Gemeinsam am Südpol

26. August 2019 15:34; Akt: 26.08.2019 15:34 Print

Harrys Expeditions-Freund stirbt mit 37 Jahren

Mit Jules Roberts legte Prinz Harry 2013 mehr als 260 Kilometer zum Südpol zurück. Nun ist sein Kamerad mit nur 37 Jahren gestorben.

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Der Tod seines Freundes Jules Roberts dürfte Prinz Harry hart treffen. Die Männer hatten eine enge Verbindung und erlebten zusammen ein grosses Abenteuer. 2013 half Roberts dem Royal bei dessen Vorbereitungen auf einen Charity-Lauf zum Südpol. Mit der Aktion wurde Geld für die Organisation Walking With the Wounded gesammelt, die sich um Kriegsheimkehrer und deren Familien kümmert. Am 1. Dezember 2013 starteten Prinz Harry und Jules Roberts zusammen mit drei Teams von Kriegsversehrten zu dem Marsch. «Wir wussten von Anfang an, dass es nicht einfach wird. Aber das ist es, was die Herausforderung so aufregend macht», sagte Expeditionsleiter Ed Parker damals. Die eigentlich als Wettlauf gedachte Operation musste wegen der Wetterbedingungen verändert werden. Die Teams liefen schliesslich gemeinsam. Einen Teil der Strecke wurden die Teilnehmer wegen des schwierigen Untergrundes gefahren. Die Expedition war von Anfang an von ungünstigem Wetter beeinflusst. Die Teilnehmer sassen schon vor dem Start mehrere Tage im sommerlichen Kapstadt fest, weil sie wetterbedingt keine Landeerlaubnis für die Antarktis bekommen hatten. Endlich angekommen, konnten sie wegen Stürmen nicht die erhofften Akklimatisierungsmärsche unternehmen. Schliesslich machte der schwierige, auf Ski kaum zu bewältigende Untergrund und die Müdigkeit den Marschierenden zu schaffen. Während der Tour herrschten teils Temperaturen von minus 45 Grad Celsius. Am 13. Dezember erreichte Harry dann aber doch zusammen mit drei Teams von in Kriegen schwer verwundeten Soldaten und Ex-Soldaten aus Grossbritannien, den USA sowie einer kanadisch-australischen Mannschaft den geografischen Südpol. Dem Prinzen wuchs auf der fast zweiwöchigen Expedition ein Vollbart. Dem Team war die Erleichterung nach dem Lauf deutlich ins Gesicht geschrieben. Nach dem plötzlichen Tod seines Freundes Jules dürfte Harry dieses Abenteuer wohl jetzt noch mehr in Erinnerung behalten.

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Es ist ein schmerzlicher Verlust für Prinz Harry: Der 34-Jährige trauert um seinen guten Freund Jules Roberts, der am 5. August tot aufgefunden wurde.

Der Sportler und Geschäftsführer der Wohltätigkeitsorganisation Sharegift, der sein Büro in der Nähe des Buckingham-Palastes hatte, soll sich laut dem «Mirror» mit 37 Jahren das Leben genommen haben.

Für Harry sei die Nachricht ein echter Schock gewesen, wie eine Quelle der britischen Zeitung verriet. Der Tod seines Freundes habe den Prinzen «sehr erschüttert».

Mit Jules lief Harry bis zum Südpol

Die beiden Männer lernten sich bei den Vorbereitungen zu Harrys Charity-Lauf zum Südpol kennen. Um Spenden für die Organisation Walking With the Wounded zu sammeln, legten der Herzog von Sussex und Roberts im Dezember 2013 insgesamt mehr als 260 Kilometer bei bis zu minus 45 Grad auf dem Eis zurück. Der Sportler bereitete den Royal schon im Vorfeld auf das Abenteuer im ewigen Eis vor.

Wie ein Insider gegenüber dem «Mirror» erzählte, hätten sie sehr viel Respekt füreinander empfunden, «sie haben sich vom ersten Moment an bestens verstanden».

Der Sportler unterstützte die königliche Stiftung

Auch nach der Südpol-Expedition blieben die beiden stets in Kontakt. Jules Roberts unterstützte die Wohltätigkeitsorganisation Heads Together, die Harry mit seinem Bruder Prinz William (37) und dessen Ehefrau, Herzogin Kate (37), gegründet hatte.

Besonders bitter: Die Stiftung setzt sich für die psychische Gesundheit ein, um unter anderem Suizide zu verhindern.

Harry schickte Blumen

An der Trauerfeier konnte Harry laut britischen Medien jedoch nicht teilnehmen. Mit seiner Ehefrau Meghan (38) weilte er zu diesem Zeitpunkt gerade in den Ferien.

Dennoch schickte das Mitglied der britischen Königsfamilie Roberts Frau Francesca und dessen zweijähriger Tochter Blumen und eine persönliche Beileidsbekundung.

(kao)