«Reality Face»

28. März 2018 22:13; Akt: 29.03.2018 09:49 Print

Deshalb sehen so viele Stars gleich aus

Die Prominenz in Hollywood sieht sich immer ähnlicher. Nun gibt es auch einen Begriff dafür – «Reality Face». Ein Facharzt erklärt, ob das auch in der Schweiz ein Trend ist.

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Khloé Kardashian (33) überrascht ihre Fans mit immer neuen Looks. Was jedoch stets gleich bleibt, sind der makellose Teint, der Schmollmund und das starke Make-up. Gemeinsam mit ihrer Schwester Kim (37, rechts) scheint Khloé das optische Vorbild für viele «Reality Faces» geworden zu sein. Diese beiden Damen sind beispielsweise nicht einmal entfernt mit den Kardashians verwandt – und sehen ihnen doch ähnlich: Olivia Pierson (28, Mitte) und ihre Cousine Natalie Halcro (30, links) wurden durch das Format «Wives and Girlfriends of Sports Stars» bekannt. Olivia steht mittlerweile hauptsächlich als Influencerin in der Öffentlichkeit. Auffällig: Nicht nur Lippen und Augenbrauen scheinen durch das Make-up stark betont zu werden, sondern auch die Wimpern. Künstliche, überlange Wimpern verstärken das Reality Face. Ihre Cousine Natalie hilft bei ihrem Schmollmund für Fotos gern noch ein bisschen nach. Durch leichtes Öffnen des Mundes wirken die Lippen nämlich noch grösser. Der Reality-Face-Trend macht auch vor Männern keinen Halt: Make-up-Artist und Youtuber James Charles hat sich in der Vergangenheit öffentlich zu seiner Lippenvergrösserung bekannt. Der 18-Jährige ist das erste männliche Model, das für das Beauty-Label CoverGirl Werbung macht. Welche dieser drei Frauen ist eine Kardashian? Überraschung: keine. Sie scheinen lediglich ein Abo beim Schönheitschirurgen zu haben. In der Mitte sehen Sie Larsa Pippen (43), rechts Kim Zolciak-Biermann (39) und links Brielle Biermann (21). Brielle ist die Tochter von Kim. Larsa Pippen gelangte durch ihre Teilnahme in der Realityshow «The Real Houswives of Miami» in die Öffentlichkeit. Viel bekannter wurde sie jedoch durch ihre Freundschaft mit Kourtney Kardashian (38). Larsa scheint dem Alter zu trotzen – keine einzige Falte ziert ihr Reality Face. Brielle Biermann fällt vor allem durch ihren grossen Mund auf. Das Video ihrer Lippenvergrösserung hat die Influencerin sogar auf Instagram gepostet. Zu diesem Zeitpunkt war sie erst 18 Jahre alt. Abgeschaut hat es sich Brielle wohl bei ihrer Mutter Kim. Auch sie geht offen damit um, dass nicht alles an ihrem Körper echt ist. Bekannt wurde die Amerikanerin durch die Sendung «The Real Houswives of Atlanta». Gigi Gorgeous wurde ursprünglich als Gregory Lazzarto auf Youtube berühmt. 2013 outete sie sich als Trans-Frau und lebt seither als Gigi. Im Zuge der Geschlechtsangleichung liess sich die 25-Jährige laut eigener Aussage nicht nur Nase und Gesichtsform operativ verschönern, sondern auch die Lippen – ganz nach Reality-Face-Vorbild. Ein britisches Beispiel für das Reality Face ist Megan McKenna. Die 25-Jährige war bereits in mehreren Reality-TV-Formaten zu sehen, darunter «Ex on the Beach». Vor allem Megans Augenbrauen und Mund fallen auf. Laut Mirror.co.uk spricht Megan offen darüber, dass ihre Lippen nicht natürlich sind. Auch in Deutschland lässt sich ein Reality Face finden: Gina-Lisa Lohfink. Die 31-Jährige war 2008 Kandidatin bei «Germany's Next Topmodel» – von der lustigen Blondine, die sie damals war, ist heute optisch nicht mehr viel zu erkennen. Durch ihren Bruder und Ex-One-Direction-Sänger Louis Tomlinson (26) wurde Lottie Tomlinson bekannt. Die 19-Jährige fällt hauptsächlich durch ihr starkes Make-up auf – ihren Followern gibt sie auf Instagram regelmässig Schminktipps. So wird der Reality-Face-Look auch an die nächste Generation weitergegeben.

