Andrina Santoro

19. März 2020 06:43; Akt: 19.03.2020 07:11 Print

«Eine Infektion würde ich wohl nicht überleben»

Die Fitness-Influencerin litt vor fünf Jahren unter einem Lungeninfekt. Das neuartige Coronavirus könnte eine grosse Gefahr für sie sein.

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Trotz Corona-Pandemie lässt es sich Andrina Santoro in diesen Tagen nicht nehmen, ein paar Sonnenstrahlen zu catchen. Die Zürcher Fitness-Influencerin gehört zur Risikogruppe. Vor fünf Jahren erlitt Andrina einen Lungeninfekt und lag zwei Wochen im Koma. Über die Zeit sagt sie: «Es ist ein Wunder, dass ich überlebt habe.» Der Arzt sagte ihr damals, dass sie einen zweiten Infekt in der Art nicht überleben würde. Andrina will sich nicht zu viele Gedanken über eine mögliche Ansteckung machen. Sie und ihr Freund Kenny würden aber sehr bewusst und gründlich Hände und Gesicht waschen, wenn sie nach Hause kommen würden. Und sie halten Distanz zu ihren Mitmenschen. Andrina trainiert nicht nur im Fitnessstudio, sie arbeitet dort auch. Jetzt, da es vorübergehend geschlossen ist, macht sie ihr Training zu Hause auf dem Stubenteppich weiter – und filmt sich dabei. Dank ihres Ganzkörper-Workouts sollen ihre Follower zu Hause während der Selbstisolation nicht einrosten. Auf Instagram sinniert Andrina öffenlich über die Pandemie. Sie habe die Situation zunächst unterschätzt, gibt sie zu. Jetzt ermahnt sie ihre 348'000 Follower: «Man kann nicht nur an seinen eigenen Arsch denken, es betrifft viele andere Menschen. Und dazu zähle ich auch, ich bin auch Risikopatientin. Und wenn ich dieses Virus habe, weiss ich nicht, was passiert.» Seine geplanten Mexiko-Ferien hat das «Bachelorette»-Paar jedenfalls bereits gestrichen. Kenny und Andrina sind gerade erst in ihre erste gemeinsame Wohnung gezogen. «Kuschelzeit haben wir jetzt sicher genug», schreibt Kenny in seinem jüngsten Insta-Post. «Niemals hätte ich gedacht, ein so verrücktes Filmszenario während meiner Existenz zu erleben», gibt sich Musiker (28) nachdenklich, «aber jetzt ist es passiert.» Alle Menschen sollten jetzt alles Mögliche tun, um das Virus zu stoppen. Um die Zeit zu Hause zu überbrücken, werde er ab Dienstag Live-Sessions auf Instagram machen. Seine Follower sollen ihm sagen, welche Songs sie hören möchten und in welcher Sprache er kommunizieren solle. Ausserdem hofft Baker auf die Teilnahme von Musikerkollegen, mit denen er dann in Split-Screens musizieren kann. Ex-Bachelor (31) sorgt sich wie Andrina um die Fitness seiner Follower und Kunden und präsentiert zusammen mit seinem Geschäftspartner – Janosch ist Crossfitcenter-Mitbesitzer – täglich ein Workout auf Youtube. Trainiert und gefilmt wird in der eigenen Stube – wer mitmacht, bekommt so gleich noch einen Einblick in Janoschs Privatleben. Die haben drei Kinder – und machen aus der momentanen Not eine Tugend. Nikol Camenzind (37) hat mit ihrem Kinderprojekt «Schwiizergoofe» einen Händewasch-Song herausgegeben, der in den Schweizer Kinderzimmern in diesen Tagen zehntausendfach gehört wird. Und Produzent Roman Camenzind (44) hat mit Schlaumeier.online eine interaktive Lernplattform für die «arbeitslosen» Schüler geschaffen, auf der sie täglich kostenlos um Punkt 9 ein Live-Tutorial verfolgen können: Die Themen reichen von Papierflieger-Basteln bis Geld. Die Kinder dürfen mit den Schlaumeiern – unterschiedlichen Experten – interagieren und Fragen stellen, «wie in der Schule». Die ehemalige Eiskunstläuferin und frischgebackene Mutter (ehemals Meier) verteilt auf Instagram virtuelle Umarmungen und ermuntert, es ihr gleichzutun. «Ich kann immer noch meinen Ehemann, mein Baby und meine Katze umarmen – aber ich vermisse die Umarmungen mit meinen Freunden», schreibt die 35-Jährige. Comedian (26) hält nicht viel vom Nichtstun. Sie will sich lieber nützlich machen und hat Desinfektionsmittel selbst hergestellt. In einem Youtube-Clip zeigt sie ihren Followern, wie das geht. Vor wenigen Tagen hat sie sich ausserdem als Betreuerin von Kindern berufstätiger Eltern angeboten. «Das klingt zwar creepy, aber ich meine das ernst», twitterte Hazel. Ob sie bereits als Nanny im Einsatz war, ist noch nicht bekannt. Wie alle Italiener hat auch Moderatorin (43) zurzeit «Hausarrest». Ihre Community versorgt sie derweil laufend mit lustigem Video-Content über ihren neuen Familienalltag zu Hause in Mailand. Zum Beispiel, wie sie sich morgens aus dem Bett schleppt (Bild). Wie sie mit den technischen Tücken des Online-Schulunterrichts für ihre siebenjährige Tochter kämpft. Oder wie die Familienmitglieder den vollen Kühlschrank innert wenigen Stunden leer räumen (Bild). Sie versuche, das Beste aus der Situation zu machen, so die Schweizerin. «Da wir ja zu Hause sind, können wir sehr tolle Dinge machen. Zu Hause können wir uns um uns selbst kümmern, Beauty-Gesichtsmasken machen. Wir können unsere flauschigen Freunde knuddeln. Wir können viele Gesellschaftsspiele mit unseren Kindern spielen», so Hunziker. Und gibt auch gleich noch ein paar Beauty-Tipps, damit nach der Quarantäne «alle toll aussehen». Kurz nachdem ihre Tour gestrichen wordenwar, versprach (31), dass sie sich bei ihren Fans telefonisch melden werde, um in Kontakt zu bleiben. Und die Schwyzer Schlagersängerin hat offenbar Wort gehalten, wie sie auf Instagram zeigt. «Wenn euer Telefon also gleich klingelt: Geht ran!» In einem weiteren Post zeigt sie sich zudem ungewohnt ernst: Es könne nicht sein, dass gewisse Leute die Lage immer noch nicht ernst nehmen würden. «Das geht nicht! Wir müssen jetzt endlich mal alle zusammenhalten», ermahnt Beatrice hörbar empört.

