Wie gehts weiter?

21. November 2019 16:33; Akt: 21.11.2019 16:54 Print

«Entsetzte» Queen zwang Andrew zum Rücktritt

Prinz Andrew hat im Zuge des Epstein-Skandals alle königlichen Ämter niedergelegt. Jetzt verraten royale Quellen pikante Details und News zu seinem Rücktritt.

Bildstrecke im Grossformat »
Erstes Bild nach seinem Rücktritt: Prinz Andrew winkt den Paparazzi, als er am Donnerstag in seinem Auto zum Buckingham-Palast fährt. Er galt als ihr Lieblingssohn, das dürfte nun vorbei sein: «Die Königin ist persönlich sehr enttäuscht von Prinz Andrew», sagt eine Royal-Quelle. Nur Minuten nach der offiziellen Meldung von Prinz Andrew, dass er von sämtlichen königlichen Ämtern zurücktrete, zeigte sich die Queen bei einem Anlass in London – überaus gut gelaunt. Sie übergab dem Naturfilmer David Attenborough den Chatham House Prize. Dabei macht sich die britische Königsfamilie grosse Sorgen um ihr Oberhaupt. Queen Elizabeth sage allen, dass es ihr gut gehe, «weil sie das immer so macht», sagte ein Royal-Insider schon Anfang Woche. Das ereignisreiche Jahr hinterlasse Spuren. «Sie ist 93, und es ist offensichtlich, dass das Ganze seinen Tribut fordert.» 2019 soll der Monarchin zugesetzt haben. Britische Medien bezeichnen es als «Annus horribilis 2» – das zweite Schreckensjahr der Queen, nach 1992. Auf den nachfolgenden Bildern rollen wir ihr Jahr von hinten auf. Prinz Andrew nimmt erstmals Stellung zu anhaltenden Missbrauchsvorwürfen und seiner Freundschaft zum verstorbenen Sexualstraftäter und Milliardär Jeffrey Epstein. Er weist sämtliche Anschuldigungen von sich. Ein Beweisfoto, das ihn mit seinem damals 17-jährigen mutmasslichen Missbrauchsopfer zeigt, bezeichnet Prinz Andrew als Fake. Kommentatoren bezeichneten den Fernsehauftritt als «katastrophal». Wenige Tage später gibt er seinen Rücktritt von sämtlichen royalen Ämtern bekannt. Herzogin Meghan und Prinz Harry brechen mit der royalen Weihnachtstradition und sagen ihre Teilnahme an der alljährlichen Feier bei Queen Elizabeth auf Schloss Sandringham ab. Stattdessen will das Paar mit seinem Baby Archie in den USA bei Meghans Mutter Doria Ragland feiern. Dabei sei es für Elizabeth so wichtig wie nie zuvor, dass die ganze Familie an Weihnachten zusammenkomme, sagt ein Royal-Insider. Prinz Harry gibt zu, dass es zwischen ihm und seinem grossen Bruder William kriselt. «Wir befinden uns momentan sicherlich auf getrennten Wegen», sagt er in einer TV-Doku. Es wird publik, dass Elizabeths Lieblingsenkelin Zara Tindall rund 100'000 Franken von einem chinesischen Geschäftsmann kassiert hat. Sie hat ihn im Gegenzug mit ihrem Pferdesport-Wissen und mit Kontakten versorgt. Die Bevölkerung reagiert empört. Das Jahr startet mit einer Hiobsbotschaft. Elizabeths Gatte Philip verunfallt mit seinem Auto. Philips Landrover kippt zur Seite, die Windschutzscheibe zersplittert. Der Royal hat Glück im Unglück: Er ist wohlauf, die Mutter im anderen Auto muss mit leichten Verletzungen ins Spital, ihr neun Monate altes Baby bleibt unverletzt. Zwei Tage später wird der 98-Jährige erneut beim Autofahren fotografiert – unangeschnallt. Auf öffentlichen Druck hin gibt er seinen Führerschein ab.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sie ist Meisterin darin, die Fassung zu bewahren. Das bewies Queen Elizabeth (93) auch gestern eindrücklich: Betont gelassen, fast schon gut gelaunt zeigte sie sich bei einem Event in London – wenige Minuten nach der Rücktrittsmeldung ihres Sohnes Prinz Andrew (59).

Umfrage
Bist du Fan von Queen Elizabeth?

Dabei dürfte es in ihr gebrodelt haben. Englische Palast-Insider verraten jetzt Details zur Amtsniederlegung von Andrew. Wir fassen die wichtigsten Informationen und News zusammen:

Die Queen zwang Andrew zum Rücktritt

Er habe «Ihre Majestät gebeten, auf absehbare Zeit von öffentlichen Aufgaben zurücktreten zu dürfen», erklärte Prinz Andrew am Mittwoch. Das ist die offizielle Version.

In Wahrheit soll die Queen ihrem Sohn den Rücktritt befohlen haben. «Die Königin hat den Prinzen zum Buckhingham Palace zitiert, um ihm ihre Entscheidung mitzuteilen», sagt ein Freund von Andrew gegenüber «The Sun». «Es war für beide ein niederschmetternder Moment. Sein Ruf ist in Trümmern.»

Die Monarchin ist entsetzt

Auch wenn sie sich nichts anmerken lässt: «Die Königin ist persönlich sehr enttäuscht von Prinz Andrew», sagt eine weitere Royal-Quelle zur Zeitung. Ihr ganzes Leben habe sie damit verbracht, die Monarchie zu schützen, und in nur einer Woche drohten die Aktionen ihres Sohnes, alles zu zerstören.

