Interview

17. April 2019 13:23; Akt: 17.04.2019 13:31 Print

GoT-Star Sophie Turner ist depressiv

Sophie Turner spricht erstmals darüber, wie ihr ihre Berühmtheit zugesetzt hat. So sehr, dass sie seit mehreren Jahren unter Depressionen leidet.

Hier siehst du, wie Sophie Turner und ihre GoT-Co-Stars abseits von «Game of Thrones» im echten Leben aussehen. (Video: Wibbitz/Tamedia)

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Die britische Schauspielerin Sophie Turner (23) erlangte durch ihre Rolle in der Erfolgsserie «Game of Thrones» weltweite Berühmtheit. Als 14-Jährige stand sie erstmals als Sansa Stark vor der Kamera.

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Das setzte ihrer psychischen Gesundheit zu: In einem Interview mit dem US-Talker Dr. Phil für dessen Podcast-Format «Phil in the Blanks» verrät die Schauspielerin nun, dass sie in eine schwere Depression geraten ist – und noch immer damit zu kämpfen hat.

«Ja, ich bin eine schlechte Schauspielerin»

Social Media hatte einen grossen Einfluss auf Turner. Negative Kommentare zu ihrer schauspielerischen Leistung hätten sie stark belastet: «Alles, was ich online über mich las, glaubte ich einfach. Ich dachte mir: ‹Ja, ich bin pickelig. Ja, ich bin wohl fett. Ja, ich bin eine schlechte Schauspielerin.›»

Dieser Druck habe sie sogar dazu gebracht, von den Konstümverantwortlichen zu verlangen, ihr Korsett extra eng zu nähen: «Ich wurde extrem unsicher.»

«Ich wollte nicht einmal meine besten Freunde sehen»

Der Druck, der das Leben im Rampenlicht auf sie ausübte, trieb sie nach einer Weile in eine schwere Depression. Passiert sei das sehr plötzlich, wie die 23-Jährige erzählt: «Ich hatte auf einmal keine Motivation mehr, ich wollte nicht mal mehr rausgehen. Sogar meine besten Freunde wollte ich in dieser Zeit nicht treffen.»

Dass sie ihre Karriere einem Studium an der Universität vorgezogen habe, habe es noch schlimmer gemacht: «Meine Freunde und meine zwei Brüder gingen an die Uni, ich nicht. So verstärkte sich das Gefühl von Isolation.»

«Ich habe nur noch geweint»

«Ich brach wegen allem in Tränen aus. Sogar wenn ich mich anziehen musste, fing ich zu weinen an, und dachte mir: ‹Ich kann das nicht. Ich kann nicht nach draussen gehen. Es gibts nichts, was ich tun möchte›», erzählt Turner.

An den Depressionen leide sie nunmehr seit sechs Jahren: «Die grösste Challenge für mich ist nach wie vor morgens aufzustehen und das Haus zu verlassen.» Zudem sei es für sie immer noch sehr schwierig, sich selbst zu lieben.

«Ich dachte viel über Suizid nach»

Als sie noch jünger gewesen sei, habe sie oft über Suizid nachgedacht. «Es ist komisch, eigentlich dachte ich immer, ich sei nicht sehr depressiv. Ich habe aber trotzdem viel über Suizid nachgedacht», sagt Turner.

Vielleicht sei es eine merkwürdige Faszination gewesen, wie sie sagt: «Ich dachte zwar viel darüber nach, ich denke aber nicht, dass es je so weit gekommen wäre.»

«Ich nehme jetzt Medikamente»

«Heute fühle ich mich viel besser», erklärt die Schauspielerin. Der Grund: «Ich habe mich in Therapie begeben. Das hat mir sehr geholfen.» Ausserdem nehme sie Medikamente, die ihr zusätzlich helfen würden. «Heute liebe ich mich selbst. Oder zumindest mehr, als ich es früher tat.»

Auch ihr Verlobter Joe Jonas (29) habe ihr dabei geholfen, sich selbst mehr Wertschätzung entgegenzubringen: «Ich bin jetzt mit jemandem zusammen, der mir meine Qualitäten vor Augen führt. Wenn dir täglich jemand sagt, dass er dich liebt, dann hilft dir das ein bisschen, dich auch selbst mehr zu lieben.»

Im Interview verrät die Schauspielerin zudem ihre Pläne nach dem Ende von «Game of Thrones»: «Ich nehme mir jetzt eine Arbeitspause, um mich mehr auf meine Gesundheit zu konzentrieren – das ist mir jetzt wichtig.»

(mim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LaBamba am 17.04.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Mutig

    Ist immer mutig, wenn jemand öffentlich zu einer Depression steht. Allerdings scheint das in den USA manchmal schon fast sowas, wie ein Accessoire zu sein (Man hat seinen "Shrink"). Würd ich bei ihr aber nicht vermuten.

  • Little Sister am 17.04.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Stark, Lady Stark!

    Mutige und ehrliche Worte von Sophie Turner. Über die eigene Depression öffentlich zu sprechen macht sie in dem Moment noch verletzlicher. Um so besser, tut sie es trotzdem. Sie macht anderen Mut. Ich selbst kenne Depressionen zwar nur aus meinem Freundeskreis, sie sind aber oft für Aussenstehende nicht nachvollziehbar. Bei Sophie dagegen schon, weil sie es erklärt.

  • Simi am 17.04.2019 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ist verständlich

    Viele GoT Stars waren nur Kinder als sie angefangen haben ihre Rolle zu spielen. Psychologisch kann es sehr heikel werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schniepn am 22.04.2019 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Trauerspiel

    LOL ... die Typen, die hier glauben, Geld oder das Kaufen von Wünschen würde automatisch über seelische Narben hinweghelfen oder automatisch zur sofortigen Klärung des Depressionsgrundes führen, haben wirklich nicht mal den Ansatz eines Hauchs von Ahnung von Depressionen.

  • Peter Vogel am 17.04.2019 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Die Ärmste

    Die Gage dürfte über die meisten Probleme hinweggeholfen haben.

    • Schnitzel am 22.04.2019 20:58 Report Diesen Beitrag melden

      Hobbypschologen

      Ja klar ... nur weil jemand gut verdient, muss alles glatt gelaufen sein im leben und keine Narben hinterlassen haben, eh?

    einklappen einklappen
  • Simi am 17.04.2019 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ist verständlich

    Viele GoT Stars waren nur Kinder als sie angefangen haben ihre Rolle zu spielen. Psychologisch kann es sehr heikel werden.

  • Willy am 17.04.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Güte...

    Mit so viel Geld wie die Dame wohl verdient hat, kann sie nun ein Leben lang tun, was sie am liebsten möchte. Sei dies Hundebabies streicheln, Stripperin in ihrem eigenen Club werden oder die höchsten Berge der Welt besteigen. Was manche Menschen für Probleme haben, obwohl sie an sich ein wunderbares Leben führen, von welchem andere nur träumen können.

  • Little Sister am 17.04.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Stark, Lady Stark!

    Mutige und ehrliche Worte von Sophie Turner. Über die eigene Depression öffentlich zu sprechen macht sie in dem Moment noch verletzlicher. Um so besser, tut sie es trotzdem. Sie macht anderen Mut. Ich selbst kenne Depressionen zwar nur aus meinem Freundeskreis, sie sind aber oft für Aussenstehende nicht nachvollziehbar. Bei Sophie dagegen schon, weil sie es erklärt.