Zum Tod von Bernd Eichinger

25. Januar 2011 19:52; Akt: 25.01.2011 20:53 Print

Seine grössten Erfolge

Mit seinem sicheren Händchen für Kassenhits hatte sich der am Montag verstorbene Produzent Bernd Eichinger von Deutschland aus einen Namen in der ganzen Welt gemacht. Ein Rückblick.

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Seinen Durchbruch als Produzent feierte Bernd Eichinger 1981 mit «Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo». Drei Jahre später wagte er sich mit «Die unendliche Geschichte» auf den amerikanischen Markt. Mit 20 Millionen Dollar Einnahmen gegenüber 27 Millionen Kosten war der der Film jedoch ein Flop. Es sollte sein letzter für lange Zeit bleiben. 1986 rehabilitierte sich der am 24. Januar 2011 verstorbene Produzent: Weltweit spielte «Der Name der Rose» bei einem Budget von 17 Millionen Dollar über 77 Millionen Dollar ein. Nach der eher anspruchsvollen Umberto-Eco-Verfilmung wagte sich Eichinger in seichte Gefilde. Aber sowohl «Werner Beinhart!» ... ...als auch «Manta Manta» waren auf dem deutschen Markt ein Erfolg. Der Streifen mit Til Schweiger zog 1991 über eine Million Menschen in die Kinos. In den Neunzigerjahren hielt sich Eichinger mit mittelmässig erfolgreichen Filmen gut über Wasser. Doch mit «Der Schuh des Manitu» gelang ihm das grosse Comeback: Mit über 65 Millionen Euro Einnahmen allein in Deuschland war er der bis dahin erfolgreichste Film aus deutscher Produktion. Ein einziges Mal kam ein Eichingerfilm zu Oscar-Ehren: «Nirgendwo in Afrika» gewann 2003 den Academy Award als Bester fremdsprachiger Film. Von jetzt an geht es Schlag auf Schlag: «Resident Evil» spielte mit 100 Millionen Dollar mehr als das dreifache seinen Budgets ein, drei Fortsetzungen folgten. Zurück auf dem deutschen Markt produzierte Eichinger das Hitlerepos «Der Untergang» mit Bruno Ganz in der Hauptrolle. Der Film wurde 2005 für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Aber den Produzenten sog es zurück nach Hollywood. Und der Erfolg gibt ihm auch bei diesem Schritt recht: «Fantastic Four» spielte über 330 Millionen Dollar ein. Ohne die Fortsetzungen. 2006 wollten in 50 Tagen über fünf Millionen Kinogänger in Deutschland «Das Parfum» sehen. «Der Baader Meinhof Komplex», bei dem Eichinger das Drehbuch schrieb, wurde sowohl für einen Golden Globe, als auch für einen Oscar nominiert.

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(nik/sei)