Wenn P. Diddy Daddy spielt

12. Februar 2011 12:36; Akt: 12.02.2011 13:07 Print

Usher: Wilde Partys mit 14 Jahren

Rapper P.Diddy hat seinen ganz eigenen Erziehungsstil. Als Mentor nahm er den damals gerade mal 14-jährigen Usher mit zu ausgelassene Partys.

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«Mit jedem Album versuche ich besser zu werden. Ich bin Perfektionist», sagt Usher über Usher. Das Licht der Welt erblickte der R&B-Star und Frauenbetörer 1979 in Texas. Aber seine Familie zog es weiter nach Chattanooga, Tennessee, später folgt noch ein Umzug nach Atlanta. Usher beginnt im Kirchenchor zu singen. Seine Mutti lässt ihn an verschiedenen Nachwuchswettbewerben teilnehmen. Auf einer dieser Veranstaltungen entdeckt ein A&R-Mann von LaFace Records den kleinen Usher. 1993 kriegt er seinen ersten Vertrag bei LaFace. Sein erstes Album wird von niemand Geringerem als - damals noch - Puff Daddy produziert. Und die Single «Think of you» wird auch ein Top Ten Hit. Aber der R&B-Beau muss noch eine Weile auf den Durchbruch warten. 1997 ist es soweit: Mit «My Way» kommt der Erfolg. Das Multiplatin-Album lässt sich monatelang in den Charts häuslich nieder, die Singles «You Make Me Wanna» und «Nice & Slow» sind auf Platz 1. Mit Hitproduzenten wie Jermaine Dupri, Babyface und L.A. Reid nicht weiter erstaunlich. Sein drittes Album «8701» lieferte keine nennenswerten Überraschungen, abgesehen davon, dass The Neptunes am Mischpult sassen. 8701 steht für (19)87, als Usher zum ersten Mal auf einer Bühne stand, und (20)01 für das Erscheinungsjahr dieses Albums. Sein viertes Album «Confessions» kommt 2004 auf den Markt und schlägt wie eine Bombe ein: Usher schielt verstärkt auf die Tanzfläche. Und er hat Erfolg damit: Die Verkäufe des Albums stellen in den USA die seines kompletten Back-Katalogs in den Schatten, Award-Nominierungen hagelt es im Dutzend. Mit dem Erfolg kamen auch die Frauen: Usher gilt nicht als Kostverächter. Seine Liaison mit Topmodel Naomi Campbell (Bild) befeuerte weltweit und wochenlang die Schlagzeilen der People-Medien. Noch ein Geheimrezept von Usher, alias Big Tyme: «Das schönste Geschenk, das ein Mann einer Frau machen kann, ist ihr seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken.»

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Der «OMG»-Interpret wurde von dem Hip Hop-Mogul unter die Fittiche genommen, als er im Teenager-Alter bei Bad Boy Records unterschrieb und P. Diddy - der sich damals noch Puff Daddy nannte - nahm ihn auf seine extravaganten Partys mit.Usher, der nun selbst der Mentor von Justin Bieber ist, berichtet: «Puffys Idee war die, mich etwas rauer zu machen und mir dieses Etwas zu verleihen. Ich sage nicht, dass Puffy damit falsch lag, mein erstes Album war nicht mein erfolgreichstes, aber es hat die Karriere ins Rollen gebracht, die ich seit 18 Jahren geniesse. Es hat mir bei meiner Arbeit mit Justin dabei geholfen zu verstehen, wie wichtig ein Mentor ist. Man muss Musik machen, die relevant ist.»


Auch der verstorbene King of Pop Michael Jackson spielte in der Entwicklung des Musikers eine grosse Rolle und den Song «Gone Too Soon» von Larry Grossman und Buzz Kohan bei dessen Trauerfeier im Jahr 2009 zu singen, war eine der widersprüchlichsten Erfahrungen seines Lebens, erinnert er sich. «Das war der härteste, aber auch erfreulichste Moment meiner Karriere. Der Song hat zusammengefasst, was die Leute gefühlt haben, da keiner glauben konnte, dass Michael verstorben war. Er war so eine ikonische Figur, Ikonen wie er leben ewig. Michael war sich seines Könnens sehr bewusst, er sagte, man solle sich nicht von dem Moment einfangen lassen, egal, was dieser Moment sei. Pass auf, dass du immer Geschichte schreibst. Das hat mich inspiriert.»

(bang)