«Es hat sie nicht umgebracht»

24. März 2019 12:53; Akt: 24.03.2019 12:53 Print

Streisand entschuldigt sich für Jacko-Aussagen

In einem Interview hat Barbra Streisand Michael Jackson gegen Missbrauchsvorwürfe in Schutz genommen. Nun krebst sie zurück.

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Sorgte mit ihren Aussagen zugunsten Jacksons für Empörung: US-Sängerin Barbra Streisand. (Archivbild) Eine neue Dokumentation von Regissuer Don Reed (Mitte) sorgt in den USA gerade für schockierte Gesichter. Der vierstündige Film «Leaving Neverland», der am Freitag am Sundance Festival Premiere feierte, handelt von Michael Jacksons mutmasslichen Missbrauchsopfern Wade Robson (36, links) und James Safechuck (40). Die beiden ... ... Männer behaupten, sie seien vom Popstar in den 80er-Jahren auf seiner Neverland Ranch sexuell missbraucht worden. «Ich verstehe, dass es schwer zu glauben ist, was passiert ist. Auch wir waren Jackson-Fans», soll Safechuck während der Filmvorführung laut «Bild» gesagt haben. Vor der Premiere im Egyptian Theatre in Park City im US-Bundesstaat Utah, wo die Dokumentation gezeigt wurde, streiften Polizisten mit Hunden durch die wartenden Zuschauer. Vor dem Kino ... ... platzierten sich nämlich vereinzelt Demonstranten mit grossen Schildern. Darauf zu sehen: Ein Foto von Michael Jackson und die Aufschrift «Suche nach der Wahrheit» oder «Lügen laufen Sprints, aber die Wahrheit läuft Marathons» – ein Zitat des King of Pop. Einige Jacko-Fans verteilten sogar Flyer, um für ihren bereits verstorbenen Star einzustehen. «Beschützt Michael. Er ist nicht hier, um sich zu wehren», war auf der Vorderseite zu lesen. Wie viel Wahrheit hinter den Aussagen von Robson und Safechuck im Film wirklich steckt, ist unklar. Fest steht: Die beiden sagten 2005 im Missbrauchsprozess gegen Jackson zugunsten des Sängers aus. Erst nach dessen Tod im Jahr 2009 zogen sie ihre Aussagen zurück und forderten umgerechnet 1,6 Milliarden Franken Schmerzensgeld. Sie scheiterten aber vor Gericht.

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«Seine sexuellen Bedürfnisse waren halt seine sexuellen Bedürfnisse» – mit solchen und ähnlichen Aussagen hat die US-Sängerin Barbra Streisand in einem Interview mit «The Evening Standard» für Empörung gesorgt.

Sie hatte Michael Jackson verteidigt und dabei Bezug genommen auf die Doku «Leaving Neverland». Die darin gegen den King of Pop erhobenen Missbrauchsvorwürfe sind heftig.

Streisand sagte, sie glaube «absolut» das, was die beiden mutmasslichen Missbrauchsopfer, Wade Robson und James Safechuck, in der Doku preisgaben. Schuld hätten aber deren Eltern. In Bezug auf die beiden Opfer wird sie zudem wie folgt zitiert: «Sie beide haben geheiratet und haben Kinder. Das Ganze hat sie also nicht umgebracht.»

Bewunderung für Robson und Safechuck

Nachdem Streisand mit ihren Aussagen grosse Kritik ausgelöst hatte, berichtigt sie sie nun. In einem Statement, das sie auch auf Twitter teilte, schreibt die Sängerin: «Ich entschuldige mich für meine Aussagen.»


Sie hätte sich vorsichtiger ausdrücken müssen und: «Die Worte im Interview entsprechen nicht meinen wahren Gefühlen.» Sie bewundere Wade Robson und James Safechuck, «dass sie die Wahrheit gesprochen haben».

(scl)