#Nochella

17. April 2018 20:35; Akt: 17.04.2018 20:35 Print

Immer mehr Stars wenden sich vom Coachella ab

Das Coachella ist jährlich das Mekka der internationalen Stars und Influencer. Doch ein Homophobie-Skandal wirft dunkle Schatten über das Musikfestival.

Im Video sehen Sie, wie Blogger und Stars über das Coachella denken. (Video: Wibbitz/Instagram/Wenn.com/Tamedia)
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Seit Freitag wird Instagram wieder von jenen Influencern und Topmodels beherrscht, die sich mit bunten Haaren in ihren Fransen-Kostümen und Spitzenkleidern vor dem berühmten Riesenrad in der kalifornischen Wüste in Szene setzen. Das Coachella-Festival startete ins erste von zwei Wochenenden und versammelte wieder das Who-is-Who der internationalen Social-Media- und Musik-Szene.

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Neben Model Kaia Gerber (16) und Reality-Queen Kylie Jenner (20) besuchten auch die Schweizer Bloggerin Zoë Pastelle (18) und die deutsche Influencerin Caro Daur (23) das Spektakel. Doch nicht jeder Promi ist beim Schaulaufen in Indio dabei. So fehlt etwa das britische Model Cara Delevingne. Der Grund: Die 25-Jährige möchte Philip Anschutz, den Mann hinter dem Festival, nicht unterstützen, da er in einem handfesten Homophobie-Skandal verwickelt ist.

Wir verraten Ihnen, warum das Coachella-Festival gar nicht so cool ist, wie es nach aussen hin den Anschein macht:

Der Veranstalter:
Hinter dem berühmten Festival steht die Anschutz Entertainment Group (AED). Der Chef des Unternehmens, Philip Anschutz, soll laut «New York Daily News» mehrere tausend Dollar an Organisationen gespendet haben, die sich ausdrücklich gegen Homo-, Bi- und Transsexuelle positionieren. Zudem unterstützt der 78-Jährige konservative Politiker, die sich für Waffen und gegen Abtreibung einsetzten.

Die Musik
Obwohl Künstler wie Beyoncé (36), The Weeknd (28) oder Kygo (26) auf der Bühne stehen, geht es den meisten Besuchern nicht (mehr) um die Musik. Sieht man sich nämlich die Instagram-Feeds vieler Influencer vor Ort an, werden die Acts meist nur am Rande kurz erwähnt.

«Es kommt keine richtige Stimmung auf, wenn man nach rechts und links schaut und feststellt, dass die einzigen, die vor der Bühne tanzen, Mädchen sind, die ihre Selfiekamera auf sich gerichtet haben, den Snapchat-Blumenkranzfilter aktiviert und für die Kamera stumm mitsingen, um ihre Follower zu beeindrucken», schrieb die deutsche Influencerin Masha Sedgwick (26) in einem Artikel über das Festival.

Die Kosten:
Neben den Influencern und Bloggern sind vor allem die Rich Kids am Coachella-Festival vertreten. Logisch, sind nur sie es, die sich die horrenden Preise leisten können. So kostet etwa ein allgemeiner Eintrittspass zwischen 1000 und 1'500 Dollar (umgerechnet 960 bis 1'347 Franken). Dazu kommen allerdings noch Flug, Unterkunft, Shuttleservice, Essen und Getränke.

Der Alkohol:
Apropos Getränke: Wer sich am Festivalgelände gemütlich mit einem Bier auf die Wiese setzen möchte, wird enttäuscht. Denn laut Bloggerin Masha Sedgwick ist am Festivalgelände striktes Alkohol-Verbot. Nur in einem abgezäunten, kleinen Bereich, weit abseits des Coachella, gäbe es alkoholische Getränke zu einem hohen Preis.

Der Shuttleservice:
Von einem Festivalgelände wegzukommen, ist generell schwer. Doch beim Coachella muss man teilweise acht Stunden auf den Shuttlebus warten. Wer sich einen eigenen Fahrer leisten kann, hat es da schon besser.

Die Sperrstunde:
Um 23.00 Uhr geht am Festival-Gelände das Licht aus. Der Spass geht bei der Heimreise mit mehr als 20'000 Menschen dann aber erst richtig los.

#Nochella:
Auf Instagram gibt es bereits einen Gegen-Hashtag zum Coachella-Festival. Prominente Vertreterin ist Cara Delevingne, die den Hashtag in einem Post veröffentlicht hat. Sie schrieb: «Mein Hashtag ist #Nochella. Ich weigere mich weiterhin an einem Festival teilzunehmen, das einem Menschen gehört, der gegen LGBT und für Waffen ist.»

(kao)