Janosch nach dem Kampf

10. April 2017 09:40; Akt: 10.04.2017 09:40 Print

«Ich habe einfach gesehen, wie das Blut tropfte»

Bei seinem zweitletzten Fight als Kickbox-Profi muss Janosch Nietlispach richtig einstecken. Doch er holt sich trotz Platzwunde den Sieg.

Da steckt viel Wumms in den Schlägen: Der Ex-Bachelor und Kickbox-Profi Janosch Nietlispach wärmt sich für seinen zweitletzten Fight auf. (Video: zVg)
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Schon in der ersten Runde passiert es: Bei seinem zweitletzten Profi-Fight, einem Showkampf gegen den Holländer Clyde Brunswijk, kommt es zu einem Kopfstoss der beiden Opponenten.
Janosch trägt vom Rencontre eine tiefe Platzwunde auf der Stirn davon.

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«Schmerzen spürte ich wegen des Adrenalins keine. Ich habe einfach gesehen, wie das Blut tropfte», sagt der 28-Jährige am Tag nach dem Kampf zu 20 Minuten.

«Ich wollte auf keinen Fall abbrechen»

Die Wunde wird im Ring sofort behandelt – allerdings wird mit viel Vaseline bloss vorerst die Blutung gestillt. Bei einer solchen Verletzung brechen die verantwortlichen Ringärzte ein Duell normalerweise ab – auch Janoschs letzter Gegner musste im November 2016 wegen einer Platzwunde Forfait geben.

«Ich habe einfach gesehen, wie das Blut tropfte»

Janosch entscheidet in Absprache mit dem Arzt vor Ort, den er seit Jahren kennt, weiterzumachen. «Ich wollte auf keinen Fall abbrechen.» Nach einer Minute Unterbruch fliegen bereits wieder Fäuste und Füsse. Janosch hält alle drei Runden durch – und gewinnt letztlich einstimmig nach Punkten.

«Es war ein harter Fight, eine richtige Schlacht. Clyde war der stärkste Gegner, den ich je hatte», sagt Janosch. Nach dem Sieg muss das Feiern aber warten. Noch in der Garderobe die Wunde wird mit fünf Stichen geschlossen. «Es ist wirklich wunderschön genäht», findet der Ex-Bachelor.

«Schlimm!»: Kristina leidet beim Zusehen

Seine Freundin Kristina (23) hat das Ganze per Facebook-Livestream mitbekommen. Sie weilt gerade auf Island. Es sei schlimm gewesen, Janosch bluten zu sehen. «Zum Glück hat er jetzt nur noch einen Kampf. Dann brauche ich mir in Zukunft keine Sorgen mehr zu machen», meint sie schmunzelnd.

Über Ostern machen die beiden ein paar Tage Ferien. Was Janosch nach dem blutigen Fight übrigens am meisten ärgerte: Er musste seine Teilnahme am Zürich Marathon absagen. Denn auch am Fuss hat er sich verletzt. «Vielleicht habe ich eine Sehne abgerissen oder den Mittelfuss gebrochen.» Eine Untersuchung steht noch aus. Am 10. Juni trägt Janosch Nietlispach in Zug seinen letzten Weltmeisterschaftskampf aus.

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sandraka am 10.04.2017 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Interesse

    Ohh das interessiert und nicht sonderlich! Das ist doch nur ein kleines Wehwechen.

  • Typhoeus am 10.04.2017 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Folgeschäden

    Was man im Ring nicht sieht, sind die winzigen Schäden im Gehirn. Die treten erst später zutage.

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  • Fritz am 10.04.2017 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähm ja..

    Kann ja nicht wirklich wichtig sein! Wurde ja nirgends übertragen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Unwichtig unwichtiger am 10.04.2017 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    janosch sollte

    gegen michael smolik kämpfen, dann sieht er was schmerzen sind..

  • Tux am 10.04.2017 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grössten Respekt vor Handy Hug R.I.P

    Ich weiss bis heute nicht ob ich ihn als Fighter ernst nehmen kann. Ich habe bis auf den ersten Kampf alle Kämpfe von Andy Hug im Hallenstadion (10000 Leute) gesehen. Ich war überwältigt von der Stimmung. Wahrscheinlich machten die meisten wie ich Kampfsport. Es gab keine Schlägerei, ausserhalb dem Ring ! Im Vergleich mit Fussball und Hockey! Die sollten sich mal ein Vorbild daran nehmen! Ich hatte grössten Respekt vor Andy Hug!

    • Marc am 10.04.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      zwei Kategorien

      Stimme in allem zu. Nur finde ich man sollte einen echten Weltklasse-Kampfsportler wie Hug nicht in einem Atemzug mit Nietlisbach erwähnen, das sind verschiedene Ligen... Einen Titel eines unbedeutenden Verbandes ergattern und dann handverlesene Gegner besiegen oder gar Fake- bzw. Exhibition-Kämpfe bestreiten, das können viele.

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  • Fritz am 10.04.2017 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähm ja..

    Kann ja nicht wirklich wichtig sein! Wurde ja nirgends übertragen...

  • Sulejka am 10.04.2017 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herzliche Gratulation

    Ich gratuliere Janosch herzlich zum Sieg und wünsche gute Besserung für die entstandenen Verletzungen.

  • sandraka am 10.04.2017 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Interesse

    Ohh das interessiert und nicht sonderlich! Das ist doch nur ein kleines Wehwechen.