Patrick Nuo

18. März 2011 15:33; Akt: 18.03.2011 15:33 Print

«Zazou ist auf Finalkurs»

von Bettina Bendiner - Bei «DSDS» ist Patrick Nuo Juror, Papi und Talent-Scout in einem. 20 Minuten Online traf ihn in Köln – und sprach mit dem Luzerner über Dramen, Favoriten und Heimat.

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Patrick Nuo ist bei «DSDS» trotz Dramen und Stress immer zu einem Spässchen aufgelegt.

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20 Minuten Online: Bei «DSDS» häufen sich die Dramen: Nina brach zusammen, Anna-Carina zickte rum – hat die Jury auf die falschen Kandidaten gesetzt?
Patrick Nuo: Die Jury prüft die Kandidaten auf Herz und Nieren. Das weiss jeder Kandidat. Das die Zuschauer manche Dinge anders sehen als die Jury, das kann jedem der Kandidaten passieren. Man lässt sich da bewusst drauf ein.

Bei DSDS gehts rund, die Mädels gehen sich fast an die Gurgel. Was denkst Du dir dabei?
Das ist natürlich nicht schön. Aber insgesamt normal – das verlangt das Format. Die Leute wollen etwas Persönliches von den Kandidaten sehen.

Aber nicht positiv…
Es ist normal, dass man hinter der Kamera Sachen sagt, die man vor der Kamera besser für sich behält.

Hast du dich bei Ninas Zusammenbruch erschrocken?
Es hat schon «geklöpft». Ich frag mich dann, hoppla, wie schlimm war es? Bei ihr lags wohl am Kreislauf.

Bleibst du immer neutral?
Da halte ich mich zurück. Das ganze Thema mit Zickenkrieg und so überlasse ich den Kandidaten. Ich lasse mich lieber anderweitig von ihnen aussaugen, gebe Tipps und Ratschläge. Und sage mir dabei: Wer nicht will, der hat schon.

Wie hält sich Zazou?
Geil. Geile Show. Zazou ist auf dem Weg Richtung Finale. Dieter hat natürlich recht, stimmlich ist sie schwächer als in anderen Punkten. Irgendwo gibt es bei ihr aber einen kleinen Knopf. Wenn sie lernt loszulassen, dann kann sie strahlen wie ein Feuerwerk. Ich hoffe, sie erreicht diesen Punkt.

Trotz dünner Stimme?
Ich glaube, das ist bei ihr rein psychologisch, wegen der Aufregung.

Warst du früher auch so aufgeregt?
Aufregung ist normal. Ohne Aufregung ist kein Feuer da. Es hilft, sich irgendwann bewusst zu machen, dass die Bühne eine Art Spielplatz ist.

Habt ihr in der Jury eure Favoriten auf dem Zettel?
Es gibt drei, vier Favoriten – aber die bleiben unser Geheimnis.

Du wolltest DSDS dazu nutzen, mal wieder zuhause in Luzern vorbeizuschauen. Konntest du deine Eltern schon besuchen?
Ich habe mir vorgenommen, mehr in die Schweiz zu gehen. Bis jetzt lief das schief. Ich hoffe, dass ich vor dem Finale noch viel Zeit in der Schweiz verbringen kann. Auch um Songs zu schreiben.

Was vermisst du von deiner alten Heimat?
Ich will meine Schulkollegen besuchen, wandern und alte Freundschaften pflegen. Mein Ziel war, in L.A. anzukommen. Das habe ich erreicht. Ich war lange auf Heimatsuche, meine langfristige Heimat ist jetzt L.A., denke ich. Ich habe so viele Stationen hinter mir gelassen auf meinem Weg. Jetzt ist die Zeit gekommen, wieder Freundschaften zu pflegen, die auf der Strecke geblieben sind.