05. April 2005 09:31; Akt: 05.04.2005 11:38 Print

Zeuge im Jackson-Prozess sagt unter Tränen aus

Im Missbrauchprozess gegen Michael Jackson hat am Montag ein jetzt 24-jähriger Mann von sexuellen Belästigungen durch den Sänger berichtet.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Teils unter Tränen schilderte der Sohn einer früheren Haushälterin des Popstars, dass er im Alter zwischen sieben und zehn Jahren drei Mal von Jackson unsittlich berührt worden sei.

Die drei Vorfälle hätten zunächst mit harmlosen Kitzel-Spielen begonnen, sagte der Mann nach Angaben der «Los Angeles Times» vor der Jury im Gericht von Santa Maria (Kalifornien). Die Familie des Jungen soll 1994 von Jackson eine Abfindung von über 2 Millionen Dollar erhalten haben. Das angebliche Missbrauchopfers hatte aber keine Klage gegen den Sänger eingereicht.

In dem laufenden Verfahren ist Jackson (46) angeklagt, einen heute 15-jährigen Jungen im Februar und März 2003 mindestens zwei Mal auf seiner «Neverland»-Ranch missbraucht zu haben. Ihm drohen 20 Jahre Haft, sollte er in allen zehn Punkten der Anklage schuldig gesprochen werden.

Staatsanwalt Tom Sneddon hatte in der vorigen Wochen von Richter Rodney Melville grünes Licht erhalten, den Popstar mit alten Missbrauchsvorwürfe zu konfrontieren. Dabei will die Anklage angeblich fünf Fälle vor der Jury schildern und neun Zeugen befragen, darunter auch die Mutter eines jungen Manns aus Los Angeles, der 1993 als damals 13-Jähriger von Jackson verführt und anschliessend mit einer Millionen-Zahlung zum Schweigen gebracht worden sein soll.

(sda)