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Am Dienstag wendet sich Andrina Santoro in ihrer Insta-Story an ihre 348'000 Follower. In einem kurzen Video erzählt sie, wie sie die Corona-Situation erlebt. «Ich wäre Risikopatientin», sagt die 27-Jährige.

Die Fitness-Influencerin und Ex-Bachelorette erlitt vor einigen Jahren eine Lungeninfektion. Ihre Atemwege füllten sich mit Wasser, Andrina wurde ins künstliche Koma gesetzt. «Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, selbständig zu atmen», schreibt sie in einem Blogeintrag auf ihrer Website.

Eine weitere Infektion könnte lebensgefährlich sein

Ganze zwei Wochen liegt sie im Koma. Sie verliert zehn Kilogramm Körpergewicht, muss danach wieder neu lernen zu sitzen und zu gehen. «Es ist wie ein Wunder, dass ich diese Infektion überlebt habe. Gott gab mir ein zweites Leben», so Andrina über diese Zeit.

Seither sei ihr Immunsystem geschwächt. Auch ihre Lunge ist nicht mehr zu hundert Prozent leistungsfähig. Ihr Arzt machte ihr damals klar: Eine weitere Infektion würde sie nicht überleben.

Wie geht sie nun mit der Gefahr um? Sie passe gut auf, sagt Andrina. «Wenn ich nach draussen gehe, vermeide ich Körperkontakt und habe meistens einen Schal an, den ich mir bis zur Nase hochziehe.»

«Ich will mir nicht den Kopf zerbrechen»

Sie wasche natürlich ihre Hände gründlich und desinfiziere regelmässig. «Mehr kann ich nicht machen.»


Ex-Bodybuilderin Andrina zeigt ihre physische Transformation. (Video: Instagram/20 Minuten/Wibbitz)

Andrina versucht, ruhig zu bleiben. «Ich will mir darüber nicht den Kopf zerbrechen, sonst bekomme ich nur Angst. Ich bleibe positiv und nehme alles, wie es kommt.» Sie könne letztlich nicht wissen, wie die Krankheit bei ihr verlaufen würde. Unnötige Risiken will sie aber nicht eingehen.

Sofort Hände und Gesicht waschen

Ihr Freund Kenny Leemann ist sich der besonderen Lage bewusst, in der Andrina steckt. «Zu Hause heisst es bei uns deshalb immer: Gründliches Hände- und Gesichtwaschen, sobald man zur Haustür eintritt.» Die beiden sind vor Kurzem erst zusammengezogen.

Kenny arbeitet aktuell noch weiter. Er ist regelmässig in seinem Büro, wo er aber Abstand hält. Und: «Mein Velo, mein Handy, die Tastatur, die Maus und die Kaffeetasse sind die einzigen Dinge, die ich anfasse.»

Der Architekturstudent gehört anders als seine Freundin nicht zur Risikogruppe. Doch Kenny will sich keinesfalls anstecken – er will nicht in Quarantäne geraten. «Das wäre der Horror. Ich bin ein sehr aktiver Mensch», sagt er.


Das erste gemeinsame Pärchen-Interview von Andrina und Kenny, das sie nach der «Bachelorette»-Staffel im Frühling 2019 gegeben haben. (Video: 20 Minuten)

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