Ist sie ertrunken?

12. Februar 2012 02:18; Akt: 14.02.2012 09:25 Print

Whitney Houston in Badewanne aufgefunden

Pop-Diva Whitney Houston starb im Alter von 48 Jahren. Ihre Leiche wurde in einem Hotel in Beverly Hills entdeckt. Möglicherweise ist sie in der Badewanne ertrunken.

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Im Beverly Hills Hotel war die Sängerin am Samstag Nachmittag tot in ihrem Hotelzimmer in aufgefunden worden. Während einer Pressekonferenz, die kurze Zeit später stattfand, erklärte Mark Rosen von der Beverly Hills Polizei, es hätte «keine offensichtlichen Zeichen eines Verbrechens gegeben». Laut «TMZ» fanden die Beamten «etliche Pillenflaschen» verschreibungspflichtiger Medikamente im Zimmer des Stars. Ein Insider erklärte gegenüber des Blogs außerdem, Houstons Körper wäre bereits aus der Badewanne gehoben worden, als die Rettungskräfte anrückten, deswegen «wird es eine Autopsie geben, um herauszufinden, ob sie eine Überdosis nahm, ertrunken ist oder aus anderem Grund starb.» Es gab keinerlei Anzeichen, dass Whitney Houston in ihrem Zimmer Alkohol getrunken hatte. «TMZ» berichtete außerdem, dass sich Whitneys 18-jährige Tochter Bobbi, die aus der turbulenten Ehe mit Bobby Brown stammt, ein hitziges Wortgefecht mit einem Beamten lieferte, da sie unbedingt in das Hotelzimmer wollte, als die Leiche ihrer Mutter noch nicht abtransportiert worden war. Whitney Houston bei ihrem letzten Auftritt in der Schweiz am 9. Mai 2010. Der Superstar kam am 9. August 1963 in Newark, New Jersey, zur Welt. Ihr Vater war ein erfolgreicher Rhythm'n'Blues-Sänger. Schon bald begann Whitney im Kirchenchor von Newark zu singen. Mit elf Jahren durfte sie ihre ersten Soli vortragen. Ihre Cousine war die Soul-Sängerin Dionne Warwick (rechts auf dem Bild) Whitney sang zu Beginn ihrer Karriere für viele Pop-Grössen wie Chaka Khan oder Lou Rawls. Ein Meilenstein in ihrer Karriere bildet der erste Vetrag mit «Arista Records» im Jahre 1985. Das erste Album verkaufte sich 12 Millionen Mal. Das zweite Album «Whitney» knüpfte an den Erfolg des ersten an. Dabei durfte sie diverse Preise entgegennehmen wie Grammy Awards, Billboard Awards oder die beliebten Music Awards. Als Sängerin erfolgreich. Whitney versuchte sich auch als Schauspielerin. Unvergessen bleibt der Streifen «The Bodyguard» mit Superstar Kevin Costner. Von Preisen verwöhnt: Am 11. November 1999 bei den MTV Europe Music Awards in Dublin. Zwei Tage später wurde sie in Berlin mit dem Bambi ausgezeichnet. Am 23. Mai 2002 stand sie gemeinsam mit Mary J. Blige auf der Bühne des MGM Grand Hotel in Las Vegas. Strahlender Auftritt bei den MTV European Music Awards am 14. November 2002. Die Sängerin machte später aber vor allem Schlagzeilen wegen Drogenexzessen. Ihre Karriere musste vorübergehend auf Eis gelegt werden. Ende 2009 begann sie nach zehn Jahren wieder zu touren. So richtig weg von den Drogen ist sie aber nicht mehr gekommen. Am 3. Oktober 2009 zu Gast bei «Wetten das....?» Am 9. Mai 2010 hatte sie einen Auftritt im Zürcher Hallenstadion und erntete dafür noch Standing Ovations. Anfang 2011 hatte sie sich wieder in eine Klinik für Suchtprobleme begeben. Am 11. Februar 2012 ist Whitney Houston in einem Hotel in Beverly Hills gestorben.

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Der Leichnam der verstorbenen Popsängerin Whitney Houston ist aus dem Hotel, in dem sie tot aufgefunden worden war, in ein Leichenschauhaus gebracht worden. Danach werde eine Autopsie durchgeführt, erklärte ein Sprecher der Gerichtsmedizin von Los Angeles, Brian Elias. Ein Termin für die Obduktion der Leiche stehe noch nicht fest. Zuvor wolle man die Berichte der Ermittler abwarten, sagte Elias. Er wollte sich nicht dazu äussern, wie Houstons Leichnam aufgefunden wurde. Das Onlinemagazin «TMZ.com» meldete, Houston sei in der Badewanne aufgefunden worden. Möglicherweise sei sie ertrunken.

Kein hinweis auf kriminellen Hintergrund

Whitney Houston wurde nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills gefunden. Hinweise auf einen kriminellen Hintergrund gebe es nicht, die Todesursache sei noch unbekannt. «Wir haben keinen Hinweis auf eine Straftat von aussen. Wir untersuchen noch, aber offenkundige Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt es nicht», sagte Mark Rosen von der Polizei in Beverly Hills am Samstag.

Ob Drogen im Spiel gewesen seien, könne er nicht sagen. «Wir konnten im ersten Moment keine Hinweise finden, wir stehen aber noch ganz am Anfang unserer Untersuchung.»

