«Demütigende Erfahrung»

03. August 2019 14:37; Akt: 03.08.2019 14:38 Print

Rapper A$AP ist wieder zurück in den USA

Der amerikanische Rapper Asap ist wieder zurück in den USA. In seiner ersten Instagram-Botschaft seit einem Monat dankte er seinen Fans und Unterstützer.

Vor einem Monat wurde Rapper A$AP Rocky nach einer Schlägerei festgenommen. (Video: 20 Minuten/Instagram/Wibbitz)
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Nach mehreren Tagen vor Gericht in Stockholm ist der amerikanische Musiker Asap Rocky zurück in den USA. Der 30 Jahre alte Rapper («Praise the Lord») hob am späten Freitagabend mit einem Privatjet vom Flughafen Stockholm-Arlanda ab.

Einige Stunden später landete er in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) in Los Angeles, wie Aufnahmen schwedischer Medien sowie des US-Fernsehsenders CBSLA zeigten.

Fotos hielten zuvor fest, wie der Musiker nach Verhandlungsende und der Bekanntgabe seiner Freilassung bis zur Urteilsverkündung freudestrahlend in einem Fahrzeug sass.

Diplomatischer Schlagabtausch

In seiner ersten Instagram-Botschaft seit einem Monat dankte der 30-Jährige seinen Fans und Unterstützern. «Das ist eine sehr schwierige und demütigende Erfahrung gewesen», schrieb er in dem sozialen Netzwerk. Er könne nicht in Worte fassen, wie dankbar er für die in den vergangenen Wochen erhaltene Unterstützung sei. Er wolle auch dem Gericht seinen Dank aussprechen, dass ihm und seinen Begleitern erlaubt werde, zu ihren Familien und Freunden zurückzukehren.

In dem Fall hatte sich neben Superstars wie Reality-TV-Persönlichkeit Kim Kardashian und Popsänger Justin Bieber selbst US-Präsident Donald Trump für die Freilassung Asap Rockys stark gemacht.

Das Ganze mündete in einem diplomatischen Schlagabtausch zwischen Washington und Stockholm, in dem die schwedische Regierung immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz in ihrem Land verwies. Trump wetterte trotzdem fleissig gegen die Schweden und erklärte via Twitter, er sei von Ministerpräsident Stefan Löfven und seiner Handlungsunfähigkeit in dem Prozess sehr enttäuscht.

Wegen Körperverletzung angeklagt

Asap Rocky und mehrere seiner Begleiter waren Ende Juni in eine gewalttätige Auseinandersetzung in Stockholm verwickelt gewesen. Der Rapper und zwei weitere Männer aus seiner Entourage wurden daraufhin Anfang Juli festgenommen, in Untersuchungshaft genommen und schliesslich am 25. Juli wegen Körperverletzung angeklagt.

Während des Gerichtsverfahrens in dieser Woche räumten sie ein, einen 19-Jährigen geschlagen und getreten zu haben. Sie gaben an, sich von dem Mann bedroht gefühlt und in Notwehr gehandelt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte am Freitag sechs Monate Gefängnis für die drei Angeklagten, der Verteidiger von Asap Rocky dagegen dessen sofortige Freilassung. Das zuständige Stockholmer Bezirksgericht setzte die drei Amerikaner bis zur Urteilsverkündung auf freien Fuss, nachdem sie vier Wochen lang in Untersuchungshaft gesessen hatten. Das Urteil soll am 14. August verkündet werden.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Xenia am 03.08.2019 04:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Wenn ich mir dies so durchlese, muss man zuerst selbst attackiert und verprügelt werden, bevor man sich wehren kann. Klar, wenn einer am Boden liegt, sollte man definitiv nicht weiterschlagen, aber wieso werden Menschen als Opfer betitelt, welche zuerst angefangen haben und sich dummerweise mit stärkeren angelegt hat? Selber schuld, sag ich nur. Hätte der Afghane nicht provoziert, wäre er nicht zum angeblichen Opfer geworden.

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  • Expat am 03.08.2019 03:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt wäre ehrlicher

    Aus der Ferne etwas zu beurteilen ist schwierig und Rapper sind mir eh nicht am nächsten. Liest man aber die Geschichte und glaubt den Zeugenaussagen müsste es einen Freispruch geben. Das sogenannte Opfer wurde ja mehrmals aufgefordert, die Gruppe in Ruhe zu lassen. Kommt es zu einer Verurteilung, dann doch hoffentlich eher für den Verfolger.

  • Rene am 03.08.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Politik gewinnt.

    Politik gewinnt , Mr. T mischt sich ein. Und dann haben wir Klassenjustitz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Expat am 04.08.2019 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht es um Geld

    Wenn man die Aussagen so liest, ist das Opfer wohl nicht unschuldig an den Vorgängen, das grenzt ja fast an Stalking. Mich erstaunt, dass die Angeklagten hier nicht mit einer Anzeige gegen das vermeintliche Opfer reagieren.

  • Rapper-Glück am 03.08.2019 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    ach sooo

    Ein "normaler" Bürge würde wohl ein Jahr sitzen müssen!

    • Na und am 04.08.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      Nenn mir

      Ein Land das ganz auf dem europäischen Kontinent liegt, das den Amis nicht in a.....kriecht. Selbst die unabhängige Justiz . Doch läuft gut.

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  • Blerim am 03.08.2019 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amerikanski

    Krass! Die USA hat fast überall CIA Foltergefängnisse. Aber wehe ein US bürger im ausland festgehalten wird! Da mischt sich sogar der Präsident ein!

    • Judge am 03.08.2019 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Blerim

      Mr.President hat sich nur eingesetzt damit auch genug Wahlgelder von den Kardashian Clan reinkommen.

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  • Peter am 03.08.2019 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    schön ruhig sein

    Naja, mit der amerikanischen Polizei und dem Justizsystem möchte man auch lieber nichts zu tun haben. Die sollten also besser den Ball flach halten.

  • Sven Jö. am 03.08.2019 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schuld sind immer die Andern

    In Schweden wird U-Haft nicht leichtfertig verfügt, ich gehe davon aus dass der "Music Star" nicht ganz unschuldig sein wird.