Luca Ruch über Militärunfall

06. Juni 2011 22:38; Akt: 07.06.2011 10:46 Print

«Ich dachte, das wars jetzt»

von Bettina Bendiner - Luca Ruch geht nicht ins Militär. Obwohl er fit und munter ist. Der Mister Schweiz hat ein dunkles Geheimnis.

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Es war ein eisiger Tag im Januar 2009. Die Sonne schien, die Strassen waren glatt. Luca Ruch war Rekrut und als Radschützenpanzerfahrer im Duro-Transporter auf Übungsfahrt durchs Appenzellerland. Luca steuerte den kleinen Lastwagen. Dann geschah es: «Ich steuerte in eine Linkskurve. Ein Auto kam uns entgegen. Plötzlich krachte uns die Frau mit rund 80 Stundenkilometer in die Seite.»

Fahrer Luca konnte nichts tun: Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Lastwagen über die Absperrung und schlitterte eine steile Böschung hinunter. «Ich stieg voll auf
die Eisen. Endlich kamen wir zum Stehen. Wir waren so geschockt. Rannten sofort den Hügel hoch. Schmerzen spürten wir in diesem Moment keine.» Oben angekommen, trafen sie auf ein Häufchen Elend. Die Unfallverursacherin weinte, dachte, Luca und sein Beifahrer hätten den Unfall nicht überlebt: «Es ist ein komisches Gefühl, ich dachte wirklich, das wars jetzt.»

Doch der hübsche Thurgauer hatte Glück im Unglück: «Ich hatte ein schweres Schleudertrauma und lag dann zwei Wochen im Militärkrankenhaus.» Sein Beifahrer und die junge Unglückslenkerin blieben unverletzt. Trotzdem: Luca Ruch kehrte nie wieder ins Militär zurück. Seit diesem schrecklichen Januartag ist Luca untauglich.