Juhuu, verloren!

26. Februar 2014 09:21; Akt: 26.02.2014 09:28 Print

Verlierer haben mehr Erfolg

Dschungel-Larissa läuft Porno-Melanie den Rang ab. Baschi macht Kasse, während Carmen Fenk von «MusicStar» keiner mehr kennt. Siegen heisst nicht automatisch erfolgreich sein.

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Carmen Fenk (35) siegte in der ersten Staffel von «Musicstar». Ihre Musik wollte trotzdem niemand hören. Heute ist sie Moderationsleiterin beim evangelischen Lifechannel. Baschi wurde in derselben Staffel lediglich Sechster. Aber auch heute füllt der 27-Jährige noch grössere Hallen und verkauft ordentlich Platten. Meli Müller (25) verdient nach ihrem Dschungelcamp-Sieg bei ihren Auftritten zwar mehr als vorher. Mehr als Trash wird ihr aber nicht angeboten. Die zweitplatzierte Larissa Marolt (21) hingegen tanzt bald bei «Let's Dance» auf RTL und kommt mit zwei Filmen in die Kinos. Ausserdem ist sie für eine Realityshow im Gespräch. Jana Beller (23) gewann 2011 die sechste Staffel der Castingshow «Germany's Next Topmodel». Trotz dieses Siegs konnte sie als Model nie richtig Fuss fassen. Rebecca Mir (22) belegte in derselben Staffel den zweiten Platz. Sie konzentrierte sich nach der Show nicht nur aufs Modeln, sondern auf eine TV-Karriere. Mit Erfolg: Heute moderiert sie «Taff» auf Pro Sieben oder das Turmspringen von «TV Total». Michael Tschuggnall (31) gewann 2003 das Finale der ORF-Castingshow «Starmania». Nach einigen Charterfolgen in Österreich wurde es aber still um den Beau. 2003 ebenfalls bei «Starmania» dabei war Christina Stürmer. Sie wurde zwar nur Zweite, hat aber bis heute Erfolg als Sängerin. Die 31-Jährige verkaufte bisher über 1,5 Millionen Tonträger. Jan Bühlmann (26) wurde 2010 Mister Schweiz. Er wollte aber nie wirklich Mister, sondern Sänger sein. Das ist er heute und singt unter dem Namen Jan Oliver. Mit mässigem Erfolg. Stefan Tobler (29) wurde 2010 nur Zweiter an der Mister-Schweiz-Wahl. Heute verdient er erfolgreich seine Brötchen als Model und Extremsportler.

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Am 1. Februar setzte sich Melanie Müller (25) stolz die Dschungelkrone auf und liess sich feiern. Nach dem Sieg munkelte man von massiv gestiegenen Gagen für ihre Auftritte, Porno-Meli sei nah daran, Millionärin zu werden. Die Zweitplatzierte, die Österreicherin Larissa Marolt (21), ging zwar in der Show leer aus, traurig war sie deswegen aber nie – aus gutem Grund. Auch wenn Larissas Gagen momentan nicht so opulent ausfallen wie die von Melanie Müller, stehen ihre Chancen für den langfristigen Erfolg massiv besser als die der Blondine aus dem Osten Deutschlands.

2014 kommen zwei Filme aus Österreich mit Larissa in die Kinos: Der Tanzfilm «Rise Up! And Dance» und der Horrorstreifen «Hopped Up – Friedliche Droge». Ende März wird sie bei «Let's Dance» auf RTL das Tanzbein schwingen, ausserdem ist sie für eine eigene Realityshow im Gespräch.

Dieses Beispiel aus dem Dschungel zeigt, dass ein Sieg nicht automatisch Erfolg bedeutet. So gewann Carmen Fenk 2003 die Schweizer Castingshow «MusicStar». Heute moderiert die 36-Jährige beim evangelischen Radio Lifechannel. «Weil Gott mich hier wollte», wie sie selbst sagt. In der gleichen Staffel sang auch ein gewisser Sebastian Bürgin, besser bekannt als Baschi. Er wurde damals lediglich Sechster, trotzdem füllt er auch heute, elf Jahre später, mit seiner Musik noch grössere Hallen.

Ein Sieger muss also nicht zwangsläufig mit Erfolg gesegnet sein. In unserer Bildstrecke sehen Sie weitere Beispiele von gescheiterten Siegern und erfolgreichen Verlierern.

(lme)