Nach Rücktritt

24. November 2019 17:34; Akt: 24.11.2019 17:34 Print

Queen streicht Andrews Geburtstagsparty

Nächstes Jahr wird Prinz Andrew 60 Jahre alt. Der grosse Geburtstag wird nach den jüngsten Skandalen im kleinen Kreis gefeiert.

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Prinz William soll gemäss «Sunday Times» beim Rücktritt von Prinz Andrew eine tragende Rolle gespielt haben. Er habe die Queen und seinen Vater Prinz Charles dazu gedrängt, dass Andrew sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen solle. Das ist das erste Bild nach seinem Rücktritt: Prinz Andrew winkt den Paparazzi, als er am Donnerstag in seinem Auto zum Buckingham-Palast fährt. Diesen muss er gemäss Medienberichten jetzt verlassen. Er galt als ihr Lieblingssohn, das dürfte nun vorbei sein: «Die Königin ist persönlich sehr enttäuscht von Prinz Andrew», sagt eine Royal-Quelle. Nur Minuten nach der offiziellen Meldung von Prinz Andrew, dass er von sämtlichen königlichen Ämtern zurücktrete, zeigte sich die Queen bei einem Anlass in London – vordergründig gut gelaunt. Sie übergab dem Naturfilmer David Attenborough den Chatham House Prize. Dabei macht sich die britische Königsfamilie grosse Sorgen um ihr Oberhaupt. Queen Elizabeth sage allen, dass es ihr gut gehe, «weil sie das immer so macht», sagte ein Royal-Insider schon Anfang Woche. Das ereignisreiche Jahr hinterlasse Spuren. «Sie ist 93, und es ist offensichtlich, dass das Ganze seinen Tribut fordert.» 2019 soll der Monarchin zugesetzt haben. Britische Medien bezeichnen es als «Annus horribilis 2» – das zweite Schreckensjahr der Queen, nach 1992. Auf den nachfolgenden Bildern rollen wir ihr Jahr von hinten auf. Prinz Andrew nimmt erstmals Stellung zu anhaltenden Missbrauchsvorwürfen und seiner Freundschaft zum verstorbenen Sexualstraftäter und Milliardär Jeffrey Epstein. Er weist sämtliche Anschuldigungen von sich. Ein Beweisfoto, das ihn mit seinem damals 17-jährigen mutmasslichen Missbrauchsopfer zeigt, bezeichnet Prinz Andrew als Fake. Kommentatoren bezeichneten den Fernsehauftritt als «katastrophal». Wenige Tage später gibt er seinen Rücktritt von sämtlichen royalen Ämtern bekannt. Herzogin Meghan und Prinz Harry brechen mit der royalen Weihnachtstradition und sagen ihre Teilnahme an der alljährlichen Feier bei Queen Elizabeth auf Schloss Sandringham ab. Stattdessen will das Paar mit seinem Baby Archie in den USA bei Meghans Mutter Doria Ragland feiern. Dabei sei es für Elizabeth so wichtig wie nie zuvor, dass die ganze Familie an Weihnachten zusammenkomme, sagt ein Royal-Insider. Prinz Harry gibt zu, dass es zwischen ihm und seinem grossen Bruder William kriselt. «Wir befinden uns momentan sicherlich auf getrennten Wegen», sagt er in einer TV-Doku. Es wird publik, dass Elizabeths Lieblingsenkelin Zara Tindall rund 100'000 Franken von einem chinesischen Geschäftsmann kassiert hat. Sie hat ihn im Gegenzug mit ihrem Pferdesport-Wissen und mit Kontakten versorgt. Die Bevölkerung reagiert empört. Das Jahr startet mit einer Hiobsbotschaft. Elizabeths Gatte Philip verunfallt mit seinem Auto. Philips Landrover kippt zur Seite, die Windschutzscheibe zersplittert. Der Royal hat Glück im Unglück: Er ist wohlauf, die Mutter im anderen Auto muss mit leichten Verletzungen ins Spital, ihr neun Monate altes Baby bleibt unverletzt. Zwei Tage später wird der 98-Jährige erneut beim Autofahren fotografiert – unangeschnallt. Auf öffentlichen Druck hin gibt er seinen Führerschein ab.

