Sängerin erklärt ihren Rückzug

26. Februar 2020 10:45; Akt: 26.02.2020 11:23 Print

Duffy wurde «betäubt und vergewaltigt»

Vor einem Jahrzehnt zog sich die «Mercy»-Sängerin nach ihrem Mega-Erfolg unterwartet zurück. Nun spricht sie erstmals über die tragischen Ereignisse, die dazu geführt haben.

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Vor einem Jahrzehnt hat sich die walisische Sängerin Duffy trotzt ihres Megaerfolgs unerwartet zurückgezogen. Nun verrät sie den tragischen Grund dafür. «Ich wurde betäubt, vergewaltigt und mehrere Tage lang fest gehalten», schreibt die 35-Jährige am Dienstagabend auf ihrem neu erstellten Instagram-Account. Sie verrät auch, wieso sie bisher nicht über ihren Schmerz gesprochen hat: «Ich wollte der Welt nicht die Traurigkeit in meinen Augen zeigen. Ich fragte mich: Wie soll ich von Herzen singen, wenn mein Herz gebrochen ist?» Mittlerweile gehe es ihr wieder okay – der Weg dorthin habe aber Zeit gebraucht. «Nach tausenden von Tagen, in denen ich daran gearbeitet habe, den Sonnenschein in meinem Herzen wieder spüren zu wollen, scheint die Sonne nun tatsächlich», so Duffy. Ein Gespräch mit einem Journalisten letzten Sommer bewegte sie dazu, nun öffentlich über den Grund für ihren Rückzug zu sprechen: «Er war herzlich und es fühlte sich grossartig an, endlich darüber zu sprechen.» Sie fühle sich nun befreit. Vor zwölf Jahren hat die Sängerin, die mit vollem Namen Aimee Anne Duffy heisst, mit ihrer Hitsingle «Mercy» einen riesigen Hit gelandet. Ihr Debütalbum «Rockferry» landete in mehreren Ländern wie etwa England und der Schweiz auf Platz eins, schaffte es in den USA in die Top vier und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. Vor ihrem Rückzug brachte sie noch den Zweitling «Endlessly» heraus, der jedoch nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte.

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Vor zwölf Jahren hat die walisische Sängerin Duffy (35) mit der Hitsingle «Mercy» einen riesigen Hit gelandet. Ihr Debütalbum «Rockferry» war ein internationaler Megaerfolg und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.

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Mit diesem Song hatte Duffy ihren grossen Durchbruch. (Quelle: Youtube/DuffyVEVO)

Nach einem weniger erfolgreichen Zweitling zog Duffy sich jedoch unerwartet zurück – wieso, verriet sie nie. Ein Jahrzehnt später spricht sie nun erstmals über den tragischen Vorfall, der sie damals aus dem Rampenlicht trieb: Sie wurde «betäubt, vergewaltigt und mehrere Tage lang festgehalten».

Ein Journalist hat sie dazu bewegt, sich zu öffnen

Dies verriet die Popsängerin am Dienstagabend auf ihrem neu erstellten Instagram-Account. «Ihr könnt euch nur vorstellen, wie oft ich darüber nachgedacht habe, dies zu schreiben», beginnt sie ihren langen Post. «Viele von euch fragen sich, was mit mir passiert ist, wohin ich verschwunden bin und warum.»

Wieso jetzt die richtige Zeit sei, öffentlich darüber zu sprechen, wisse sie nicht genau – aber es fühle sich befreiend an. Den Anstoss dazu bekommen habe sie von einem Journalisten: «Er hat einen Weg gefunden, mich zu erreichen und ich habe ihm im vergangenen Sommer alles erzählt. Er war herzlich und es fühlte sich grossartig an, endlich darüber zu sprechen.»

«Die Sonne scheint nun tatsächlich»

Duffy beruhigt ihre Fans zudem, dass es ihr nach dem sexuellen Missbrauch und der Gefangenschaft wieder okay gehe. Die Genesung habe jedoch lange gedauert. «Nach tausenden von Tagen, in denen ich daran gearbeitet habe, den Sonnenschein in meinem Herzen wieder spüren zu wollen, scheint die Sonne nun tatsächlich», schreibt die Sängerin.

Weshalb sie nicht über ihren Schmerz sprechen wollte? Duffy erklärt: «Ich wollte der Welt nicht die Traurigkeit in meinen Augen zeigen. Ich fragte mich: Wie soll ich von Herzen singen, wenn mein Herz gebrochen ist?»

Sie kündigt ein Interview an

Weiter verrät die «Warwick Avenue»-Sängerin, dass sie in den kommenden Wochen ein Interview dazu posten wird. Sie dankt zudem ihren treuen Fans: «Ich empfinde eine heilige Liebe und aufrichtige Wertschätzung für eure Freundlichkeit im Laufe der Jahre. Ihr wart Freunde. Dafür möchte ich euch danken.»

Abschliessend bittet sie die Leute, ihre Privatsphäre zu respektieren: «Ich mache einen behutsamen Schritt und möchte nicht, dass man sich in meine Familienangelegenheiten einmischt. Bitte unterstützt mich darin, dies zu einer positiven Erfahrung zu machen.»

(zen)