04. April 2005 04:45; Akt: 03.04.2005 22:13 Print

Wokalek: Aufgehender Star aus dem Film «Barfuss»

Johanna Wokalek (30) erweist sich in Til Schweigers Roadmovie «Barfuss» als schauspielerische Entdeckung. Dank Unschuldsblick und Weltfremdheit strahlt sie eine ganz besondere Magie aus.

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War es schwierig, eine traumatisierte Frau zu spielen?

Johanna Wokalek: Für mich war es zumindest ein besonderes Erlebnis. Die Filmfigur Leila tut ja viele Dinge zum ersten Mal – so wie das oft bei Kindern der Fall ist. Erwachsene neigen hingegen dazu, vieles als selbstverständlich hinzunehmen.

«Barfuss» auf Entdeckungsreise?

Wokalek: Genau. Wenn Leila Nick Keller sieht und beschliesst, ihm barfuss zu folgen, ist sie dabei ganz Frau. Wenn sie sich in ihn verliebt, macht sie das schon auf ihre Weise, aber doch auch wie eine normale Frau. Die Szenen sind sehr situativ.

Der Film hat viel Humor.

Wokalek: Ja, aber es ist nicht dieser Haudrauf-Humor, wie man ihn oft in deutschen Filmen sieht. Der Humor in «Barfuss» ist eher leise und charmant. Das gefiel mir schon beim ersten Lesen von Til Schweigers Drehbuch sehr gut.

Wie war das erste Vorsprechen bei Til Schweiger?

Wokalek: Aussergewöhnlich: Ich war die einzige Frau, um mich herum waren sechs Männer, die zuschauten. Mich überraschte, wie zügig Til von Szene zu Szene ging. Viele hatten das Gefühl: Der hakt das jetzt zack, zack ab, weil er keine Lust hat. Ich aber dachte, dass dies offenbar Tils Casting-Stil ist. Das ist das Besondere an ihm: Wenn er sich zu etwas entschlossen hat, dann zieht er es voll durch.

Mohan Mani