Superprovisorische Verfügung

06. Februar 2019 09:59; Akt: 06.02.2019 09:59 Print

Jastina verbietet ihren Ex-Chefs das Reden

Erstmals sprach Jastina Doreen Riederer vor laufender Kamera über den Missen-Knatsch. Dabei kam heraus: Die Miss Schweiz Organisation bekam einen Maulkorb verpasst.

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An der Tele-Züri-Gesprächsrunde zum Missen-Knatsch nahmen am Dienstagabend (Ex-)Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer (links), einer ihrer beiden Anwälte, Daniele Di Muccio, und «Talk Täglich»-Moderator Hugo Bigi teil. Nicht anwesend war ... ... die Miss Schweiz Organisation, der Jastinas zweiter Anwalt Ende Januar einen Maulkorb verpassen liess. Hier ist das Statement der Organisation, das Tele Züri einblendete. Wirklich Neues sagte Jastina in der Sendung nicht. Sie fügte ihren Vorwürfen gegen die Organisation, wonach diese sie nicht bei ihrer Teilnahme an der Miss-Universe-Wahl im Dezember unterstütze, aber ein Detail hinzu: «Sie haben gegen mich gearbeitet. Sie sind anderen Kandidatinnen gefolgt und haben ihre Posts gelikt, meine aber nicht.» Kurz nach ihrer sofortigen Freistellung als Miss Schweiz am 24. Januar schrieb Jastina in einem Instagram-Post: «Lebe deine eigene Melodie des Lebens und tanze nicht nach Noten anderer, denn diese können dich aus dem Takt bringen.» Spielt sie damit auf die turbulente Missen-Zeit an? Am 10. März 2018 wurde sie in Baden zur Miss Schweiz gekürt. «Trotz ihres Potenzials hielt sich das Interesse an der Person von Jastina Doreen Riederer nach der Wahl in Grenzen», schreibt die Miss Schweiz Organisation jetzt. Wann und ob eine nächste Wahl stattfindet, ist trotz ihrer Entlassung offen. Zuletzt war Jastina in Bangkok bei der Miss-Universe-Wahl für die Schweiz am Start. Die Miss-Organisation schreibt: «Ihr Hauptinteresse im Amtsjahr galt vor allem der Teilnahme an der Miss-Universe-Wahl, um ihrem grossen Traum, ein Victoria's-Secret-Model zu werden, näher zu kommen.» «Letzter Schliff für Miss Universe»: Am Tag vor dem Abflug hübschte die 20-jährige Miss beim Bleaching nochmals ihr Mundwerk und ... ... ihre Mähne auf (natürlich schnitt sie nur die Spitzen). Jastinas Stofftierchen hatte ihr schon bei der Miss-Schweiz-Wahl im März Glück gebracht. Auch in Bangkok sollte es sie zum Sieg führen. «Ich will die Krone», sagte sie. Am Ende schaffte es Jastina nicht in die Top 20. Knapp drei Wochen weilte Jastina in Bangkok. Fürs Finale reiste dann auch ihr Mami aus der Schweiz an. Jastina war die erste amtierende Miss Schweiz seit fünf Jahren, die an der Miss-Universe-Wahl antrat. Jastinas grosse Leidenschaft: Nutella. Den Schoggi-Aufstrich nahm sie sogar nach Bangkok mit. Für einmal ungeschminkt: Für 20 Minuten legte Jastina kurz nach der Miss-Schweiz-Wahl ihre Maske ab und zeigte sich sogar ohne künstliche Wimpern. Sie träumte schon als Kind vom Krönchen: «Träume sind dazu da, hart für sie zu arbeiten», schrieb sie zu diesem Insta-Bild. «Du schaffst es, wenn du willst!» Titel und Krone ist sie nun los – davon erfahren hat sie aus den Medien. Die Organisatoren hätten sie nicht erreicht, um ihr die Freistellung mündlich mitzuteilen.

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Am Dienstagabend stellte sich Jastina Doreen Riederer (21) dem «Talk Täglich»-Gespräch auf Tele Züri – im Beisein ihres Anwalts Daniele Di Muccio. Nicht an der Interview-Runde zum Thema ihrer plötzlichen Freistellung als Miss Schweiz vor knapp zwei Wochen teilnehmen konnten die Vertreter der Miss Schweiz Organisation.

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Moderator Hugo Bigi (61) erläuterte den Grund dafür, indem er ein Statement der Organisation vorlas (siehe Bildstrecke oben). Kurz: Das Luzerner Arbeitsgericht hat ihr am 28. Januar per superprovisorischer Verfügung verboten, sich weiter zu Jastina zu äussern – ihr wurde also ein Maulkorb verpasst.

Darum gab die Organisation auch 20 Minuten seither kein Interview und verwies auf die Medienmitteilung vom 24. Januar. Veranlasst habe dies Jastinas zweiter Anwalt, der nicht in der Sendung auftrat.

