Polizist erzählt

23. Mai 2014 14:00; Akt: 23.05.2014 14:03 Print

Tupacs letzte Worte waren «F*** you»

Seinen Hass gegen die Staatsgewalt lebte er bis zum letzten Atemzug. Der Polizist, der noch mit dem verwundeten Tupac sprach, erinnert sich an das Ende der Rap-Legende.

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7. September 1996: Tupac Shakur wird nach dem Boxkampf Mike Tyson gegen Bruce Seldon in seinem Wagen angeschossen. Vier Projektile durchschlagen die Reifen, fünf die Beifahrertür und drei Kugeln zerschlagen die Fensterscheiben. Tupac wird unter anderem in die Brust getroffen. Kurz darauf verliert der Rapper das Bewusstssein und wacht nie wieder auf. Am 13. September erliegt er den Verletzungen schliesslich.

Wer auf Tupac geschossen hat, ist bis heute nicht klar. Die Identität des Täters starb mit seinem Opfer. Tupac hätte nämlich noch die Chance gehabt, seinen Mörder zu verraten – tat er aber nicht. Chris Caroll, ein Polizist, der an der Unfallstelle war, konnte noch einige Wort mit ihm wechseln und spricht nun mit «Vegas Seven» zum ersten Mal über die Mordnacht.

«'Fuck You' – dann wurde er ohnmächtig»

Tupac sei noch bei Bewusstsein gewesen, als Caroll den Tatort erreichte. «Er sah mich an und holte Luft, um etwas zu sagen», erinnert sich Caroll. «Ich dachte, er würde tatsächlich mit uns kooperieren. Aber dann kamen nur die Worte 'Fuck you' raus.» Selbst in seinen letzten Sekunden hielt sich der Rapper also an den Strassen-Grundsatz «Don't snitch» (dt.: Verpetze niemanden) und beleidigte den Polizisten lieber, statt seinen Mörder zu verraten. «Danach fing er an zu gurgeln und wurde ohnmächtig», erzählt Caroll.

Ganze 18 Jahre hat es gedauert, bis sich Caroll zum Tod äusserte. Er hatte seine Gründe: «Ich wollte nicht, dass Tupac zum Helden wird, weil er mit seinem letzten Atemzug noch 'Fuck you' zu einem Polizisten gesagt hat. Das wollte ich ihm nicht geben», sagt Caroll. Jetzt sei aber genug Zeit vergangen – und zum Helden ist Tupac sowieso geworden. «An diesem Punkt wird meine Geschichte nicht mehr allzu viel ändern.»

Viele Fans glauben, Orlando Anderson sei der Mörder Tupacs – ein Mann, der kurz zuvor von der Entourage des Rappers zusammengeschlagen wurde. Anderson selbst fiel 1998 ebenfalls einer Schiesserei zum Opfer. Tupac hatte aber auch andere Feinde: Mit den Rappern Notorious B.I.G. und Puff Daddy befand er sich etwa seit Jahren im Zwist, was als Ursprung des Konflikts zwischen East- und West-Coast gilt. Verschwörungstheoretiker hingegen glauben, dass Tupac noch lebt.

(nei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • juan pablo am 23.05.2014 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klar

    Klar. Wieder mal so ne typische Story wo man sich fragen muss ob das wirklich was dran ist...

  • Very Important am 23.05.2014 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Eeeendlich..

    ..ist es raus, habe mich 18 Jahre lang gefragt, was wohl seine letzten Worte waren..

  • Thug Life am 23.05.2014 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Real HipHop

    Das wären auch seine ersten Worte wenn er durch ein Wunder auferstehen würde, das Radio einschaltete und hören würde, was heute als HipHop verkauft wird.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • schweizer am 25.05.2014 01:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir können nicht mit reden..

    ich finde tupac auch gut also seine texte..aber gibt zuviele die es missverstehen!! nur weill er zu einem polizisten *uck you sagte müssen wir in der schweiz nicht gegen die polizei sein! er lebte in ärmsten verhältnissen wo die schwarzen noch von polizisten grundlos geschlagen oder verhaftet wurden! wir leben im 2014 sowas gibt es zu dieser zeit nicht mehr..auf jedenfall nicht in der schweiz! legende Ja vorbild der heutigen zeit Nein!

  • Daniel Schwoerer am 24.05.2014 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Von Cassiopeia

    Tupac war ein Ausserirdischer... das ist die volle Wahrheit

  • keinrap fan am 24.05.2014 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    also

    ich fande ihn scheisse... und finde es immernoch!! legende??? von wegen.. gangster??? da gibt es weit aus mehr richtige gangster..

  • haharald am 24.05.2014 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Alles nur für die Schlagzeile!

    Bitte nehmt doch den Satz mit East-west-Coast wieder raus, ja? Das wurde alles aufgebläht von den Medien und fand nie wirklich statt. Google wer nicht glauben will

  • Filip d am 24.05.2014 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung von den Strassen

    Er wurde warscheinlich von einer rivalisierenden Gang erledigt. Er war kein Crip oder Blood aber er gehörte eher zu den Bloods...(wegen Deathrow etc) Jedes Bandenmitglied der Gangs sind von Drohungen konfrontiert, & wenn man sogar noch ein berühmter Rapper ist, sogar noch schlimmer. D.h. sein Verhalten war normal auf den Strassen... Als Gangster ist das Leben so.