Was denken Schweizer Promi-Mamis?

22. März 2019 04:50; Akt: 22.03.2019 04:50 Print

Bonnie Strange gründet den #BadMomClub

Warum haben Mütter ein schlechtes Gewissen, wenn sie einen babyfreien Tag geniessen? Influencerin Bonnie Strange findet das nicht in Ordnung – und bewirbt den #BadMomClub.

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Bonnie Strange ist bekannt dafür, dass sie sich gegen Hater-Kommentare wehrt. Nun tut sie es erneut – und zwar mit einem Hashtag. Mit #BadMomClub möchte sie Mütter aus der ganzen Welt dazu aufrufen, ihre Erfahrungen mit sogenannten Helikopter-Eltern ... ... zu teilen. Schliesslich sei es in keinem Fall abwegig, dass man als Mutter auch mal Zeit für sich braucht und diese dann auch geniesst. Der Club soll allerdings keine Anspielung auf die ... ... US-Komödie «Bad Moms» mit Schauspielerin Mila Kunis sein. Ihrer Freundin Valentina Belleza (26), die gerade erst Söhnchen Noé zur Welt gebracht hat, ist dem #BadMomClub bereits beigetreten. Tochter Goldie Venus kam vergangenen Mai auf die Welt. Vater des Kindes ist Bonnies Ex-Freund Leebo Freeman. Das Model trennte sich im neunten Schwangerschaftsmonat von ihm, da er sie mit einer anderen Frau betrogen hatte. Mittlerweile ist Bonnie wieder glücklich vergeben. Boris Alexander Stein (im Bild), Finalist von «The Voice of Germany» im Jahr 2016, hat das Herz der Influencerin erobert. Im Juli 2018 bekam Ex-Bachelorette Eli Simic ihr erstes Kind. Auch sie nimmt sich ab und zu eine babyfreie Zeit – und die kann sie dann auch geniessen. Ihre Tochter Mia gibt sie nämlich nur in die Obhut von Personen, denen sie «zu 100'000 Prozent» vertraut, wie sie gegenüber ... ... 20 Minuten sagt. Eli findet es wichtig, dass sich Mütter genug Zeit für sich nehmen, denn «nur wenn ich auch meinen Bedürfnisse nachkomme, kann ich glücklich sein und das spürt das Kind dann auch». Mit dem Begriff «Bad Mom» kann sie sich aber nicht identifizieren. Anders sieht es die Schweizer ... ... Moderatorin Alexandra Maurer. Die 36-Jährige findet den Hashtag «genial, aber man muss den nicht wörtlich nehmen», wie sie zu 20 Minuten sagt. Sie selbst sehe sich «nicht als ‹Bad Mom›, nur weil ich Zeit für mich möchte. Im Gegenteil». Alexandra stand ... ... bereits sechs Wochen nach der Geburt wieder vor der Kamera – und zwar weil sie wollte. Ihrer Meinung sollte jede Mutter selbst wissen, wie sie die Erziehung ihres Kindes handhabt. «Wenn eine Mutter bald wieder arbeiten gehen oder einen Tag für sich haben möchte, ist das völlig in Ordnung.»

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Zeit für sich haben frischgebackene Mütter nur selten. Kurz nach der Geburt kommt die ganze Aufmerksamkeit schliesslich dem neugeborenen Kind zu: stillen, wickeln, beruhigen, füttern.

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Und auch danach ist der Lebensmittelpunkt der eigene Nachwuchs. Wer in der Zeit nach der Geburt aus dem Windel-Alltag ausbricht und sich als Mami bewusst Zeit für sich nimmt, wird schnell angefeindet – allen voran auf Instagram.

Bonnie wehrt sich gegen Helikopter-Eltern

Influencerin und Model Bonnie Strange kennt das. Die 32-Jährige hat vor zehn Monaten ihre Tochter Goldie Venus zur Welt gebracht. Und muss sich immer häufiger Negativ-Kommentare auf der Social-Media-Seite gefallen lassen.

Grund: Strange geniesst Zeit ohne ihr Kind und zeigt dies öffentlich. Viele ihrer Follower, insbesondere überfürsorgliche Helikopter-Eltern, kritisieren sie dafür. Bonnie weiss sich mit ihrer typisch frechen Art aber dagegen zu wehren – und ruft stolz den «Bad Mom Club» auf Instagram ins Leben.

Gemeinsam mit ihrer Freundin Valentina Belleza (26, ebenfalls Mutter) veröffentlichte sie auf ihrem Profil ein Foto und kommentierte dazu: «Passt auf, die Bad Moms sind in der Stadt.» Wenige Tage später promotet sie dann auch den passenden Hashtag #BadMomClub, unter dem sie Mütter aus aller Welt dazu aufruft, ihre Erfahrungen zu teilen und ihren Frust rauszulassen.

Das sagt Eli Simic zum «Bad Mom Club»

Ganz ohne Hintergedanke scheint der Aufruf aber nicht zu sein. Für ihre neue Kollektion hat Bonnie nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift «Baby Free Today» (auf Deutsch: babyfreier Tag) kreiert. Ein Bild davon postete sie ebenfalls gleich dazu – inklusive Bierdose (alkoholfrei!) und einer Tüte Bio-Chips.