Dass ein hochrangiges Royal-Mitglied gezwungen werde, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, sei «beispiellos», fügt Royal-Journalistin Penny Junor an. «Ich denke, die Königin ist entsetzt.»

Prinz Charles stellte sich gegen den Bruder

Thronfolger Prinz Charles (71), der sich zurzeit in Neuseeland aufhält, soll am Ende ausschlaggebend gewesen sein. «Charles war an der Entscheidung sehr beteiligt», so eine «hochkarätige Palast-Quelle» laut «The Sun». Am Telefon habe es eine Krisensitzung gegeben. «Er wusste, dass jetzt gehandelt werden muss.»

Andrew bleibt Mitglied der Royal-Familie

Nebst dem unmessbarem Imageverlust verliert Andrew vor allem eins: viel Geld. Bislang hat er jährlich steuerfrei 300'000 Franken von seiner Mutter bekommen. Damit ist Schluss. Laut «Daily Mail» erhält er aber weiter ein (nicht weiter definiertes) Einkommen aus dem Privatvermögen der Queen.

Er tritt von sämtlichen Verpflichtungen als Schirmherr von über 200 Organisationen zurück und wird künftig keiner wohltätigen Arbeit mehr nachgehen, erklärt ein königlicher Angestellter der «Sun».

«Aber die Queen hat ihm versichert, dass er Mitglied der Königsfamilie bleibt. Er wird immer noch bei der jährlichen Militärparade zu Ehren der Queen dabei sein und auf dem Balkon bei Grossveranstaltungen auftreten.»

Andrews Alibi lässt ihn hängen

In seinem TV-Interview am Wochenende stritt Andrew ab, die 17-jährige Virginia Roberts sexuell missbraucht zu haben. In besagter Nacht 2001 habe er zwar in Jeffrey Epsteins Haus in New York vorbeigeschaut, aber nicht dort übernachtet. Stattdessen sei er beim damaligen Generalkonsul Thomas Harris gewesen.

Dieses Alibi hält allerdings nicht. «Ich kann mich nicht erinnern, dass er hier geblieben ist», wird Harris in der «Daily Mail» zitiert. Übernachtungen von Mitgliedern der Königsfamilie würden im Court Circular, einem offiziellen Royal-Protokoll, registriert werden. Im Zeitraum vom 9. bis 11. April existiere kein entsprechender Eintrag.

Andrew muss aussagen

Für Andrew ist die Sache noch lange nicht vom Tisch. In seinem Statement kündigte er an, im Fall Epstein bei Bedarf mit der US-Strafbehörde kooperieren zu wollen. Laut «The Telegraph» rechne der Buckhingham-Palast damit, dass bald eine Vorladung zu einer Aussage unter Eid eintreffe.

Dieser TV-Auftritt wurde Prinz Andrew zum Verhängnis:

(kfi)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Johnny am 21.11.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Klartext

    Wieso berichtet ihr nicht über Clinton? Der war auch mit Epstein befreundet und zu Besuch bei ihm. Diese ganze Pädophiliesache ist grösser als ihr denkt. Da reicht es nicht einen einzigen Sündenbock auszumachen. Da ist ein riesiges Netzwerk von mächtigen Leuten und man müsste endlich mal aufräumen und die Kinder schützen.

    einklappen einklappen
  • Minnie Mouse am 21.11.2019 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Rückzug ist angemessen

    Der hatte doch schon immer einen zweifelhaften Ruf, also nichts Neues! Aber mal ehrlich: ich kann auch nicht mehr sagen, wo ich vor 18 Jahren an irgendeinem Tag geschlafen habe! Wie soll man sich an so etwas erinnern, noch dazu, wenn man ständig auf Achse ist?

    einklappen einklappen
  • arme Lisi am 21.11.2019 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unter jedem Dach

    gibts ein 'ach' In diesem Fall sogar mehrere, Charles dieser wollte ja auch nicht wie er sollte. Von den anderen gar nicht reden, heute kommt halt alles in die Medien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 21.11.2019 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Queen ist schon lange

    nicht mehr das Mass aller Dinge.

  • Verschwörunsanalytikerin am 21.11.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ihr wüsstet

    An all diese Queen Fans hier, schaut der Dame mal tief in die Augen. Als sie jung war, musste man medial ihr Image aufpolieren, weil die Menschen auf ihre böse Ausstrahlung negativ reagiert haben. Sie ist alles andere, als ein unschuldiges Lämmchen.

  • Peter am 21.11.2019 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bin mein eigener König

    Royals...schon dieser Ausdruck find ich übel. Ich verabscheue Könige und dessen Anhang.

  • Ich am 21.11.2019 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer mal wieder Probleme

    Die Queen und ihr Gatte tun mir echt leid, doch wenn man die ganze Geschichte der englischen Royals liest, muss man feststellen, dass das englische Königshaus immer welche Aohären und sonstigen Geschichten hatten, da war die Affäre Simpson bei welchem König Edward den Thron kostete und viel früher bei Königin Viktoria oder Königin Mary überall Stunk und Gloria, also das wird die Monarchie überleben denke ich, dass Prinz Andrew das Feld Räumen musste..

  • Indirazoe am 21.11.2019 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lügen haben kurze Beine

    Einfach schön zu sehen dass am Ende doch die Wahrheit siegt und Lüge nach wie vor kurze Beine haben. Wenn man den Fall Epstein bis ins letzte aufarbeitet, wird noch so mach einer der denkt, über der normalen Bevölkerung zu stehen, auf den Boden der Realität kommen. Dies war nur die Spitze des Eisbergs! Die sogenannte Elite steckt alle unter einer Decke