Das Comeback ist fix

19. Februar 2019 05:42; Akt: 09.05.2019 17:33 Print

Janosch tritt noch einmal gegen Petar an

Also doch: Der Ex-Profikämpfer Janosch Nietlispach gibt den Rücktritt vom Rücktritt und steigt wieder in den Ring. Er tritt gegen seinen letzten Bezwinger Petar Majstorovic an.

Im Video sind einige Szenen aus Janosch Kämpfervergangenheit zu sehen – für Gänsehaut-Feeling bitte Ton aufdrehen. (Video: Tobias Rothenfluh)
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Jetzt lässt Janosch Nietlispach (30) die Überraschung aus dem Boxsack: Zwei Jahre nach der Niederlage gegen den Berner Kickbox-Champ Petar Majostorovic (44) will er nochmals gegen seinen letzten Bezwinger antreten. Nachdem er in den vergangenen Tagen wiederholt Videos von Trainingseinheiten gepostet hat, ist klar, dass diese nicht nur zum Spass und für Janoschs Seelenwohl sind.

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«Im Vertrag war die Möglichkeit auf einen Rückkampf vermerkt. 2019 läuft die Frist ab. Die will ich nutzen», erklärt Janosch. Nach einem Anruf bei Petar machen die beiden einen Deal: Sie treten noch einmal an. Über die Gage haben sie Stillschweigen vereinbart.

Janoschs Gegner trainiert in den USA

Petar ist für die Vorbereitungen nach Las Vegas gereist, wo er in den nächsten vier Wochen «mit top UFC-Kämpfern und den Besten der Welt» trainieren wird. Er wolle seine beste Leistung zeigen.

«Ich werde Janosch definitiv zurück in Rente schicken»

«Ich habe zwar den letzten Kampf gegen Janosch gewonnen, aber ich habe gar nicht gut ausgesehen – Janosch hätte mich fast gehabt in der ersten Runde», sagt Majstorovic. «Ich mag und schätze Janosch menschlich sehr. Aber trotzdem werde ich ihn dieses Mal definitiv zurück in die Rente schicken.»

Kristina hatte keine Freude

Den Entscheid, wieder zu kämpfen, hat Janosch mit sich selbst ausgemacht. «Ich habe es niemandem gesagt: Nicht mal Kri oder meiner Mutter. Ich wollte mich nicht beeinflussen lassen. Ich musste es wirklich für mich spüren und rausfinden: Ist es für mich das Richtige?»

2018 war für Janosch nicht immer leicht – irgendetwas habe ihm gefehlt. Bis ihm klar wird: Er will wieder in den Ring. «Ich war immer zielstrebig. Ich setze mir gern Ziele, ich brauche das», sagt Janosch.

«Es ist nicht einfach, zuzuschauen, wenn sich Janosch prügelt»

Freundin Kristina (24) war zunächst wenig begeistert von der Idee. «Es ist nicht einfach, Janosch zuzuschauen, wie er im Ring steht und sich prügelt», sagt sie. Aber sie weiss auch, wie wichtig das Ganze Janosch ist: «Ich stehe voll und ganz hinter ihm und unterstütze ihn, wo ich kann. Ich hoffe, dass er den Majstorovic dieses Mal auseinandernimmt!»

«Der letzte Kampf ist lange abgehakt»

Vor dem Kampf setzten die beiden damals wüste (und branchenübliche) Beleidigungen ab. Darauf hat Janosch nach zwei Jahren Auszeit keinen Bock mehr. Er gibt sich diplomatisch. «Ich freue mich auf den Ring, Mann gegen Mann, das Adrenalin.»

«Ich freue mich auf Mann gegen Mann»

Für ihn sei es eine Ehre, gegen Majstorovic anzutreten. Über den verlorenen Kampf von 2017 sagt Janosch: «Der letzte Fight war so knapp, das ist lange abgehakt.» Diesmal bestimmt Janoschs Gegner den Ort. Der Fight wird am 20. April in Bern stattfinden.


Einige Szenen aus dem letzten Fight von Janosch Nietlispach und Petar Majstorovic im Jahr 2017.

(fim)