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Neue Details zum Rücktritt von Prinz Andrew (59): Wie die britische «Sunday Times» berichtet, hätte Andrews Neffe, Prinz William (37) eine wichtige Rolle gespielt im Prozess, der letztlich vergangenen Mittwoch zur Absetzung geführt hatte.

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Prinz William sei «kein grosser Fan» von seinem Onkel. Und er hätte der Queen (93) und seinem Vater Prinz Charles (71) nahe gelegt, dass es «das Richtige» sei, wenn Andrew sich aus der Öffentlichkeit zurückziehe. William habe bei wichtigen Entscheidungen immer mehr Einfluss, heisst es in der «Sunday Times» weiter.

Geburtstagsfeier im kleinen Rahmen

Im gleichen Zug wurde bekannt, dass zu Ehren von Prinz Andrews 60. Geburtstag im kommenden Februar keine öffentliche Feier geben wird. Die Queen hätte beschlossen, den runden Geburtstag ihres zweitältesten Sohnes nur im kleinen, familiären Rahmen zu feiern.

Nach seinem umstrittenen Fernsehinterview vor einer Woche zu den gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfen in der Epstein-Affäre legte Andrew am vergangenen Mittwoch seine öffentlichen Ämter als Mitglied des britischen Königshauses nieder. Queen Elizabeth hatte das BBC-Interview nicht abgesegnet, schreibt «Sunday Times».

Am Freitag musste er zudem sein Büro im Buckingham-Palast räumen. Mehrere Unternehmen hatten angekündigt, ihre finanzielle Unterstützung für die vom Prinzen geleiteten Wirtschaftsinitiativen einzustellen

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom Saywer am 24.11.2019 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na, sowas!

    Hat doch glatt es Mammi dem kleinen Andi seinen Kindergeburtstag vermiest.

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  • Kurti am 24.11.2019 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Andrews

    Das ist richtig so ! Royel hin o her! Ich denke es hat noch mehr solche Skandale, die arme Qeen.

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  • VieVie am 24.11.2019 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Schwierig zu beurteilen

    Aber vielleicht ist es besser so, das er sich zurückzieht. Und so den Medien nicht noch mehr Munition zu geben, für irgendwelche Spekulationen und schlamschlachten

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Éclipse Duchesse d'Égisheim am 24.11.2019 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prinz frei von Schuld

    Also wenigstens eine Geburtstagsfeier soll man ihm ausrichten! Er hat überhaupt niemandem was getan! Auch für Prinz Andrew gilt die Unschuldsvermutung!! Also bitte!

  • moreno am 24.11.2019 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    predigen gerne

    Ich würde keinen vermissen ..

  • Peter am 24.11.2019 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    Beweise?

    Ach herjeh, hier passiert wieder das Gleiche wie schon bei einigen früheren Beschuldigten, es gibt keine Beweise oder eine rechtliche Verurteilung, nur Vorwürfe und vorwerfen kann jeder irgendjemandem etwas. Aber viele Menschen stimmen in den Chor ein und eine Person wird im Voraus demontiert und seine Karriere ruiniert, möglicherweise fälschlicherweise und das wird einfach so in Kauf genommen. Ist nicht richtig und in einem Rechtsstaat nicht akzeptabel.

  • Milan.S am 24.11.2019 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeff News

    Wieso wird in jeder Zeitung die von Epstein berichtet nur noch als Multi-Millionär betitelt? Er ist ja Milliardär.

  • anni am 24.11.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Timing ist alles

    Bin ja gespannt, welche der weiblichen Royalen Damen bald eine Schwangerschaft verkündet, um die Stimmung wieder auf etwas positives zu lenken!