Wiederbelebungsversuche waren wirkungslos

Die 48-Jährige war am Samstag trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben. «Die herbeigerufenen Notärzte haben alles versucht, aber sie konnten nichts mehr tun», sagte Rosen. «Frau Houston wurde um 15.55 Uhr für tot erklärt.» Demnach starb die Sängerin kurz vor ein Uhr nachts Schweizer Zeit.

Houston war Gast im Beverly Hilton, sagte Rosen. Jemand aus ihrem Umfeld habe den Notarzt gerufen. «Ich kann Ihnen nicht genau sagen, wer es war. Aber Freunde, Familie und Mitarbeiter sind anwesend und haben Frau Houston eindeutig identifiziert.» Gemäss dem US-Nachrichtensender CNN war es ihr Bodyguard, der sie in ihrem Zimmer tot vorgefunden hatte.

Houstons Patentante Aretha Franklin war fassungslos. «Ich kann jetzt nicht darüber sprechen», erklärte sie. «Es ist so bewegend und unglaublich. Ich konnte nicht glauben, was ich auf dem Fernsehschirm gelesen habe.»

Ihr Tod überschattet die Grammy-Awards

Der Tod des Superstars überschattet auch den Grammy-Abend am Sonntag. Bei einer Probe am Donnerstag habe Houston zerzaust gewirkt, stark geschwitzt und nach Alkohol und Zigaretten gerochen, sagte ein Teilnehmer. Whitney Houston hat seit 1986 selbst sechs Grammys gewonnen.

In den 1980er und 1990er Jahren galt Houston als das Golden Girl der Musikindustrie. Zu ihren Hits zählen Lieder wie «Saving All My Love for You» und «I Will Always Love You». Houston gewann mehrere Grammys und verbuchte unzählige Gold- und Platinschallplatten.

Zuletzt kämpfte Houston jedoch mit Drogenproblemen, ihre Stimme versagte. Zwar veröffentlichte sie 2009 ein Comeback-Album, doch ihre Tournee im Jahr darauf war von Negativschlagzeilen geprägt: Sie musste etliche Konzerte wegen Krankheit absagen und erhielt negative Kritiken von Fans, die von Houstons Gesang und Auftritten enttäuscht waren.

Grosse Bestürzung rund um den Globus

Die Reaktionen auf ihren Tod sind enorm. Über den Kurznachrichten-Dienst Twitter haben schon Tausende von Fans ihre Bestürzung kundgetan. Laut dem Überwachungstool topsy.com wurden alleine in der ersten Stunde, nach dem die Nachricht über die Medien veröffentlicht worden ist, über 1000 Tweets pro Sekunde abgesetzt.

«I will always love you» - einer ihrer grössten Hits:

(mbu/kub/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ange Rickenbacher am 12.02.2012 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Eine wahre Grösse

    Wirklich traurig, ein wirklich grosser Verlust wir hoffen dass ihre Seele frieden findet.

  • Anna am 12.02.2012 02:55 Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P.

    Zuerst Amy, und jetzt auch sie :(

  • Die Nase am 12.02.2012 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    :( :(

    I will always love you /3

Die neusten Leser-Kommentare

  • istegal am 13.02.2012 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    So, jetzt wisst ihrs!

    Das ist genau der Grund, warum Drogen, auch Gras usw., verboten sind! Aber die Leute wollen es einfach nicht wahrhaben!

    • Wayne am 15.02.2012 17:26 Report Diesen Beitrag melden

      Ja nee, is klaar

      ja klar, es sind ja auch schon tonnenweise Menschen an einer Überdosis Gras gestorben..

    einklappen einklappen
  • toganoga am 13.02.2012 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    in Erinnerung....

    Danke, dass Ihr nicht die unschönen Bilder zeigt, als es ihr schlecht ging. Ich möchte Whitney auch lieber so in Erinnerung behalten.

  • Nameless am 13.02.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mainstream

    Ich mochte ihre Lieder sowieso nie. Und auch ein wenig''lustig'' finde ich das jetzt würklich JEDER einen auf'' arme whitney'' macht, weil es die ganze welt nun tut. Genau das gleiche wie bei Michael Jackson, nach ein paar wochen wird nichts mehr darüber berichtet und das wars.

    • Musikliebhaber am 13.02.2012 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an Nameless

      Lieber "Nameless": Mal in Wikipedia nachlesen, was Emphatie ist. Wenn man es selbst nicht hat, weiss man dann wenigstens, an was es einem fehlt.

    • ksjdfklsjf am 13.02.2012 22:14 Report Diesen Beitrag melden

      Ich kannte sie nicht

      Aber ihre Songs waren gut. Auch ihre Stimme - gewaltig! Also ich finde, sie ist ein grösserer Verlust, als bsp. Kurt Cobain. Aber das ist ja Geschmacksache. Fakt bleibt: Die Drogen haben wieder mal jemanden zerstört! Und das finde ich die eigentliche Tragik am Ganzen!

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  • Angi am 13.02.2012 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Rest in Peace

    Whitney Houston hatte eine der schönsten Stimmen die ich je gehört habe. Mein Beileid an all Ihre Verwandten und nahestehenden Personen.

  • Regi am 13.02.2012 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke Whitney für deine tolle Musik, dich mich die letzten 20 Jahre begleitet und oft getröstet hat. Für mich warst du DIE Sängerin aller Zeiten! R.I.P.