Damit stösst das Model ein Thema an, mit dem sich viele junge Mütter – allen voran Promi-Mamis mit Insta-Gefolgschaft – konfrontiert sehen. Auch Ex-Bachelorette und Neu-Single Eli Simic (30) geniesst ab und zu eine babylose Zeit. «Ich nehme sie mir und finde es auch megawichtig», sagt sie gegenüber 20 Minuten, «nur wenn ich auch meinen Bedürfnisse nachkomme, kann ich glücklich sein, und das spürt das Kind dann auch.»

«Es ist auch schön, wenn man sie mal abgeben darf»

Gerade ist Eli mit ihrer Familie in Dubai und war gestern Abend etwa mit ihrer Schwester und ohne ihre Tochter essen. Mia habe sie derweil in die Obhut ihrer Eltern gegeben. Schuldgefühle oder ein schlechtes Gewissen plagen sie deshalb nicht, da «ich mein Kind ja nur bei Personen lasse, denen ich 100'000 Prozent vertraue».

Und der Ausgang tat einfach gut, sagt Eli, «es ist auch schön, wenn man sie mal abgeben darf». Als «Bad Mom» würde sie sich selbst aber nicht bezeichnen. Auch mit dem Ausdruck kann sich Eli nicht identifizieren.

Auch Alexandra Maurer geniesst die Zeit für sich

Moderatorin Alexandra Maurer, die ebenfalls vor wenigen Monaten erstmals Mutter geworden ist, findet den Hashtag #BadMomClub «genial, aber man muss den nicht wörtlich nehmen», wie sie zu 20 Minuten sagt.

Alexandra kennt Bonnie persönlich aus Berlin und weiss um die Hintergründe der Social-Media-Offensive des Models. «Bonnie hat während und auch nach ihrer Schwangerschaft viele Kommentare auf Social Media bekommen.» Davon seien einige sehr persönlich gewesen, deshalb «ist es legitim, dass sie diesen Hashtag benutzt und mit einem lachenden Auge damit umgeht».

Die Balance ist wichtig

Schliesslich müsse jede Mutter selbst wissen, wie sie die Erziehung ihres Kindes handhabt. «Wenn eine Mutter bald wieder arbeiten gehen oder einen Tag für sich haben möchte, ist das völlig in Ordnung», sagt die 36-Jährige, «eben jeder das Ihre.»

Alexandra selbst sehe sich nicht als eine «Bad Mom», «nur weil ich Zeit für mich möchte. Im Gegenteil». Sechs Wochen nach der Geburt sei sie auch wieder arbeiten gegangen – nicht weil sie musste, sondern weil sie wollte.

«Einmal in der Woche kommt eine Nanny, damit ich einen halben Tag für mich habe», so die «Flash»-Moderatorin weiter. Wie Eli hat auch Alexandra dann aber kein schlechtes Gewissen. «Die Balance ist wichtig. Geht es der Mami gut, geht es auch dem Kind gut.»

(kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • W. Tell am 22.03.2019 06:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vater Kind

    Als Vater genoss ich es immer mal meine Kinder mutterfrei zu geniessen...

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  • Lokii am 22.03.2019 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überfluss

    Musste gerade beim begriff "schweizer promi mamas" lachen. Da denkt man sich nur...WER denkt was?

  • Antonov am 22.03.2019 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben weibliche Promis?

    Wusste ich gar nich, wen z.B.?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wee Too Lou am 22.03.2019 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ei der Daus

    Wer hätte gedacht, dass "Schweizer Promimütter" genau gleich zuweilen eine Pause von den Kindern brauchen wie alle anderen Mütter auf der Welt? Ich bin so überrascht, ich muss meine Brille abnehmen.

  • Bisiwetter am 22.03.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich eine echte Influencerin

    Genau so hält man das Heineken in die Kamera als Influencerin.

  • VERRRY BAD PA am 22.03.2019 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlässlichkeit

    Ist ja kein Problem, wenn der Vater oder eine andere vertrauenswürdige Person den Part übernimmt. Wichtig ist, dass sich das Kind darauf verlassen kann, und dass diese Wechsel regelmässig sind. Kinder brauchen Struktur und Verlässlichkeit. Nur so werden sie selbst zu verlässlichen Menschen. Work on yourself!

  • TheSaint am 22.03.2019 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Diese Frau sucht Aufmerksamkeit.

  • Luc am 22.03.2019 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tangential

    Schweizer und andere Promis, so so. Herausragend, bekannt, berühmt (hat also was mit Ruhm zu tun). Lese wohl die falschen Zeitschriften. Wie auch immer, Strange ist ja wohl ein passender Name, aber da hat sie durchaus recht. Einen baby- resp. kinderfreien Tag sollten sich alle verantwortungsvollen Mütter und Väter zugestehen. Das tut gut, jedem einzelnen und der Beziehung untereinander auch. - Dass Frau Strange und andere dabei aber immer von "Haters" sprechen, anstatt von Andersdenkenden, zeigt dass sie damit nicht so klar kommen. Als echter "Promi" (sind wir hoffentlich alle in den Augen unserer Kinder!) steht mann/frau doch darüber. So was pfeilt doch tangential am verlängerten Rücken vorbei.