Emotionales Geständnis

10. Mai 2019 20:58; Akt: 10.05.2019 20:58 Print

Dianas Tod war für Harry «Verlust von Sicherheit»

Während seines Besuches in Den Haag am Donnerstag sprach Prinz Harry über das Ableben seiner Mutter – und was es mit ihm als Neuvater macht.

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Am Montag wurden Herzogin Meghan und Prinz Harry erstmals Eltern. Ihr Sohn Archie Harrison erblickte um 5.26 Uhr das Licht der Welt. Zwei Tage später zeigten sie ihr Kind auch erstmals der Öffentlichkeit. Ruhe und Zeit mit seinem Nachwuchs gönnt sich Papa Harry ... ... aber nicht. Bereits am Donnerstag reiste er für einen Tag in die Niederlande, wo er den Countdown der Invictus Games, die 2020 in Den Haag stattfinden, einläutet. Dort traf er unter anderem auf Prinzessin Margriet, die Tante von König Willem-Alexander (52), und schaute ... ... sich ein Training von britischen Rollstuhl-Basketballern an. Dem Prinzen liegen die Invictus Games, eine paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, sehr am Herzen. Erstmals ausgetragen wurden sie 2014 im Queen Elizabeth Olympic Park in London. Bei seinem Besuch in Den Haag bekam der frischgebackene Vater von Prinzessin Margriet, der Ehrenvorsitzenden der Spiele, auch ein Geschenk überreicht: einen Baby-Strampler mit der Aufschrift Invictus Games für seinen Sohn Archie. Süss. Scheint, als hätte Harry aber auch gern einen Strampler für sich gehabt. Allerdings zeigte er auf eine andere Weise, wie stolz er auf seine neue Rolle als Vater ist. Auf seiner Jacke war nämlich unter dem offiziellen Logo der Sportveranstaltung das Wort «Daddy» gestickt oder aufgedruckt. Seinem guten Freund Freund JJ Chalmers soll Harry laut «Hello» erzählt haben, was Archie an seinem ersten Tag gemacht hat: «Er sagte, dass Archie die ersten 24 Stunden durchgeschlafen habe, wie alle Babys das tun. Und dann sei er aufgewacht.» Sobald der Prinz von seinem Sohn rede, strahle er übers ganze Gesicht. Auch von seiner Frau, Herzogin Meghan, schwärmte er: «Harry ist unglaublich stolz auf seine Frau und darauf, was sie während seiner Abwesenheit leiste.» Typisch für die Niederlande: Harry liess es sich während seines Termins nicht nehmen, mit einem typischen Holland-Velo durch die Strassen von Den Haag zu fahren. Bereits am Abend reiste der Queen-Enkel zurück nach Windsor. Am Mittwoch verrieten Harry und Meghan offiziell, wie ihr kleiner Sohn heisst: Archie Harrison Mountbatten-Windsor. Der Vorname bedeutet «wahr und tapfer» und könnte ein Tribut an Harrys verstorbene Mutter Diana sein. Einer ihrer Vorfahren hiess laut der «Sun» Archiebald Campbell (1629–1685) und war der neunte Graf von Argyll. Harrison steht im Englischen treffend für «Sohn von Harry». Der Nachname Mountbatten-Windsor ist der persönliche Familienname der Nachkommen von Queen Elizabeth und ihrem Mann Philip.

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Drei Tage nach der Geburt seines Sohnes Archie rief Prinz Harry wieder die Pflicht. Der 34-Jährige reiste am Donnerstag in die Niederlande, wo er den Jahres-Countdown der Invictus Games einläutete, die 2020 in Den Haag stattfinden.

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Während seines Besuches war der frischgebackene Vater auch in Plauderlaune. Laut dem «Standard» sprach der Queen-Enkel nämlich mit dem ehemaligen Soldaten Dennis van der Stroon (31) ganz stolz über seinen Nachwuchs.

Nachdenkliche Momente in Holland

Prinz Harry sei «erstaunt über die Wunder dieser Welt und darüber, dass sein Kind so viele Menschen glücklich gemacht» habe, verrät der Athlet. «Er erzählte mir, dass Archie nun der neue Fokus und das neue Ziel in seinem Leben sei und dass er froh sei, dass sein Sohn bisher noch sehr ruhig sei.»

In der Unterhaltung mit van der Stroon hatte Harry auch emotionale Momente – und sprach offen über den Tod von Prinzessin Diana. «Harry sagte, dass der Verlust der eigenen Mutter sich wie der Verlust von Sicherheit anfühle. Eine Sicherheit, die man als Sohn wirklich brauche, die einem aber entrissen werde, wenn man die Mutter verliere», erinnert sich der Ex-Soldat.

Die Geschichten von Menschen helfen Prinz Harry

Daraufhin habe der Athlet, der von 2006 bis 2011 in der niederländischen Armee gedient hat, Harry von seiner Mutter erzählt und wie es für ihn gewesen sei, sie zu verlieren.

«Er sagt, dass er viele Menschen durch seine Arbeit treffe, die ihre Mutter, ihren Vater, ihre Schwester, ihren Bruder oder andere Verwandte verloren hätten. Wenn er ihre Geschichten höre, so wie meine, fühle er sich nicht mehr so allein», berichtet Dennis van der Stroon weiter.

Wie Archie Harrison seine ersten 24 Stunden auf dieser Welt verbracht hat, erfährst du in der Bildstrecke.

(kao)