«Habe alles darangesetzt»

14. September 2018 01:38; Akt: 14.09.2018 08:48 Print

Küblböcks Vater wollte Kreuzfahrtreise verhindern

Offenbar hat Günther Küblböck versucht, seinem Sohn Daniel das Reisevorhaben auszureden. Das geht aus einem neuen Statement der Familie hervor.

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Sänger Daniel Küblböck ist am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna verschwunden. Daniel Küblböck mit seinem Vater Günther im Jahr 2003. Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit. Das Schiff, das von Hamburg nach New York unterwegs gewesen ist, wurde vorzeitig gestoppt. Helikopter suchen seither nach ihm. (Archivbild) Diese Route hätte das Schiff fahren sollen. Am Sonntag wäre das Schiff in St. John's eingetroffen. Bekannt wurde der mittlerweile 33-Jährige 2003 durch seine Teilnahme bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar». Er schied in der vorletzten Sendung aus und belegte hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann den dritten Platz. Es folgten mehrere ... ... TV-Auftritte, Chart-Hits, Werbespots und eine Autobiographie «Ich lebe meine Töne». Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestesellerliste. 2004 ging Daniel dann ins RTL-Dschungelcamp und musste sich unter anderem mit 30'000 Kakerlaken in einer Glaskiste ... ... auseinandersetzen. Im selben Jahr hatte Küblböck auch einen Autounfall. Er prallte gegen einen Lastwagen, der voll mit Gurken war, und überlebte schwer verletzt. Direkt danach machte er seinen Führerausweis. Anschliessend wurde es ruhig um den Paradiesvogel. Grund: Küblböck ... ... wurde zum Geschäftsmann, gründete ein eigenes Unternehmen und investierte in Öko-Strom. 2012 machte er Schlagzeilen, als er sich von einer 70-jährigen Milliardärin adoptieren liess. 2015 zog es Daniel wieder kurzzeitig ins Rampenlicht. Der Sänger nahm bei der achten Staffel von «Let's Dance» teil. Anschliessend wurde es erneut ruhig um ihn. Gegenüber VIP.de sagte er 2017: «Ich habe mich seit drei Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil ich in Berlin Schauspiel studiere. Ich bin ... ... Student, man lernt nie aus. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich bin dort bis September 2018, danach will ich mich am Theater bewerben. Und dann mal schauen, was kommt.» Sein Studium macht Daniel ... In den letzten Jahren machte Daniel nicht nur beruflich, sondern auch optisch eine Verwandlung durch. Während er 2002 bei DSDS noch mit seinem schrillen Aussehen auffiel, präsentierte sich der 33-Jährige 2014 mit einer modernen Kurzhaarfrisur, Bart und jeder Menge Tattoos. Vor seiner Karriere im Rampenlicht machte er übrigens eine Ausbildung zum Kinderpfleger und absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten. Sein letzter Instagram-Post stammt vom 28. Juli. Damals klagte Daniel über die Hitze. «Zu heiss. Wann kommt der Regen?», kommentierte er dieses Bild.

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Nach Daniel Küblböcks Sprung von einem Kreuzfahrtschiff vor der Ostküste Kanadas meldete sich seine Familie zu Wort. Auf der Website des ehemaligen DSDS-Stars veröffentlichten Küblböcks Angehörige ein bewegendes Statement.

Daniel sei nicht depressiv, doch habe er seit kurzem psychische Probleme gehabt, «die man wohl am besten mit einer Art Psychose beschreiben kann». So wird Günther Küblböck, Daniels Vater, zitiert.

Vater schliesst geplanten Suizid aus

«Ich kann für mich zu hundert Prozent ausschliessen, dass Daniel einen Selbstmord geplant oder vor hatte, sein Leben zu beenden», so der Vater weiter. Den Sprung über Bord müsse sein Sohn in einem «Ausnahmezustand» getan haben, «ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird».

Aufgrund von Daniels Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt habe, seien die Angehörigen in grosser Sorge gewesen. «Ich habe alles darangesetzt, diese Reise zu verhindern», so Günther Küblböck. Nachdem dies gesetzlich nicht möglich gewesen sei, habe er die Schiffscrew darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu werfen.

Immer auf männliches Auftreten geachtet

Den Wunsch, eine Frau zu sein, habe Daniel seit seiner Jugend nicht einmal ansatzweise erwähnt. Im Gegenteil habe er in den letzten Jahren immer auf ein männliches Auftreten geachtet. Sein Zustand habe sich massiv durch die Vorbereitung auf die Frauenrolle verändert, die er zum Abschluss an der Schauspielschule eingeübt habe.

Das Statement schliesst mit den Worten: «Daniel war ein liebenswerter und vielschichtiger Mensch. Wir bitten die Medien, das zu respektieren und seinen Nachruf entsprechend zu wahren. Danke.»

(chi)