sich etwas zu trinken. Da wäre so eine Feststellung wie : Das können Sie sich nicht leisten, absolut daneben. Genauso daneben, wie den Begleiter fragen : Was will die Dame denn trinken ? Menschen mit Behinderung möchten selber entscheiden, was sie haben möchten. Und : In der Regel können sie auch sehr gut einschätzen, was für sie geht oder eben nicht geht. Es gibt viele Websites, in denen Behinderte über sich selbst, ihre Gedanken oder ihre Wünsche schreiben.

  • Morgan Schwab am 10.08.2013 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Körp.Behinderung=geistige Behinderung?

    @ich : Ich bin körperlich behindert, aber nicht geistig behindert. Trotzdem : Viele Leute mit geistiger Behinderung sind genauso empört. Denn sie wollen etwas bestellen, also ein Café, und wenn man den Begleiter fragt, so ist das sehr unhöflich. Körperliche Behinderung bedeutet nicht per se automatisch, dass die betreffende Person auch geistig behindert ist. Wenn einer langsam spricht, oder Mühe mit Worte finden hat, so heisst das nicht, dass der Betroffene geistig behindert ist. Im Kopf geht alles sehr schnell, aber der Körper tut nicht so, wie der Betroffene will.

  • Johannes Pullus am 10.08.2013 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Trost

    Zum Trost gibt es einen Gratiseintritt in die Badi Bremgarten und dann ist aber mal gut.

  • Souichi Sugano am 10.08.2013 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst in Deutschland erfahren...

    In Deutschland wurde ich ebenfalls schon entsprechend diskriminierent behandelt, da ich mit meinem Schweizer Dialekt offenbar unwillkommen war. Ich hatte da auch folglich kein Einkauf getaetigt. Sogar mal in Karlsruhe am DB Schalter, wo die Situation eskaliert war, als die Mitarbeiterin offen diskriminiertend wurde, und mich wie ein stueck dreck behandelte. Leider gibt es dies ueberall, und solche Leute sollten fristlos Entlassen werden, ich habe fuer diese kein Respekt mehr...