Talkmasterin Oprah

18. Januar 2011 13:03; Akt: 18.01.2011 13:35 Print

Sexueller Missbrauch und Suizid-Gedanken

Oprah Winfrey wollte sich das Leben nehmen, als sie mit 14 erfuhr, dass sie ein Baby erwartete. Die darauffolgende Fehlgeburt beurteilte sie dennoch als «zweite Chance».

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Wenn ihr Vater herausgefunden hätte, dass sie schwanger war, hätte er sie aus dem Haus gejagt. «Die Schwangerschaft resultierte aus schlechten Entscheidungen, keine Grenzen zu haben und sexuellem Missbrauch, als ich 9, 10, 11, 12 und 13 war», gestand die Amerikanerin in einem Interview mit Piers Morgan für CNN. «Ich hatte keine Verbindung zu diesem Baby. Ich habe nichts als Erleichterung gespürt, denn ich wollte mich umbringen, bevor das Baby zur Welt gekommen wäre. Ich habe dumme Sachen gemacht, wie Reinigungsmittel trinken, aber es war eher ein Schrei nach Hilfe.»

Während des Interviews neckte Winfrey ihren Interviewer damit, dass er sie nicht zum Weinen bringen würde. Als sie dann aber zum Schluss über den verstorbenen Menschenrechtler Martin Luther King sprach, musste sie doch mit den Tränen kämpfen. Er sei für sie eine wichtige Inspiration gewesen. «Nun bringen Sie mich zum Weinen. Darüber könnte ich weinen. Ich würde, denn ich halte ihn in Verehrung. Und ich weiss, dass ich nicht hier wäre ... dieses Leben, dieser Traum, den ich lebe, wäre nicht möglich gewesen, wenn er nicht so gewesen wäre, wie er war.»

«Ich gehöre nicht zu der Sorte, die heiratet»

Die berühmteste Talkmasterin der Welt sprach auch über ihre 25-jährige Beziehung zu Stedman Graham. Sie sei noch mehr in ihn verliebt als je zuvor, aber sie würde nicht an Ehe denken. «Ich gehöre nicht zu der Sorte, die heiratet. Ich bin da anders, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht verheiratet geblieben wäre, denn es braucht schon jemand Besonderes, der damit (mit dem Leben im Rampenlicht) zurechtkommen müsste.»

Piers Morgan bekam bei dem Interview nicht auf alles eine Antwort. Als er sie fragte, ob sie über zwei Milliarden Euro wert sei, lachte Oprah Winfrey nur und sagte: «Sie sind gut.»

(Cover Media/sim)