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Dass die Kardashians nicht leicht voneinander zu unterscheiden sind, wissen wir mittlerweile. Dass aber auch Nicht-Kardashians wie Klone von Kim (37) und ihren Schwestern aussehen, ist neu: Das «Reality Face» ist geboren.

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Benannt nach dem Grund für ihre Berühmtheit – dem Genre des Reality-TV –, zeichnen sich die Reality Faces durch einen unverkennbaren Look aus: Grosse Lippen, sehr glatte und makellose Haut, viel Schminke und betonte Augenbrauen lassen das Gesicht der Frauen künstlich und alterslos aussehen. Das Schönheitsideal hat aber auch einen weiteren Effekt: Die Stars sehen alle irgendwie gleich aus.

Lippen sind ein grosses Thema

Vor allem die unnatürlich vollen Lippen und die glatte Haut der Reality Faces machen den Look laut Dailymail.co.uk jedoch zu dem, was er ist. Anhand dieser Merkmale lässt sich oft erkennen, dass die Stars ihrem Aussehen mit ästhetischen Eingriffen nachgeholfen haben.

Auch in der Schweiz sind Behandlungen dieser Art zurzeit sehr gefragt, erklärt Dr. med. Felix Bertram: «Gesichts- und Lippenbehandlungen mit Hyaluronsäure und Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin (Botox) führen die Rangliste klar an.» Die Hemmschwelle für diese sogenannten nichtinvasiven Eingriffe ist niedrig – sie werden ohne Vollnarkose durchgeführt und erzielen nur temporäre Ergebnisse.

Kim und Khloé sind keine Vorbilder

Der Facharzt für Dermatologie und leitender Arzt der Skinmed-Klinik in Aarau stellt jedoch klar, dass die typische Schweizerin eher einen natürlichen Look anstrebt: «Oberste Priorität ist, dass man die Eingriffe nicht als solche erkennt. Dieser ‹Reality Look› ist hierzulande eine Ausnahme.» Lediglich in der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen werde der Wunsch nach diesem Aussehen gelegentlich ausgesprochen.

Prominente Schönheitsideale haben die Schweizerinnen dennoch. «Angelina Jolie, Gigi Hadid und Amber Heard werden häufig als Vorbild genannt», sagt Bertram. Er betont jedoch, dass in seiner Klinik ungern mit Promi-Vorbildern gearbeitet wird, «da es falsche Erwartungen bei den Kundinnen weckt und man realistischerweise solche Ergebnisse nicht garantieren kann».

Die prominenten «Reality Face»-Klone zeigen wir Ihnen in der Bildstrecke.

(anh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Skeptiker am 29.03.2018 05:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Langweilige, audruckslose und gleichaussehende Instalooks. Da möchten alle so individuell und einzigartig sein um gleich auszusehen. Das ist eher etwas für weniger intelligente und weniger selbstbewusste. Der Rest ist Geschmackssache uns Anpassung an Werbevorgaben.

  • Chief am 29.03.2018 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein Danke

    Einfach nur nuttig und ein totaler abtörn.

    einklappen einklappen
  • Conor Mcgregor am 28.03.2018 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösegeld!

    Ich bedrohe sie mit Abschminktücher.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Augustini am 29.03.2018 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cousine

    bild 2; Diese zwei Damen sind nicht im weitesten miteinander verwandt! dan steht da, das die eine Kim's Cousine ist. Kann ich nicht richtig Lesen oder ist eine Cousine keine verwandte

  • F.D. am 29.03.2018 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unehrlich

    Interessant. Hier drin findet jeder Mann so eine Frau abstossend. Im echten Leben sind genau Frauen, die so aussehen, die die meisten Verehrer haben. Ich und einige meiner Freundinnen, die natürlich geblieben sind werden nicht mal beachtet, obwohl wir alle sehr nett und keine Ansprüche haben. Also entweder ich denke ihr seid nicht ehrlich hier drin.

  • B.J. Reiss am 29.03.2018 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Miss Schweiz?

    Auch unsere Miss Schweiz sieht genauso aus. Schon hierzulande meinen nun Mädchen sie müssen einem solchen Schönheitsbild entsprechen und operieren sich schon in jungen Jahren.

  • M.Klauser am 29.03.2018 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Gesellschaft..

    Eine schöner als die andere..

  • efes am 29.03.2018 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    auch in zürich

    Auch in Zürich sehe ich ständig solche Frauen. Beobachte sie nicht weil sie irgendwie schön oder sexy sind sondern um zu wissen wie sie ohne make up aussehen würden. bäh!