Organisation habe Jastina sabotiert

Der anwesende Anwalt Di Muccio klärte eine Frage, die sich wohl viele stellten: Darf die Miss Schweiz Organisation Jastina Doreen Riederer überhaupt den Titel aberkennen? Ja, als Inhaberin der Marke habe sie grundsätzlich das Recht dazu.

Jastina wiederholte derweil, dass die Vorwürfe der Organisation, sie habe ihre Pflichten als Miss nicht erfüllt, haltlos seien. Sie unterstellte ihren Ex-Chefs sogar, an der Miss-Universe-Wahl Mitte Dezember aktiv gegen sie gearbeitet zu haben, indem diese auf Instagram andere Teilnehmerinnen gelikt und damit unterstützt habe – sie aber nicht.

Krone als Druckmittel

Das Gespräch kam zudem auf das Missen-Krönchen, das sich nach wie vor im Besitz von Jastina befindet. Sie behalte es «als Druckmittel» im Streit um ihren ausstehenden Lohn als Schönheitskönigin, meinte sie.

Auch 20 Minuten hatte Jastina in den vergangenen zwei Wochen mehrmals um ein Interview gebeten. Dies schlug die (Ex-)Miss jedoch aus mit der Begründung, dass sie nichts sagen wolle, weil sie sich in einem laufenden Verfahren gegen die Miss Schweiz Organisation befinde.

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frau Meier am 06.02.2019 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öffentlichkeit

    Wenn diese Frau Grösse hätte, würde sie selber den Konflikt auch nicht in der Öffentlichkeit austragen. Sie darf frischfröhlich in den Medien reden, verbietet aber dem Gegenüber dasselbige? Finde ich nicht in Ordnung. Aber sie sucht wohl das Rampenlicht.

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  • Tanja Weiss am 06.02.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffen

    Der "Titel" ist sowieso unnötig - reine Geldverschwendung. Ausserdem finde ich sie nichtmal speziel hübsch (Wie jede Zweite die rumläuft hald)

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  • Toni am 06.02.2019 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön langweilig

    Ein Drama um nichts. Glaube, dass die Zeit für Missen in der Schweiz vorbei ist. Da fehlt es mir an richtig guten Frauen mit Ausdruck und Pfiff. Jastina war doch einfach schön langweilig.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • m.m am 06.02.2019 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schlau

    dumm ist sie nicht. sie versucht die ganze angelegenheit so zu nutzen um werbung für sich zu machen. sie hat sehr gute und konstruktive antworten gegeben. sie sollte nur nicht zu viel benzin ins feuer giessen sonst könnte sie zukünftige auftraggeber abschrecken.

  • inri am 06.02.2019 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    arme prinzessin...

    hätte sie vielleicht mehr leistungen gebracht,hätte vielleicht auch sie mehr likes bekommen:()

    • Klarer am 06.02.2019 18:28 Report Diesen Beitrag melden

      Gericht

      So ein Urteil fällt ein Gericht nicht ohne Grund.

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  • Darko am 06.02.2019 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rückzug

    Diese Miss Schweiz Wahlen haben mich noch nie interessiert. Natürlich mitbekommen durch die Medien doch diese Jastina hat es doch tatsächlich geschafft den Titel Miss Schweiz so heftigst unsympathisch zu machen und dies schon ab dem Sieg. Dass beste für Jastina wäre ein Rückzug aus der Medienwelt. Sie schadet sich sonst immer wie mehr. Die paar wo sie supporten kann man an der Hand abzählen. Kenne echt niemanden wo die sympathisch findet.

    • Sheepsack am 06.02.2019 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Darko

      Ich frag mich auch wo?

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  • Beatrice am 06.02.2019 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach unfair

    Weshalb hacken hier eigentlich alle auf Jastina herum, ohne die genauen Fakten zu kennen? Was hat sie Euch eigentlich getan? Würde irgendjemand von Euch kommentarlos auf den wohlverdienten Lohn verzichten? Dass Jastina für ihr Recht kämpft ist doch nur legitim, oder irre ich mich da etwa?! Man kann sie mögen oder nicht, hübsch finden oder halt nicht, sie aber so ins schlechte Licht zu stellen und zu beleidigen, finde ich einfach nur allerunterste Schublade. Das grenzt hier teilweise schon beinahe an mobbing.

    • Donna M. am 06.02.2019 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beatrice

      Mit Verlaub. Die Frau hat offenbar selber einiges falsch gemacht. Eine Miss ist den Bedingungen der Verträge verpflichtet. Sie wusste also worauf sich Einlässt. Was also soll den jetzt dieses Theater?

    • Gugussi am 06.02.2019 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beatrice

      Lohn für was?

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  • Luna am 06.02.2019 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unsympathisch

    so unsympathisch hätte ich sie nicht eingeschätzt :( aber wie man vom äußeren ist muss man von inen nicht sein. echt schade.