Missbrauchsvorwürfe

25. Februar 2019 05:05; Akt: 25.02.2019 12:50 Print

R. Kelly bekommt Geld für Kaution nicht zusammen

US-Sänger R. Kelly muss vorerst im Gefängnis bleiben, weil er die 100'000 Dollar für die Kaution nicht aufbringen kann.

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Plädiert auf unschuldig: R. Kelly (rechts) mit seinem Anwalt Steve Greenberg. (25. Februar 2019) R. Kelly wird mehrfacher sexueller Missbrauch vorgeworfen: Am Freitagabend stellte er sich der Polizei. (22. Februar 2019) Sein Anwalt Steve Greenberg richtete sich daraufhin an die Medien. Der Sänger sitzt seither in Haft. Mittlerweile wurde das Polizeifoto des Sängers, der sogenannte «Mugshot», veröffentlicht. 2013 sang Lady Gaga zusammen mit R. Kelly «Do What U Want (With My Body)» – einen «trotzigen» und «provokativen» Song, wie sie ihn heute nennt. Jetzt will sie ihn aus dem Netz verbannen. Im November 2013 performten die beiden Musik-Superstars gemeinsam in der Show «Saturday Night Live». Heute will Gaga nichts mehr mit R. Kelly zu tun haben. Dem Musiker wird seit Jahrzehnten sexueller Missbrauch vorgeworfen. Mit der Doku-Serie «Surviving R. Kelly» werden ... ... die Anschuldigungen aufs Neue thematisiert, immer mehr Prominente wenden sich inzwischen vom Superstar ab. Darunter ... ... Musiker John Legend, der sich in der Doku auf die Seite der Frauen stellt. «Ich glaube diesen Frauen und werde verdammt noch mal nicht einen Serien-Kindervergewaltiger verteidigen. Einfache Entscheidung», so Legend. Erst kürzlich gewann Lady Gaga einen Golden Globe für ihren Filmsong «Shallow». Sie ist selbst Missbrauchsopfer und habe das Stück mit R. Kelly in einer «düsteren Phase meines Lebens gemacht», meldet sie sich nun zu Wort. In «CBS This Morning» nahm R. Kelly Stellung zu den Vorwürfen. Die Sendung veröffentlichte einzelne Ausschnitte aus dem Interview. Das ganze Interview soll am Mittwoch und Donnerstag ausgestrahlt werden.

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Der wegen Missbrauchsvorwürfen inhaftierte US-Sänger R. Kelly muss vorerst im Gefängnis bleiben, weil er das Geld für die Kaution nicht zusammen bekommt. Sein Anwalt Steve Greenberg bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte.

Demnach habe Kelly die erforderlichen zehn Prozent der auf eine Million Dollar festgelegten Kaution nicht zahlen können. «Korrekt», sagte Greenberg zudem auf die Frage, ob der Sänger immer noch inhaftiert sei. R. Kelly hatte bereits zwei Nächte im Gefängnis verbringen müssen.

«Er hat derzeit wirklich kein Geld»

Kelly sei nicht so reich, wie sein Ruhm es vermuten lasse, sagte der Anwalt. «Er hat derzeit wirklich kein Geld.»
Der 52-jährige R&B-Star hatte sich am Freitag der Polizei in Chicago gestellt. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen.

Am Samstag hatte ein Richter eine Kaution von einer Million Dollar festgelegt. Nach US-Regeln muss Kelly aber nur zehn Prozent – 100'000 Dollar – als Sicherheit hinterlegen. Darüber hinaus musste er seinen Pass abgeben und darf keinen Kontakt zu Minderjährigen sowie zu mutmasslichen Opfern und Zeugen in dem Verfahren haben.

(chk/sda)