Bradley Welsh erschossen

19. April 2019 17:24; Akt: 19.04.2019 17:54 Print

War Mord Rache für verschwundene Drogen?

Bradley Welsh, der in «Trainspotting 2» mitspielte, ist in Edinburgh erschossen worden. Laut britischen Medien pflegte er auch im richtigen Leben Kontakte ins Drogenmilieu.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bradley Welsh war einst Fussball-Hooligan, dann stieg er aus und arbeitete für wohltätige Zwecke. Nun wurde der 42-Jährige im schottischen Edinburgh auf offener Strasse erschossen, wie britische Medien berichten. Der Vater einer achtjährigen Tochter erlitt tödliche Verletzungen am Kopf.

Die Ermittler gehen laut dem Mirror davon aus, dass Welsh kurz vor dem Vorfall sein Boxstudio verliess, in dem der ehemalige Leichtgewicht-Meister junge Menschen trainierte hatte, um sie vor der Kriminalität zu bewahren. Wie britische Medien schreiben, soll Welsh vor seiner Haustür getötet worden sein. Und das, während seine Freundin und seine Tochter zu Hause waren. Die Polizei bestätigte auf Facebook, dass der 42-Jährige noch vor Ort starb.

Zeugen berichten, wie bewaffnete Polizisten daraufhin zum Tatort eilten. Die Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben. Die Ermittlungen laufen.

Wie die Zeitungen weiter schreiben, sollen insgesamt drei Kilogramm Heroin und zwei Kilogramm Kokain im Wert von umgerechnet 170'000 Franken im Besitz von Welsh gewesen sein. Weshalb der Schauspieler über diese Mengen verfügte, ist noch unklar. Eine Insider-Quelle verriet dem «Daily Star», dass die Drogen plötzlich verschwunden seien und der Schauspieler sich dafür habe verantworten müssen. Nun wird spekuliert, ob der Mord ein Vergeltungs-Anschlag aus dem Drogenmilieu war.

Welsh spielte einen Gangsterboss

Obwohl er kaum Schauspielerfahrung hatte, ergatterte Welsh eine Rolle in «Trainspotting 2». Im Film spielt er einen Milieu-Gangster, der sein Revier verteidigt.

Mit Drehbuchautor und Schriftsteller Irvine Welsh war er gut befreundet, wie der «Mirror» schreibt. Auf Twitter bekundete der Autor seine Trauer: «Machs gut, mein grossartiger und toller Freund. Danke, dass du aus mir eine bessere Person gemacht hast und mir geholfen hast, die Welt in einem besseren und weiseren Licht zu sehen.»


(vro/rab)