«Papa ist jetzt die Sonne»

12. März 2019 11:03; Akt: 12.03.2019 11:03 Print

So intim war der TV-Abschied von Malle-Jens

Daniela und die Kinder müssen ohne Jens Büchner weiterleben. Vox begleitete sie am Montag in einer Sondersendung.

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Jens und Danni Büchner rund einen Monat vor dem Tod des Kult-Auswanderers auf Mallorca. In einer Spezialausgabe von «Goodbye Deutschland» werden die letzten Wochen und Tage von Malle-Jens gezeigt. Seine Wittwe trauert um den 49-Jährigen. Auch Stiefsohn Volkan ist am Boden zerstört. Für ihn war Jens der beste Freund und gleichzeitig auch sein Vater. Danni Büchner zeigt das letzte Bild ihres Mannes aus dem Krankenhaus. Es entstand drei Tage vor seinem Tod. Jens Büchner bei einem Auftritt auf Mallorca Anfang Oktober. Dass er gesundheitlich angeschlagen war, ist schon ersichtlich. Doch Büchner gönnte sich keine Pausen. Wie seine Ex-Frau Jenny auf Facebook schrieb, sieht sie Stress als einen der Hauptgründe für seine Erkrankung. Anfang Oktober mussten Büchners ihr Lokal Faneteria auf Mallorca bis auf Weiteres schliessen. Als Gründe gab Jens auf Instagram Personalmangel und seine Gesundheit an. «Mir geht es immer noch nicht ganz so gut», schrieb er am 6. Oktober. Vom selben Abend, an dem die vorherigen Fotos entstanden sind, postete Malle-Jens dieses Selfie mit seiner Frau Danni. «Schön wars», schreibt er dazu und versieht den Post mit einem Herzchen-Augen-Emoji. Im Januar 2018 lancierten die Büchners ihr neustes Geschäft: eine Bar in Cala Millor. Es war gerade mal ein halbes Jahr geöffnet. Jens kämpfte lange für sein Glück auf Mallorca. Im September liess er sich einen King-Schriftzug tätowieren. Als Ergänzung zum Queen-Tattoo seiner Frau. Jens und Danni hatten sich 2015 bei einem Event in Deutschland kennengelernt. 2016 kamen die Zwillinge, 2017 wurde geheiratet. Nun ist Jens an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Tschüss, Jens, machs gut.

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Pleite, kaputte Liebesbeziehungen, Dschungelcamp – Jens Büchners Leben hatte es in sich. Immer wieder rappelte sich der bekannte TV-Auswanderer auf. Acht Jahre begleitete ihn Vox in der TV-Sendung «Goodbye Deutschland». Auch als Büchner im November 2018 völlig überraschend verstarb, war eine Kamera dabei.

Am Montagabend zeigte Vox nun eine Spezialausgabe von «Goodbye Deutschland». Die letzten Tage von Malle-Jens, der im Alter von 49 an Lungenkrebs verstarb.

«Er war mein bester Freund und Vater»

Besonders emotional: Die Szenen, in denen seine Frau Danni mit den Zwillingen über ihren Papa spricht. Die Zweijährigen können nicht verstehen, wieso ihr Vater nicht mehr da ist. Immer wieder ist Büchners Ehefrau Daniela den Tränen nahe. Sie sagt: «Ich hab ihnen erzählt, Papa ist die Sonne. Und wenn sie schlafen, ist Papa der Stern.»

Auch Stiefsohn Volkan kommt in der Sendung zu Wort. Der 16-Jährige kapselt sich seit Wochen von der Familie ab. Mit sieben verlor er seinen leiblichen Vater, im November starb nun auch sein Stiefvater. Über Jens sagt er: «Er war mein bester Freund. Wir haben viel Scheisse gemacht. Aber er war auch mein Vater.»

Zuschauer reagieren auf Twitter

Der Schmerz der Kinder ist in Mallorca allgegenwärtig. Daniela hört sie oft in ihren Zimmer weinen. Sie erzählt: «Dann stehe ich vor der Zimmertür und weine und höre sie drinnen weinen.» Auch das letzte aufgenommen Bild, dass drei Tage vor Büchners Tod gemacht wurde, wird in der einfühlsamen Sendung gezeigt.

Die Zuschauer reagieren gespalten auf die Sendung. Eine Twitter-Nutzerin schreibt: «Boah, das ist heute wirkliche schwere Kost ... Wird einem ganz anders, wenn man versucht, sich die Situation der Familie vorzustellen.»


Eine weitere Zuschauerin äussert sich wie folgt: «Ich will mir nicht vorstellen, wie schlimm es ist, wenn du beim letzten Atemzug deines Liebsten dabei bist.»


Doch es gibt auch negative Stimmen: «Ich glaub, für jeden, der je einen geliebten Menschen verloren hat, ist diese Folge mit der Witwe, die so offensichtlich schauspielert und ihren Verstorbenen bis zum Schluss melkt, ein Schlag in die Fresse.»


Oder: «Jens im Krankenhaus ist jetzt aber wirklich zu viel. Das gehört nicht ins TV.»


Einige Zuschauer verteidigen allerdings auch die Familie Büchner: «Ich finde diese Sendung in keiner Weise morbide oder geschmacklos, sondern eher ein Tribut an jemanden, der die Sendung extrem geprägt hat, und als ein Versuch der Verarbeitung seines Todes ...»


(fss)