Bieber-Interview

17. Februar 2011 11:26; Akt: 17.02.2011 12:32 Print

Vergewaltigung? «Alles passiert aus einem Grund»

Das kommt davon, wenn man einem 16-Jährigen Fragen zu Politik und Gesellschaft stellt: Justin Bieber weiss, dass Korea böse ist und Vergewaltigungen ihren Grund haben.

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Justin Bieber weiss von der Webseite mit «Biebians», also lesbischen Mädchen, die wie er aussehen.

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Am 1. März wird Justin Bieber 17 Jahre alt. Dass es für ihn noch ein weiter Weg ins Erwachsenenleben ist, zeigt sein neuestes Interview mit «Rolling Stone». Auf seine politischen Präferenzen angesprochen, sagte der Kanadier Folgendes: «Ich bin mir nicht sicher über Parteien. Aber welche auch immer sie in Korea haben: Die sind böse.» Zumindest im demokratischen Südkorea dürfte sich der Teenie-Star damit keine Freunde gemacht haben. Im abgeschotteten Norden hingegen wird ohnehin niemand Biebers Meinung erfahren.

Unerfahrenheit dürfte des Weiteren der Grund für einen weiteren Verbal-Fauxpas des Jungen sein. «Ich glaube wirklich nicht an Abtreibungen. Das ist, als würde man ein Baby töten.» So weit, so gut – doch dann fragte das Musikmagazin nach, wie es denn im Fall einer Vergewaltigung aussehen würde. «Nun, ich denke, dass das wirklich traurig ist, aber alles passiert aus einem Grund.» Starker Tobak, aber ein Stück rudert Bieber dann doch noch zurück: «Ich glaube, ich war noch nie in dieser Position, also kann ich auch nicht darüber urteilen.»

Europa-Tour mit Willow Smith

Während der Halbwüchsige in Sachen Abtreibung die rechtskonservative Auslegung bevorzugt, tut er wenigstens in Sachen Jungfräulichkeit nicht so, als wäre er päpstlicher als der Papst. Der Freund von Aktrice Selena Gomez fordert seine Fans nicht auf, bis zur Hochzeit mit Sex zu warten. «Ich denke, man sollte einfach auf die Person warten, die man liebst.»

In einem anderen Interview gab der Jungstar zu, dass er bei der Grammy-Verleihung gerne den Titel als bester Nachwuchskünstler gewonnen hätte. «Ich werde nicht lügen. Die Leute erwarten, dass ich etwas anderes sage, aber ich bin enttäuscht», sagte er in der US-Talkshow «Chelsea Lately». Dort gestand er auch, die Webseite mit lesbischen Mädchen zu kennen, die wie er aussehen (siehe obige Bildstrecke). Für Europa hatte er ausserdem noch eine Drohung parat: Auf seiner kommenden Tournee soll ihn Will Smiths Tochter Willow begleiten.


Bieber bei «Chelsea Lately». Quelle: YouTube

(phi)