Insta-Pranger

03. Januar 2020 12:11; Akt: 03.01.2020 14:52 Print

«Rigozzi hat der Wirtin einen Gefallen gemacht»

Rigozzi ist wütend auf eine Walliser Beiz und rief via Instagram zum Boykott auf. Eine Überreaktion, wie Experten und Leser finden. Am Ende werde die Wirtin aber gewinnen.

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Christa Rigozzis Tisch-Reservation in einem Walliser Restaurant ging schief: Die Moderatorin meldete sich darauf wütend auf Instagram und forderte zum Boykott auf. Sie will sich bei der Wirtin nicht für ihren Internet-Pranger nicht entschuldigen. «Sie muss sich bei mir entschuldigen, sicher nicht ich mich bei ihr. Sie war so aggressiv und nicht im Recht.» Familie Rigozzi-Marchese feierte den Jahreswechel und den Geburtstag der Zwillinge in Leukerbad VS. Sonne und Schnee für Christa Rigozzi – und für einmal nichts zu tun. «Familiy first», schrieb die zweifache Mutter und Moderatorin zu diesem Bild auf Instagram. Noch bis kurz vor Weihnachten stand Rigozzi als Moderatorin im Einsatz, dann genoss sie eine wohlverdiente Familien-Auszeit. Ganz so entspannt war der Aufenthalt dann aber doch nicht. Die Rigozzis wollten am Montag offenbar ... ... in einem örtlichen Restaurant dinieren und reservierten einen Tisch via Internet – dabei nimmt das Lokal auf diesem Weg eigentlich gar keine Reservationen entgegen, wie sich später herausstellte. Rigozzi lieferte auf Insta einen «Beweis-Screenshot» der Reservation und schilderte wütend, was passiert ist. Sie fordert ihre über 40'000 Follower starke Community auf, das Lokal in Leukerbad zu meiden. Schon am Dienstag dürfte ihre Wut wieder verflogen sein. Grund: Ihre Mädchen Zoe und Alissa hatten Geburtstag, sie wurden drei. Weihnachten haben die Rigozzis noch im Eigenheim im Tessin zelebriert. Kurz darauf gings ins Wallis in den Schnee. Für die Weihnachtsdeko zu Hause ist jeweils Giovanni zuständig. Er ist selbstständiger Innendekorateur. Für die Zwillingsmädchen gabs Adventskalender in Kistchen. Und jetzt alle «Aaaaawww»: Mami Christa macht ein herziges Selfie mit Alissa und Zoe. Das ganze Jahr über posten Christa und Giovanni gern Fotos von ihren Familienausflügen. Wie hier im Sommer aus Sanremo. Im August machten die Rigozzi-Marcheses ausserdem Ferien auf Ibiza. Und posteten von der Baleareninsel zahlreiche bis unzählige Familienfotos. Weils so schön ist, hier gleich noch eins. Die Zeit rennt, dieses Bild stammt aus Bad Ragaz im Mai. Aus den Zwillingen sind inzwischen richtige Mädchen geworden. Leukerbad zum Neujahr wird langsam zur Tradition bei den Rigozzis: Auch letztes Jahr feierten sie im Walliser Bergdorf. An Silvester 2016, kurz vor Mitternacht, kamen die Mädchen von Christa und Giovanni per Notfall-Kaiserschnitt zur Welt. Christa war bereits in ihrem Cocktailkleid bereit für die Silvesterparty, als die Fruchtblase plötzlich platzte. Von den Schweizer Bergen über Ibiza bis Miami: Christa und Gio nehmen ihre Kids überallhin mit. Mit ihren drei Jahren sind Zoe und Alissa schon weit gereist.

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Ihr geplanter Restaurant-Abend kurz vor Silvester fiel ins Wasser: Als Christa Rigozzi (36) wegen Babystühlen im Lokal in Leukerbad VS anrief, stellte sich heraus, dass die Beiz gar keine Reservation bekommen hat. Wütend stellte die Moderatorin einen Screenshot mit der vermeintlichen Buchungsbestätigung auf Instagram und forderte ihre Follower auf, die «Alpenrose» zu meiden. Man habe sie unfreundlich behandelt und übers Telefon angegriffen.

Umfrage
Rigozzi oder Restaurant: Wer hat den grösseren Imageschaden nach dem Knatsch?

Wirtin Dubravka Gluscevic (55) erklärte daraufhin: Eine fremde Website habe die Reservation gemacht, ihr Lokal habe keine Internetseite und sei nur telefonisch erreichbar. Sie habe Rigozzi am Telefon gesagt, dass sie nichts von ihrer Buchung wisse und weiterarbeiten müsse, weil sie ein volles Haus habe.

Worauf Rigozzi nachlegte: Die Wirtin habe sie «von Anfang an angegriffen, gesagt, dass sie mir nie eine Bestätigung geschickt hat», sagte sie im «Blick». Rigozzi habe dann ruhig gefragt, was sie nun machen würden. «Sie hat geschrien, das sei mein Problem. Sie habe viel zu tun, sie hat mich angegriffen und das Telefon aufgehängt, ohne sich zu verabschieden. Ein solches Verhalten geht gar nicht.»

«Als öffentliche Person nicht angebracht»

Rigozzis Verhalten findet dagegen Fabian Plüss, Gründer der Influencer-Marketing-Agentur Kingfluencers, problematisch. «Social Blaming» nenne sich ihr Insta-Pranger, «als Person des öffentlichen Interesses sollte sie das unterlassen», sagt er zu 20 Minuten. Viel mehr solle Rigozzi über der Sache stehen und eigene Konsequenzen daraus ziehen – ohne das mit ihrer Community zu teilen. «Seine Machtposition negativ ausnützen ist nicht angebracht.»

