Jeder Rappen zählt

13. Mai 2012 13:14; Akt: 13.05.2012 13:14 Print

Reality-TV Serie für Whitneys Familie

Während Whitney Houston im Grabe ruht, scheffelt ihre Familie kräftig Kohle: In «The Houston Family Chronicels» wird jetzt nochmals richtig auf die Tränendrüse gedrückt.

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Vor knapp zehn Jahren machte Houston ihr erstes Drogeneingeständnis. In einem Interview mit dem Sender ABC unterstrich sie jedoch: «Ich bin keine Person, die sterben will. Ich bin eine Person, die Leben in sich hat und die leben will.» Gegen Rapper Bobby Brown wird ein Verfahren eröffnet. Er soll auf Whitney eingeprügelt haben. Whitney bleibt ihrem Ehegatten trotz handfester Attacken treu. Die Diva bricht einen Aufenthalt in der Entzugsklinik ab. Houston muss wieder einmal in eine Entzugsklinik einchecken. Das Ehepaar Brown lässt sein Privatleben von Fernsehkameras begleiten. Traurige Berühmtheit erlangte die Szene, in der der zugedröhnte Bobby die schwankende Whitney beleidigt. Houston droht die Zwangsversteigerung ihres Hauses in New Jersey. Sie hatte ihre Steuern und die Hypothek nicht bezahlt. Eine Auktion von Designerkleidern, Requisiten und Instrumenten soll der Diva aus den Schulden helfen. Der Richter bewilligt die Scheidung zwischen Bobby Brown und Whitney Houston. Das Sorgerecht für Töchterchen Bobbi Kristina erhält die Mutter. Zuvor hatte Whitney noch eine Entziehungskur beendet. Der damals 40-jährige Bobby Brown verlangt vor Gericht eine Neuregelung des Sorgerechts und möchte mehr Unterhalt von seiner Ex-Gattin. Houston dementiert eine erneute Liaison mit ihrem Ex-Mann Bobby Brown. Die beiden wurden gemäss der «Chicago Sun-Times» bei einem romantischen Abendessen gesichtet. Beim Auftakt der Welttournee in New York entschuldigt sich die Sängerin für ihr stimmliches Versagen: «Es tut mir leid. Ich war bei ‹Oprah›. Ich habe so viel gesprochen.» In der «Oprah Winfrey Show» beklagt sich die Diva, von ihrem Ex-Mann Bobby Brown auch emotional missbraucht worden zu sein. Er habe ihr unter anderem ins Gesicht gespuckt, erzählt Houston. Houston lässt sich in Paris in ein Spital einliefern. Offiziell heisst es, die Sängerin habe eine chronische Atemwegserkrankung. Gerüchten zufolge sollen aber wieder einmal die Drogen für ihren Zustand verantwortlich sein. Ihre Europatournee wird zu einem Desaster. In Frankfurt unterbricht sie ausgerechnet ihren grössten Hit «I will always love you». Manchmal rülpste sie auch ins Mikrofon und stolperte in Wien gar einige Male auf der Bühne. In London wird sie für ihre schlechte Performance ausgebuht. Am 9. Mai spielte die Sängerin auch im Zürcher Hallenstadion - jedoch mit Erfolg. Tochter Bobby Kristina Brown tritt in Mamas Fussstapfen. Die 18-Jährige wird beim Koksen fotografiert und landet in den Klatschspalten. Nach Entzug Nummero fünf heuert die Sängerin einen Life-Coach an. Seine Aufgabe ist es, die labile Künstlerin rund um die Uhr zu überwachen. Houston rebelliert in einem Flugzeug - sie weigert sich, die Sitzgurte anzuziehen. Nur aufgrund der Drohung aus dem Flugzeug geworfen zu werden, beruhigt sich die Diva wieder. Whitney Houston soll pleite sein. Wie der Internet-Dienst «RadarOnline» berichtet, bettelt die Sängerin ihre Freunde gar für 100 Dollar an.

Am 11. Februar fand man Whitney Houston tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills auf.

Fehler gesehen?

Der tragische Tod von Sängerin Whitney Houston war ihrer Familie anscheinend noch nicht genügend Medien-Rummel: In einer eigenen Reality-TV-Show werden ihre Hinterbliebenen jetzt nochmals das ganze Leben der Pop-Queen neu aufrollen, wie hollywoodreporter.com berichtet. Die zehnteilige Chronik «The Houston Family Chronicels» soll noch dieses Jahr im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt werden. In den einstündigen Episoden werden neben Whitneys Mutter Cissy, ihrer Tochter Bobbi Kristina und ihrer Schwägerin auch ihre frühere Managerin Pat Houston über das Leben der Diva sprechen.

Wenn sich Whitney da mal nicht im Grabe umdreht

Ob Houston selbst eine solche Show gewollt hätte, lässt sich bezweifeln. Auch ist dies wohl nicht die geeignete Massnahme - insbesondere für ihre 19-jährige Tochter Bobbi - über den schmerzhaften Verlust hinwegzukommen. Rob Sharenow, Programmdirektor beim US-Sender Lifetime, sieht dies allerdings anders: «In der Serie wird die Houston-Familie ihr Leben offenbaren und zeigen, wie sie zusammenhalten um zu heilen, lieben und wachsen.»

Fest steht, dass die Show sowohl dem Sender als auch Houstons Familie eine schöne Stange Geld einbringen wird.

(cem)

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