Still-Probleme

14. März 2020 13:27; Akt: 14.03.2020 13:27 Print

Bei Anja Zeidler fliesst kaum Milch

Selflove-Influencerin Anja Zeidler kann ihre Tochter nur bedingt Stillen. Auf Instagram spricht sie nun erstmals darüber.

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Auf Instagram spricht Influencerin Anja Zeidler erstmals über ihre Still-Probleme: Bei ihr fliesst kaum Milch. Weil ihre Kleine nicht richtig saugte, sondern mehr an der Brust «nuggelte», fehlte ihrer Brust die notwendige Stimulation für die Milchbildung. Ihre Hebamme hätte dies zu lange nicht bemerkt und je länger man warte, desto schwieriger wird es, die Milchbildung wieder anzuregen. «Es brach mir das Herz, denn ich habe mir das natürliche Bonding durchs Stillen so sehr gewünscht. Mit Tränen in den Augen habe ich Jela ihre erste Pulvermilch im Fläschchen gegeben», so Zeidler. Sie müsse Selbstliebe nun von einer ganz neuen Seite lernen: «Ich bin trotzdem eine gute Mutter, auch wenn ich nur bedingt stillen kann.» Gleich nach der Geburt konnte sie noch nicht ahnen, dass Still-Probleme auf sie zukommen werden. «Wenn ich an einer Brust stillte, lief es an der anderen gleichzeitig nur so runter», erinnert sich die Luzernerin. «Es schien als liefe meine Milch endlos.» Ende Februar zeigte die Selflove-Influencerin auf Instagram erstmals nach der Geburt ihren Bauch. Darunter schreibt sie: «Wofür müsste ich mich denn schämen? Etwa dafür, dass mein wundervoller Körper neun Monate lang ein Baby ausgetragen und anschliessend gesund zur Welt gebracht hat?» «Die neue Liebe, das Familienglück, das Wohl meines Babys» sei ihr wichtiger als ihr Körper nach der Geburt. Weiter schreibt sie: «Seid stolz auf eure Leistung und dankt eurem Körper, statt ihn zu verfluchen.» Am 28. Januar 2020 hat Zeidler ihre Tochter Jela auf die Welt gebracht. Seither dreht sich auf ihrem Instagram-Account Alles um das Familienglück, das sie mit ihrem Freund Milan Anicic (23) teilt.

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Am Donnerstag offenbarte Selflove-Influencerin Anja Zeidler (26) auf Instagram, dass sie ihre Tochter nur bedingt stillen kann. Die Still-Probleme würden die Luzernerin seit einigen Wochen stark belasten und sie habe lange damit gehadert, ihre Sorgen öffentlich zu machen.

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«Ich hab nicht mal mit meinen engsten Leuten darüber gesprochen, weil ich mich mega geschämt habe», erzählt sie auf Instagram-TV, während sie ihre 1.5 Monate alte Tochter Jela auf dem Arm hält. Sie habe nun aber realisiert, dass sie ihre Sorgen nicht weiter mit sich rumtragen könne. Zudem hoffe sie, mit ihrem Video anderen Müttern zu helfen, denen es gleich gehe.

«Es schien als liefe meine Milch endlos»

Gleich nach der Geburt habe das Stillen noch einwandfrei geklappt. «Wenn ich an einer Brust stillte, lief es an der anderen gleichzeitig nur so runter», erinnert sie sich. «Es schien, als liefe meine Milch endlos.»

Sie habe das Stillen als das Allerschönste empfunden. Doch dann kam es zu Komplikationen. Weil ihre Kleine nicht richtig saugte, sondern mehr an der Brust «nuggelte», fehlte die notwendige Stimulation für die Milchbildung.

Ihre Hebamme hätte dies zu lange nicht bemerkt. Die Anzeichen wären aber da gewesen: Jela nahm nicht an Gewicht zu, machte selten Gross und weil sie nicht richtig saugte, dauerte das Stillen teils bis zu drei Stunden.

Je länger man wartet, desto schlimmer

Als sich die 26-Jährige etwa über die mangelnde Gewichtszunahme wunderte, meinte ihre Hebamme, dass manche Kinder eben etwas länger brauchen würden. Erst als Jela an Gewicht verlor, hätten sie zu handeln begonnen.

«Ich hätte längst eine Stillberatung zuziehen sollen», so Zeidler. Denn je länger man warte, desto schwieriger wird es, die Milchbildung wieder anzuregen. Man sagte ihr schliesslich, sie müsse auf Zusatznahrung zurückgreifen.

«Ich war enttäuscht von mir selbst»

«Es brach mir das Herz, denn ich habe mir das natürliche Bonding durchs Stillen so sehr gewünscht. Mit Tränen in den Augen habe ich Jela ihre erste Pulvermilch im Fläschchen gegeben», so Zeidler.


Anja Zeidler mit Freund Milan Anicic (23) und Töchterchen Jela

«Ich war enttäuscht von mir selbst. Mein Körper leistet nicht, was er müsste», gesteht die Selflove-Influencerin. «So vollwertig wie ich esse, müsste meine Milch sowas von fliessen.»

Sie müsse nun aber lernen, sich deswegen nicht fertig zu machen. Schliesslich habe sie nichts falsch gemacht. «Ich muss Selbstliebe von einer ganz neuen Seite lernen und mir sagen, dass ich trotzdem eine gute Mutter bin. Auch wenn ich nur bedingt stillen kann.»

Die Kleine ist kerngesund

Ihren Leidensgenossinnen legt sie ans Herz: «Eure Kinder können auch so gross stark und gesund werden.» So gebe es mittlerweile tolle Ersatzprodukte, auch auf pflanzlicher Basis.

Sie wolle nun das Positive an der Situation sehen, schliesslich sei die Gesundheit ihrer Tochter das Wichtigste. Der Besuch beim Kinderarzt hat ergeben: Jela ist kerngesund, ihr Gewicht wieder im Normalbereich.


(zen)