Natürlich sei ihr grundsätzlich erlaubt, das Lokal via Social Media zu kritisieren, so Plüss weiter. «Wenn sie dem Restaurant damit aber schadet, kanns zu einer Schadenersatzklage kommen. Juristisch wäre das ein langer Weg, der selten Sinn macht.»

«Verständlich, aber unprofessionell»

PR-Experte Ferris Bühler zeigt Verständnis für Rigozzis Frust. Dass die Moderatorin via Insta die Koordinaten des Restaurants veröffentlicht habe, sei aber unprofessionell.

Das finden indes auch die Leser von 20 Minuten: Gemäss einer Umfrage, bei der bislang über 15'300 Personen teilgenommen haben (Stand Freitag, 15 Uhr), finden 72 Prozent, dass Rigozzi überreagiert hat. Nur 8 Prozent glauben, dass das Restaurant einen Imageschaden davon tragen werde.

Statt gleich zum Boykott aufzurufen, hätte sie besser ihrer Enttäuschung Ausdruck verliehen, so Experte Bühler. «Dann wäre vielleicht sogar ein anderes Lokal in die Bresche gesprungen und hätte sie gratis zum Essen eingeladen.»

Sowieso sieht er viel Potenzial im ganzen Knatsch. «Rigozzi als Gast und Testimonial, die «Alpenrose»-Betreiberin als Gastgeberin, Reservationsplattformen, Leukerbad Tourismus – würden nun alle Parteien zusammenkommen, gäbe es eine wunderbare Geschichte mit Happy End.»

«Wirtin hat die Sache mitgenommen»

Für Urs Zurbriggen, CEO der My Leukerbad AG, durchaus eine Option, wie er auf Anfrage sagt. «Ist der Wunsch von beiden Seiten da, werden wir da gerne vermitteln.» Er habe bislang weder mit der Wirtin noch mit Rigozzi, die sogar einmal Botschafterin des Ferienorts war, Kontakt gehabt. «Ich hätte mir gewünscht, dass Christa Rigozzi das direkte Gespräch mit uns sucht, statt via Social Media ihren Frust abzuladen.» In den nächsten Tagen – «wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist» – wolle er in der «Alpenrose» vorbeigehen, «die Wirtin hat die ganze Sache mitgenommen».

PR-Profi Bühler ist sich indes sicher: Rigozzi habe der Gastgeberin am Ende einen grossen Gefallen gemacht. «Die neuen Rezensionen sind alle positiv. Es werden künftig noch mehr Leute da essen gehen. Die Wirtin ist die Gewinnerin.» Und Rigozzi werde keinen Imageschaden davon ziehen. «Christa hat einen Vorteil: Sie war schon immer die temperamentvolle, emotionale Tessinerin, die sagt, wenn ihr etwas nicht passt. Ihren Wutausbruch wird man ihr verzeihen.»

(kfi)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Es ist interessant einmal hinter die glänzende, immer perfekte Fassade zu blicken. – Monika

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tho Mas am 03.01.2020 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Los geht's

    Lasst uns alle in die Alpenrose gehen. Es besteht keine Gefahr mehr auf die Person C.R. zu stoßen. Da schmeckt das Essen gleich doppelt so gut.

  • Samy am 03.01.2020 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einbildung

    Nur weil sie dachte sie bekäme ein sonder setting. Bravo ans Resteraunt man kann euch nur empfehlen

  • Gohrbandt Claudia am 03.01.2020 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Promi-Sorgen

    Echt peinlich- diese Promi-Sorgen!!! Wenn das alles ist.....

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 04.01.2020 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Solche Menschen gehen mir dermassen auf dem S....

    Wenn all diese "ober schlauer und negativer Kommentarschreiber" sich Google anschauen, kann man sehen, dass Christa Rigozzi einen Uni-Studium in Bern und Fribourg absolviert hat. Was alle die meisten hier von Negativler bestimmt nie gemacht haben Ergo, zuerst sich informieren, bevor man diese Frau als Tussi, hochnäsig und sonst noch darstellt!

  • Martial2 am 04.01.2020 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eins zu Eins...

    Ein Kindergarten sondergleichen. Aber die meisten Kommentarschreiber sehen immer noch nicht klar. Der Fehler liegt bestimmt nicht nur bei der Christa... Alles ging ziemlich schief, natürlich auch seitens der Wirtin... So was ist keine anständige Antwort!

  • Peter Berger am 04.01.2020 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    Rufschädigung

    Frau Rigozzi sollte sich schämen! - Nun gibt's folgende Alternativen: Die Sponsoren und Partner von CR meiden und CR nicht mehr für Anlässe buchen. Das wäre für jeden Betrieb Rufschädigung!

  • Stan Laurel am 04.01.2020 19:04 Report Diesen Beitrag melden

    Einbildung ist auch eine Bildung!

    Diese Signora Rigozzi ist an Überheblichkeit nicht zu überbieten! Was mich aber erstaunt: Wieso erkundigt sich diese Lady eigentlich nach "Babystühlen" obwohl ihre zwei Töchter doch schon 3 (drei!) Jahre alt sind!?! Aber einer vermutlich hart arbeitenden Wirtin wegen so einer Bagatelle die Kundschaft abspenstig machen zu wollen, ist eine Frechheit sondergleichen: Ich hoffe dieser Schuss geht mächtig nach hinten los!

  • E Schwizeri am 04.01.2020 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    muss?

    Geht man wirklich mit 3 Jährigen Kindern Abends um 20Uhr Auswärts essen? Dies das Eine... das Andere ist ..... muss man wirklich jeden Schritt allen Followern mitteilen..traurig armselig..real live?