Wer hätte das gedacht

01. Februar 2019 19:50; Akt: 01.02.2019 19:50 Print

Das Harry-Styles-Tattoo ist ein Fake

Das Foto von Musikerin Kelsy Karter mit Harry Styles' Gesicht auf ihrer Backe ging diese Woche um die Welt. Nun gibt sie zu: Das Tattoo war ein PR-Stunt.

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Mit diesem Foto ging Kelsy Karter diese Woche um die Welt. Am Freitag enthüllte die Neuseeländerin, was die meisten längst vermuteten: Das Tattoo von Harry Styles' Gesicht auf ihrer Wange ist nicht echt. In einem Youtube-Video erzählt sie, wie es zum PR-Stunt kam – wir fassen den Clip hier in der Bildstrecke zusammen. Im April 2018 starb Karters Hund und ihre Beziehung ging in die Brüche. Sie hatte keine Lust mehr, traurige Songs über dieses Thema zu schreiben. Weil sie Styles auf ihrem Sperrbildschirm hatte, beschloss sie, stattdessen ihm ein Lied zu widmen. Eine Woche später drehten sie und ihr Team ein Musikvideo dazu. Das Budget: laut Karter gerade mal 300 Franken. Danach verschwanden Song und Clip in der Schublade und die Neuseeländerin schrieb den Rest ihres Albums. Harry Styles hat am 1. Februar Geburtstag – der richtige Zeitpunkt also, um «Harry» zu releasen. «Doch wie fällt man in der Masse der vielen Releases auf?», fragte sich Karter. Und weiter: «Was hätten die Rock-Legenden, die mich inspirierten, im Jahr 2019 getan?» «Lass uns Harry Styles' Gesicht auf meines tätowieren.» Natürlich, was auch sonst. Karter holte den in Los Angeles stationierten Star-Tätowierer Romeo Lacoste mit ins Boot, der das vorgespielte Prozedere zwecks Glaubwürdigkeit in seine Insta-Story packte. Jep, vorgespielt: Lacoste zeichnete Styles' 2017er «Rolling Stone»-Cover ab, ein Make-up-Profi malte es Karter dann auf die Backe und liess es mit der künstlichen Hautrötung wie ein frisch gestochenes Tattoo aussehen. Dann postete Karter das Foto. Und mehr und mehr und mehr Medien nahmen es auf – auch 20 Minuten. Weil egal, ob fake oder nicht: Nur schon die Vorstellung, dass sich jemand Harry Styles' Konterfei auf die Wange tinten lässt, ist so schön bescheuert, dass sie einen Bericht wert ist. Gleichzeitig releaste die Musikerin ihren Song «Harry» und das zugehörige Musikvideo. Das Lied hat (Stand Freitagmittag) auf Spotify schon über 100'000 Plays, der Clip gerade eben die 400'000-Views-Marke geknackt. Die nächsten Tage verkroch sich Kelsy Karter bei ihrem Manager. Absichtlich, um sich rarzumachen, während gemäss ihrem Erklär-Video unzählige Medienschaffende (darunter die Gossip-Experten von TMZ.com), Talkshow-Macher, Radiomenschen, Youtuber und Musiklabels den Kontakt zu ihr suchten. Auch ihre Familie habe wissen wollen, ob bei ihr denn alles in Ordnung sei, weil, na ja, Styles-Tattoo halt. Sie habe sich der Öffentlichkeit mit ihrer Tätowierung zeigen wollen, doch die zweite Version habe noch übler ausgesehen als die erste. Also hat sie es gelassen. Am Schluss des Videos bedankt sich Karter bei Harry Styles dafür, dass er Rock 'n' Roll einer neuen Generation zugänglich gemacht hat. Eine Reaktion des britischen Musikers steht übrigens nach wie vor aus.

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Es war anzunehmen, dass das Tattoo, das die bis Anfang Woche relativ unbekannte neuseeländische Sängerin Kelsy Karter auf Instagram zeigte, nicht echt ist. Denn bei aller Liebe für den Boyband-Gone-Rock-'n'-Roll-Star: Welcher halbwegs vernünftige Mensch lässt sich schon Harry Styles' Gesicht auf die Backe tätowieren?

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Am Freitag, zur Feier von Styles 25. Geburtstag, enthüllte Karter in einem Youtube-Video die Vorgeschichte des Fake-Tattoos und was nach dem Posten des Fotos passierte. Den Clip siehst du hier unten – die wichtigsten Punkte haben wir dir oben in der Bildstrecke zusammengefasst.


So ist es zum vermeintlichen Tattoo gekommen. (Quelle: Youtube/Kelsy Karter)


Das Ganze war ein PR-Stunt, um Karters Single «Harry» zu promoten – mit Erfolg: Das Video hat bereits 400'000 Views. (Quelle: Youtube/KelsyKarterVEVO)

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • OndyRarton am 01.02.2019 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Und durch die Medien wird ein weiterer künstlicher "Star" generiert, welcher in etwa so bedeutend ist wie Menschlichkeit bei Bewerbungen in einigen Jahren und den niemand auch nur annähernd (je) gekannt hätte ohne diese Publicity.

Die neusten Leser-Kommentare

  • OndyRarton am 01.02.2019 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Und durch die Medien wird ein weiterer künstlicher "Star" generiert, welcher in etwa so bedeutend ist wie Menschlichkeit bei Bewerbungen in einigen Jahren und den niemand auch nur annähernd (je) gekannt hätte ohne diese Publicity.