Unsere Kim

04. Januar 2011 11:31; Akt: 04.01.2011 11:49 Print

Selbstvertrauen in Körbchengrösse

Ein neues Jahr, ein neues Shooting nebst Interview mit Kim Kardashian. Das TV-Tuntschi spricht dabei über ihren Busen, ihr Körpergefühl und dass sie – huch! – nicht so leicht einen Freund findet.

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Immer am Set: US-Starlet Kim Kardashian zeigt im Fotoshooting für die November-Ausgabe des W-Magazins sehr viel Haut.

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Das US-Magazin «Glamour» hat in seiner Erstausgabe anno 2011 Kim Kardashian nicht nur visuell in einem Fotoshooting in Szene gesetzt, sondern für das dazugehörige Interview auch noch Kim Couric engagiert, eine TV-Nachrichtensprecherin. Wenn Sie jetzt jedoch glauben, das Gespräch sei deshalb niveauvoller verlaufen, haben Sie sich geschnitten, denn da fragt die Journalistin das Starlet gleich zu Beginn, wie sie es denn geschafft habe, Amerika derart zu verzücken.

«Ich glaube, anfangs waren die Leute fasziniert von dem Glitzer und Glamour des Lifestyles meiner Familie in Kalifornien», so die Antwort der Kardashian, deren Sippe unlängst dieses herzige «Addams Family»-Bild veröffentlichte. «Aber sie blieben interessiert, weil wir viel normaler und besser einzuordnen sind, als sie angenommen hatten. Wir sind vielleicht in den Augen einiger Leute verwöhnt, aber wir sind keine Gören.»

Was ist schon normal?

Wie man sich selbst widerspricht, zeigt die 30-Jährige einige Zeilen später. Katie Couric will wissen, ob es nicht bizarr sei, sogar beim Flirten gefilmt zu werden. Der Reality-TV-Star gibt daraufhin eine Anekdote zum Besten: Kim fragte einmal Lamar Odom, den Mann von Schwester Khloe, ob die Kameras einen ihrer Verehrer verscheucht hätten. «Ich hoffe, er gewöhnt sich daran und weiss, dass es normal ist», sagte sie noch dazu. Der Basketballer habe geantwortet: «Was du wirklich begreifen musst, ist, dass das nicht normal ist.»

Kim macht der Widerspruch freilich wenig aus. Sie blubbert sich das Ganze so kugelrund: «Als Familie realisieren wir, dass dieses Leben verrückt ist, aber solange wir uns nicht ändern und alle zusammenhalten, kann uns nichts anhaben.» Und apropos Schönreden: Über ihre «Playboy»-Aufnahmen hat Kardashian auch gesprochen. «Es war eine Sache der Unabhängigkeit für mich. Ich fühlte, das ist eine Entscheidung, die nur ich treffen kann. Und ich glaube, es sieht grossartig aus. Ich werde diese Bilder für immer behalten.»

Zeig mir deine Brust und ich sag dir, wer du bist

Diese Äusserung, die uns Lesern zeigen soll, wie selbstbestimmt und feministisch das Kurvenwunder ist, soll noch durch das Kapitel Körpergefühl untermauert werden. Und dieses Kapitel ist eine Erfolgsstory: «[Schwester Kourtney] hat sich immer über mich lustig gemacht. Ich meine, als ich elf Jahre alt war, hatte ich Körbchengrösse C und bekam meine Periode. Ich war einfach unsicher.»

Doch dank der Mutter bekam Kim das Selbstvertrauen, das sie brauchte: «Ich erinnere mich, wie ich in der Badewanne sass. Ich bedeckte meine Brüste mit einem heissen Waschlappen und dachte: `Bitte, Gott, ich bitte dich einfach. Ich will nicht, dass etwas grösser wird. Ich würde weinen.´ Meine Mum sagte: `Du wirst das eines Tages lieben. Du bist Armenierin. Schau dir alle deine Tanten an. Sie sind superkurvig – und sie ist deine Familie. Das ist, was du bist.´» Na dann, gute Nacht!

(phi)