Bryan Singer

25. Januar 2019 07:35; Akt: 25.01.2019 14:32 Print

Regisseur soll 13-Jährigen sexuell belästigt haben

Regisseur Bryan Singer wird erneut mehrfach beschuldigt, Jugendliche missbraucht zu haben. Der Macher von «Bohemian Rhapsody» weist die Anschuldigungen zurück.

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«Bohemian Rhapsody»-Regisseur Bryan Singer (53) hat erneute Missbrauchsvorwürfe zurückgewiesen. Mehrere Männer hatten Singer beschuldigt, sie in ihrer Jugend missbraucht zu haben. Der Regisseur sprach in einem Statement vom Mittwoch (Ortszeit) von Menschen, «die bereit sind, für Geld und Aufmerksamkeit zu lügen». Zuvor hatte das US-Magazin «The Atlantic» vier Männer zitiert, drei von ihnen anonym. Der Artikel sei ein «schwulenfeindliches Schmutzstück», erklärte der 53-Jährige. Es sei «keine Überraschung», dass der Artikel ausgerechnet jetzt erscheine, um vom Erfolg des Queen-Films «Bohemian Rhapsody» zu profitieren.

Die einen geben an, mit 15 beziehungsweise 17 Jahren Sex mit Singer gehabt zu haben, obwohl das Mindestalter in solchen Fällen in Kalifornien bei 18 Jahren liegt. Ein damals 13-Jähriger behauptet, der Regisseur habe ihn am Geschlechtsteil berührt. Die Fälle liegen rund 20 Jahre zurück. «Einige der mutmasslichen Opfer sagen, sie seien vom Regisseur verführt worden, andere sprechen von Vergewaltigung», heisst es in dem Artikel. Ein Mann berichtete, Singer habe junge Männer mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht und sich dann an ihnen vergangen.

Probleme am Set von «Bohemian Rhapsody»

Ähnliche Vorwürfe gegen Singer tauchen seit Jahren auf. Im Dezember 2017 behauptete ein Mann, als 17-Jähriger vom Filmemacher vergewaltigt worden zu sein. Das Verfahren läuft derzeit noch. Die Autoren des «Atlantic»-Artikels haben nach eigenen Angaben ein Jahr lang Gerichtsakten studiert und mit mehr als 50 Quellen gesprochen.

Der 53-Jährige stand bei Blockbustern wie «X-Men» oder «Superman Returns» hinter der Kamera. Kurz vor Ende der Dreharbeiten zum diesjährigen Oscar-Kandidaten «Bohemian Rhapsody» wurde Singer Ende 2017 gefeuert und von Dexter Fletcher abgelöst. Das Filmstudio gibt an, es habe Probleme am Set gegeben und Singer habe mehrfach unentschuldigt gefehlt. Der Regisseur bestreitet die Vorwürfe.

(vro/sda/afp)