Besonders bei Frauen

11. Februar 2011 12:59; Akt: 11.02.2011 15:28 Print

US-Forscher bestätigen Oscar-Liebesfluch

Die These «Glück bei den Oscars, Pech in der Liebe» gibt es schon lange. Nun liess ein Forscherteam das Ganze untersuchen - mit einem erstaunlichen Ergebnis.

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Gruppenbild mit mehr als 100 Leuten - denn so viele Personen haben anno 2011 Chancen, einen der begehrten Oscars zu gewinnen. Die Nominierten trafen sich zu einem Essen in Beverly Hills - und verbrachten ganz ... ... offensichtlich einen guten Abend. Während Jeff Bridges der Kollegin Annette Bening seinen Schoss anbietet, lachen Nicole Kidman (links) und Amy Adams, als habe der Schauspieler dabei noch einen zotigen Witz gerissen. Apropos zotig: Auch Jennifer Lawrence könnte eine Trophäe absahnen. Die Aktrice ist für ihre Rolle in dem Streifen «Winter's Bone» nominiert, in dem sie eine ... ... drogenabhängige Teenager-Mutter spielt. Dem Musikmagazin «Rolling Stone» sagte die 20-Jährige über ihre Kindheit im Bundesstaat Kentucky, dass bei ihr «kleine Landei-Dinge immer noch hervorkommen» würden. Hier ist die Dame, die dann erklärte, was «Landei-Dinge» sind: «Mein Bruder turnt mich an. Solcher Kram halt.» Falls sie «Beste Schauspielerin» werden sollte, habe sie keine Rede parat. «Aber ich habe mein Loser-Gesicht geübt.» Sehr lustig , Miss Lawrence! Und auch Javier Bardem scheint Humor zu haben: Zumindest zaubert er der hochschwangeren Natalie Portman ein Lächeln ins Gesicht. Links sehen Sie ihren Babybauch in ganzer Pracht. Ihre Konkurrenz für den Preis als beste Aktrice sind (von links) Michelle Williams, «unser Landei» Jennifer Lawrence, Nicole Kidman und Annette Bening. Als beste Nebendarstellerinnen sind folgende Damen nominiert: Helena Bonham Carter, Melissa Leo, Jacki Weaver, Hailee Steinfeld und Amy Adams. Wer wird «Bester Schauspieler»? Javier Bardem, James Franco, Jesse Eisenberg, Colin Firth und Jeff Bridges dürfen sich Hoffnung machen.

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Spätestens seit dem Fall Bullock spekulieren die Medien darüber, ob ein Liebes-Fluch auf den Oscar-Gewinnern liegt. So gewannen unter anderem auch Kate Winslet, Hilary Swank, Halle Berry, Barbra Streisand oder Jane Fonda eine der begehrten Trophäen, erlebten dafür aber ein Liebestief - Scheidung inklusive. Vor der neuerlichen Vergabe der renommierten Figuren analysierte ein Forscherteam nun den Wahrheitsgehalt der These um einen allfälligen Oscar-Liebesfluch.

Die Gruppe um Colleen Stuart von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh/USA erforschte so denn auch die Partnerschaften aller Männer und Frauen, die von 1936 bis 2010 für einen Oscar nominiert waren - insgesamt sind dies 265 Personen. Und siehe da: Von den berühmten Testpersonen liessen sich nach der Oscar-Nominierung 60 Prozent mindestens einmal scheiden.

Unterschiede gab es derweil hauptsächlich zwischen Nominierten und Gewinnern - und Mann und Frau. So hielten die Ehen bei männlichen Schauspielern nach dem Erhalten eines Oscars noch 11,9 Jahre, bei den «nur» Nominierten waren es 7 Monate mehr. Viel extremer war dies allerdings bei den Frauen: Wurden sie bloss nominiert, hielt die Ehe immerhin noch 9,5 Jahre. Gewannen sie den begehrten Filmpreis allerdings, sank diese Zeitspanne gar auf 4,3 Jahre. Ob Keith Urban, Gatte von Oscar-Geheimfavoritin Nicole Kidman («Rabbit Hole») bereits um die Beziehung bibbert? Immerhin - es wäre schon Kidmans zweiter Oscar.

(cap)